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Schlagwort: Audi Q5

VW ruft fünf Millionen Fahrzeuge wegen Abgasskandal zurück

Kara / foto­lia

Volks­wa­gen ruft welt­weit fünf Mil­lio­nen Fahr­zeu­ge, wegen mani­pu­lier­ten Abgas-Wer­ten zurück. Betrof­fen sind Model­le mit dem Die­sel­mo­tor EA 189. Dazu zäh­len unter ande­rem bei VW der Golf, der Pas­sat und der Tigu­an. Aber auch bei Toch­ter­kon­zer­nen des Auto­her­stel­lers wur­den die Moto­ren ver­baut. So sind bei­spiels­wei­se auch Sko­da, Audi und Seat betrof­fen. Por­sche sei außen vor. VW-Kun­den wer­den laut Volks­wa­gen per Post benach­rich­tigt, ob ihr Fahr­zeug nach­ge­bes­sert wer­den muss. Offi­zi­ell sind 11 Mil­lio­nen Fahr­zeu­ge mit der mani­pu­lie­ren­den Soft­ware ver­se­hen, akti­viert wur­de sie aber nur zu einem Teil davon. In Deutsch­land sind 2,8 Mil­lio­nen Fahr­zeu­ge betrof­fen. Bei Audi sind es 2,1 Mil­lio­nen, bei Sko­da 1,2 Mil­lio­nen und bei Seat etwa 700 000 Fahr­zeu­ge.  Für den Rück­ruf hat Finanz­vor­stand Hans Die­ter Pötsch 6,5 Mil­li­ar­den Euro an Gewinn zurück gelegt.

Die betrof­fe­nen Mar­ken stel­len aktu­ell akri­bisch Lis­ten mit betrof­fe­nen Model­len zusam­men. Eine ers­te gro­be Lis­te gibt es fol­gend:

Mar­keModell
VWGolf, Jet­ta, Beet­le, Tigu­an, Pas­sat, Sha­ran, Trans­por­ter, Cad­dy, Craf­ter, Ama­rok
AudiA1, A3, A4, A5, A6, TT, Q3, Q5
Sko­daRooms­ter, Octa­via, Superb
SeatLeon, Altea, Exeo, Tole­do, Alham­bra

 


TÜV-Mängelreport 2015: Weniger Mängel und Deutsche ganz vorn

Indus­trie­blick / Foto­lia

Zum ers­ten Mal seit Jah­ren haben Autos wie­der weni­ger Män­gel, wenn sie beim TÜV vor­ge­führt wer­den: Die Män­gel­quo­te redu­zier­te sich. Das ist geht aus dem TÜV-Report 2015 her­vor. Für die Exper­ten offen­bart dies, dass die Neu­fahr­zeu­ge eine höhe­re Qua­li­tät auf­wei­sen und die Autos bes­ser gewar­tet wer­den.

Aus­gangs­punkt für den Män­gel­re­port sind ins­ge­samt 8,5 Mil­lio­nen Haupt­un­ter­su­chun­gen zwi­schen Juli 2013 und Juni 2014. Dabei ging die Quo­te der star­ken Män­gel um 1,4 Punk­te auf 23,5 Pro­zent zurück – und das, obwohl nun gründ­li­cher auf sicher­heits­re­le­van­te Feh­ler geprüft wird. Die häu­figs­ten Män­gel gibt es immer noch beim Licht. Knapp sie­ben Pro­zent der drei­jäh­ri­gen Wagen müs­sen daher erneut in die Werk­statt, bevor sie die TÜV-Pla­ket­te erhal­ten. Bei den Elf­jäh­ri­gen ist es sogar nahe­zu jedes drit­te Fahr­zeug. Aber auch bei der Beleuch­tung bes­sert sich die Lage, da die gegen­wär­ti­gen Lam­pen – bei­spiels­wei­se von Xenon-Schein­wer­fern – eine län­ge­re Lebens­dau­er bie­ten. Eben­so führt die anstei­gen­de Ver­brei­tung der On-Board-Dia­gno­se dazu, dass kaput­te Lam­pen recht­zei­tig bemerkt wer­den.

Die Män­gel­quo­ten wer­den vom TÜV auf die ein­zel­nen Fahr­zeug­mo­del­le und fünf unter­schied­li­che Alters­klas­sen her­un­ter­ge­bro­chen, sodass sich für Kauf­in­ter­es­sen­ten eine Zuver­läs­sig­keits­auf­stel­lung mit wenig pan­nen­an­fäl­li­gen „Män­gel­zwer­gen“ und häu­fig defek­ten „Män­gel­rie­sen“ ergibt. Ein Bilanz: Deut­sche Mar­ken sind bei der Qua­li­tät vor­ne und bele­gen bei den drei­jäh­ri­gen Fahr­zeu­gen die ers­ten zehn Plät­ze. Die wenigs­ten Män­gel hat der Mer­ce­des SLK Män­gel: 2,4 Pro­zent sind die gerings­te Feh­ler­quo­te, die je bei einem Fahr­zeug dia­gnos­ti­ziert wur­de. Für die hohe Qua­li­tät der neu­en Fahr­zeu­ge spricht, dass vie­le der Bes­ten mit hohen Kilo­me­ter­zah­len zu ihrer ers­ten Prü­fung vor­ge­fah­ren wer­den: der Audi A6 mit 62 000 Kilo­me­ter, der Audi Q5 mit 64 000 Kilo­me­ter und die C-Klas­se von Mer­ce­des mit 59 000 Kilo­me­ter Lauf­leis­tung. Am meis­ten mit Män­geln kommt die Dau­er­schluss­leuch­te Dacia Logan zum TÜV, der Alfa Romeo MiTo und der Fiat Pan­da sind nur gering­fü­gig bes­ser.

Bei den vier und fünf Jah­re alten Fahr­zeu­gen haben der Maz­da 3, der Por­sche 911 und der Toyo­ta IQ außer­or­dent­lich wenig Män­gel. Bei den Sechs- und Sie­ben­jäh­ri­gen liegt der Por­sche 911 ganz vor­ne, gefolgt vom Maz­da 2 und dem Volks­wa­gen Golf Plus. Der 911 liegt durch guter Pfle­ge auch bei den acht und neun Jah­re alten Karos­sen auf Platz eins, danach der Toyo­ta Corol­la Ver­so, der dann jedoch fast dop­pelt so vie­le Kilo­me­ter auf der Anzei­ge hat. Der Van hat auch nach neun Jah­ren noch eine nied­ri­ge­re Män­gel­quo­te als der Dacia Logan bei der ers­ten Haupt­un­ter­su­chung. Der häu­fig gelob­te 911 hat auch bei zehn- und elf­jäh­ri­gen Senio­ren die Nase vorn, gefolgt vom Sub­aru Fores­ter. In die­ser Alters­klas­se gibt es Über­ra­schen­des am Ende der Tabel­le: Hier liegt die M-Klas­se von Mer­ce­des (W163) – bei­na­he die Hälf­te muss in die Werk­statt. Gleich­sam schlecht sieht es bei Fiat Sti­lo, VW Sha­ran und Ford Gala­xy nach elf Jah­ren aus.

Die Män­gel­quo­ten der zehn bes­ten Fahr­zeug­ty­pen in den jewei­li­gen Alters­klas­sen:

 bis 3 Jah­rebis 5 Jah­re
TypQuo­teTypQuo­te
 1. Mer­ce­des Benz W172 SLK-Klas­se2,4 %1. Maz­da 35,4 %
 2. Audi A62,9 % 2. Por­sche 911 Car­re­ra6,4 %
 3. Mer­ce­des Benz GLK3,6 % 3. Toyo­ta IQ6,5 %
 4. Por­sche 911 Car­re­ra3,9 % 3. Toyo­ta Aven­sis6,5 %
 5. BMW Z44,0 % 3. VW Polo V6,5 %
 6. Mer­ce­des Benz W207 E-Klas­se Coupe/Cabrio4,5 % 6. Audi Q57,5 %
 7. Audi Q54,7 %7. Mer­ce­des Benz W212 E-Klas­se7,8 %
 8. Audi A3 S3 RS3 Cabrio­let4,9 %7. VW Golf Plus7,8 %
 8. Ford Focus III4,9 %8. Vol­vo XC608,1 %
 8. Mer­ce­des Benz W204 C-Klas­se4,9 %9. Mer­ce­des Benz GLK8,6 %

Der Audi Q3 – kleiner SUV, ganz groß

BEMPhoto/fotolia

Audi schließt mit der Ent­wick­lung und Pro­duk­ti­on des Q3 eine Lücke im eige­nen Ange­bots­seg­ment und bringt Bewe­gung in den SUV-Markt. Nach den Erfah­run­gen mit den gro­ßen Model­len Q5 und Q7 war es nahe lie­gend, einen klei­ne­ren SUV auf den Markt zu brin­gen.

Audi plant zum Start Model­le zwi­schen 140 und 211 PS mit 2,0 Liter Hub­raum. Klei­ne­re Moto­ren wer­den fol­gen. Auf Grund der Quer­mo­to­ren­platt­form ist der Ein­bau von Sechs­zy­lin­der­ag­gre­ga­ten nicht mög­lich, aller­dings wird der Q3 mit All­rad­an­trieb als auch mit Front­an­trieb ange­bo­ten. Zur Wahl ste­hen eben­so die Hand­schal­tung oder das Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be S-Tro­nic.

Durch den Ein­bau von Leicht­bau­ma­te­ria­li­en, wie zum Bei­spiel Alu­mi­ni­um in der Motor­hau­be, kommt der Q3 auf ein Gewicht von 1500 Kg. Mit 4,39 m Län­ge, 1,83 m Brei­te und 1,60 m Höhe (und einem Gepäck­raum­vo­lu­men von 460 – 1 365 Litern) wan­delt der Audi Q3 in ordent­li­chen Kom­pakt­klas­se­ma­ßen und bie­tet Platz für fünf Per­so­nen.

Audi baut den Q3 mit Vier­zy­lin­der-Moto­ren in drei Varia­tio­nen, zwei Ben­zi­ner mit jeweils 170 und 211 PS und einen Die­sel mit 177 PS. Der 211 PS star­ke Ben­zi­ner benö­tigt 6,9 Sekun­den um auf 100 km/h zu beschleu­ni­gen, Höchst­ge­schwin­dig­keit 230 km/h.

Inter­es­sant ist auch der geplan­te Die­sel mit 140 PS und Front­an­trieb mit einem Ver­brauch von 5,2 Liter auf 100 Km. Durch den Modus „effen­ci­en­cy“ im optio­na­len Fahr­dy­na­mik­sys­tem „Audi dri­ve select“ kann der Sprit­ver­brauch gesenkt wer­den. Ermög­licht wird dies durch das Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be, das im Schub­be­trieb die Kupp­lung öff­net und den Q3 frei rol­len lässt.

Neben dem Fahr­dy­na­mik­sys­tem ste­hen wei­te­re Assis­tenz­sys­te­me zur Wahl: der Ein­par­kas­sis­tent, der Spur­wech­sel- und Spur­hal­teas­sis­tent, eine Kame­ra-basier­te Ver­kehrs­zei­chen­an­zei­ge sowie W-Lan und Daten­spei­cher als auch Goog­le-Maps.

Zur Auto­mes­se Schang­hai im April wird der Audi Q3 einer brei­ten Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Der Ein­stiegs­preis liegt bei 29 900 Euro und ist ab Juni erhält­lich.