Autoreparaturen.de - günstige Autowerkstatt in der Nähe finden
kostenlose Werkstattsuche
SERVICE HOTLINE: +49 (0)6301 - 600 2999(1)

Schlagwort: Infiniti

Datsun on-DO: 7 000-Euro-Pragmatiker für den russischen Markt

kichigin19 / foto­lia

Vin­cent Cobee, Fir­men­chef der Mar­ke Dat­sun, ist sich sicher: „Der Dat­sun on-DO wird die künf­ti­ge Wahl der rus­si­schen Kun­den wer­den, die ein neu­es, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges und moder­nes Auto von einer japa­ni­schen Mar­ke kau­fen wol­len.“ Ob die vier­tü­ri­ge Limou­si­ne wirk­lich einen neu­en Kun­den­stamm für sich ein­heim­sen kann und den Klas­sen­ka­me­ra­den um Lada Gran­ta oder ZAZ Chan­ce Paro­le bie­ten kann? Dies wird sich nach dem rus­si­schen Ver­kaufs­start des on-DO im Spät­som­mer 2014 offen­ba­ren.

Die Japa­ner haben eine lan­ge auto­mo­bi­le Geschich­te. Dat­sun wur­de schon 1914 als DAT-Go (oder DAT-Car) gegrün­det. „Dat“ bedeu­tet im Japa­ni­schen so viel wie „blitz­schnell“. Gleich­zei­tig sind „D“, „A“ und „T“ die Anfangs­buch­sta­ben der Namen der Spon­so­ren aus der Zeit, näm­lich Den, Aoya­ma und Takeu­chi. Nach der Über­nah­me durch Nis­san 1933 änder­te der neue Kon­zern den Namen zu „son of DAT“ (Sohn von DAT) – oder kurz: Dat­son. Spä­ter wur­de dann dar­aus das heu­ti­ge Dat­sun.

100 Jah­re nach der Fir­men­grün­dung wagt sich der japa­ni­sche Her­stel­ler nun nicht nur zurück auf den all­ge­mei­nen, son­dern auch auf den rus­si­schen Fahr­zeug­markt. Eines der kom­men­den Zie­le: Die bis­he­ri­gen Mar­ken­gren­zen neu aus­zu­rich­ten. Die Nis­san-Mut­ter deckt mit Nis­san, Infi­niti und dem­nächst auch Dat­sun bald sämt­li­che Fahr­zeug­klas­sen in Russ­land ab und will mit dem Neu­zu­gang die Modell­pa­let­te nach unten ergän­zen. Autos zum Dis­count-Preis erle­ben gegen­wär­tig einen wah­ren Höhen­flug. Ins­be­son­de­re die Märk­te der Schwel­len­län­der Indo­ne­si­en, Indi­en oder eben auch Russ­land, sind die Rekord­hal­ter in den Ver­kaufs­sta­tis­ti­ken der Bil­lig­mar­ken. Bei­spiels­wei­se ist Dacia unter dem Lada-Lab­le in Russ­land sehr erfolg­reich. Aus dem güns­ti­gen Renault-Able­ger wur­de inter­na­tio­nal eines der Haupt­stand­bei­ne der Fran­zo­sen. Der ech­te Rus­se, der Lada Gran­ta, führt die Zulas­sungs­sta­tis­tik an und kos­tet dort gera­de nur rund 6 000 Euro. Ein ukrai­ni­scher ZAZ Chan­ce beginnt schon bei Prei­sen um die 5 000 Euro und der Ver­kaufs­schla­ger Lada (Dacia) Lar­gus ist ab cir­ca 8 000 Euro erhält­lich. Der Dat­sun on-DO soll sich mit einem Ein­stiegs­preis von nur etwa 7 000 Euro in die­se Rie­ge ein­rei­hen.

Aber was macht einen gutes rus­si­sches Auto noch aus, außer sei­nem Kampf­preis? Der on-DO ist wie sei­ne Kon­kur­ren­ten ein ech­ter Prag­ma­ti­ker: Vier Türen, fünf Sit­ze, ein Kof­fer­raum mit einem Lade­vo­lu­men von 530 Liter und dazu ein 1,6-Liter-Benziner mit 62,52 Watt, mehr nicht. Selbst­ver­ständ­lich gibt es auch Son­der­aus­stat­tun­gen wie elek­tri­sche Fens­ter­he­ber, eine Sitz­hei­zung, einen On-Board-Com­pu­ter, eine Kli­ma­an­la­ge oder eine Blue­tooth-Schnitt­stel­le. Wie oft es die­se Optio­nen jedoch wirk­lich in einen Dat­sun-Neu­wa­gen schaf­fen wer­den, ist unge­wiss. Drei unter­schied­li­che Aus­stat­tungs­li­ni­en sind jeden­falls ver­füg­bar. Sie hei­ßen „Access“ (Ein­stieg), „Trust“ (Ver­trau­en) und „Dream“ (Traum), oder nur die Anfangs­buch­sta­ben: DAT.

Auch der Name des Fahr­zeugs selbst kommt nicht ohne Bedeu­tungs­ebe­nen aus. Das Wort „Do“ heißt im Japa­ni­schen so viel wie Bewe­gung oder Weg. „On“ steht für „er“ und soll laut Dat­sun die Männ­lich­keit, Stär­ke und Sport­lich­keit des Wagens her­vor­he­ben. Bei einem 85-PS-Prag­ma­ti­ker even­tu­ell etwas dane­ben­ge­grif­fen, aber so soll sich der äußerst mas­ku­li­ne, star­ke und sport­li­che Mann Russ­lands in Zukunft mit einem Dat­sun on-DO fort­be­we­gen.


UltraTech experimentiert mit selbstreinigenden Auto

Auto­wa­schen kann eine äußerst läs­ti­ge Ange­le­gen­heit sein, und eine kost­spie­li­ge noch oben­drein. Des­halb forscht Nis­san nun an einem Schmutz abwei­sen­den Lack, der so gut sein soll, dass man damit sein Auto nie­mals wie­der waschen muss.

Der Nano­tech­no­lo­gie-Lack wird von der US-Fir­ma Ultra­Tech ver­mark­tet und unter dem Namen Ultra-Ever Dry ver­trie­ben. Nis­san ist der ers­te Auto­her­stel­ler, wel­cher die Tech­no­lo­gie auf Autos anwen­det. Der Lack hat extrem hydro­pho­be und oleo­pho­be Eigen­schaf­ten, das bedeu­tet, er weist Was­ser und Öl ab. Dies wird meist als Lotus-Effekt bezeich­net, weil auch an den Blät­tern der Lotus­pflan­ze Was­ser abperlt. Gleich­zei­tig nimmt das Was­ser auch Schmutz­par­ti­kel mit. Auto-Pfle­ge­mit­tel wer­den oft mit dem Schlag­wort Lotus-Effekt oder Nano-Ver­sie­ge­lung bewor­ben, doch meist ergibt sich dabei nur der Vor­teil, dass die Ober­flä­chen nach dem Auf­tra­gen ein­fa­cher zu rei­ni­gen sind. Nis­san ver­spricht sich dage­gen einen selbst­rei­ni­gen­den Effekt. Ultra­Tech erwähnt auf sei­ner Web­site eben­so eine anti­kor­ro­si­ve Wir­kung, da nicht nur Was­ser son­dern auch aggres­si­ve Säu­ren abge­wie­sen wer­den – dadurch könn­ten damit behan­del­te Autos auch lang­sa­mer ros­ten.

Der Lack wird nach Anga­ben des Her­stel­lers am bes­ten auf­ge­sprüht, bei­spiels­wei­se mit einem Air­brush-Gerät. Dabei wird zunächst eine Grund­la­ckie­rung und dann ein Finish auf­ge­tra­gen. Da der Lack emp­find­lich gegen­über UV-Licht ist, sol­len Ober­flä­chen im Frei­en laut Ultra­Tech nur für cir­ca ein Jahr geschützt blei­ben, bevor man die Beschich­tung erneu­ert. Ein wei­te­rer Nach­teil des Lacks ist laut Her­stel­ler, dass es nur eine leicht wei­ße, jedoch noch kei­ne ganz trans­pa­ren­te Form gibt, sodass sich ein Weiß­schlei­er bil­den könn­te. Daher emp­fiehlt Ultra­Tech selbst den Lack gegen­wär­tig nicht für die Anwen­dung auf der Karos­se­rie.

Bei einem Nis­san Note hat sich die Tech­nik bei Regen, Frost, Grau­pel und bei ste­hen­dem Was­ser auf der Stra­ße bis­lang gut bewährt, so der Auto­her­stel­ler. Um die Wirk­sam­keit des Lacks wei­ter zu erfor­schen, wol­len die Inge­nieu­re den selbst­rei­ni­gen­den Note in den kom­men­den Mona­ten wei­ter tes­ten. Plä­ne, die Tech­nik für die Seri­en­la­ckie­rung zu ver­wen­den, gäbe es momen­tan nicht. Die Tech­nik kommt aber als After­mar­ket-Lösung in Betracht, das heißt, sie könn­te Auto­be­sit­zern vom Ser­vice offe­riert wer­den.

Eben­so die Nis­san-Tocher Infi­niti ver­traut auf einen Wun­der-Lack: Etli­che Model­le wer­den mit einem selbst­hei­len­den Anti-Kratz-Lack ange­bo­ten. Die­sem „Scratch Shield“-Lack ist ein elas­ti­sches Harz bei­gefügt, wel­ches unter Wär­me­ein­wir­kung klei­ne Krat­zer selbst­stän­dig aus­glei­chen soll. Unter glei­chen Bedin­gun­gen weist ein Infi­niti mit „Scratch Shield“ bis zu fünf­mal weni­ger Krat­zer auf als ein Wagen mit kon­ven­tio­nel­ler Lackie­rung, so Infi­niti.


Datsun Go: Neue Nissan-Billigmarke stellt erstes Modell vor

indus­trie­blick / foto­lia

Als Her­stel­ler von Kom­pakt­wa­gen wie dem Cher­ry, aber auch des Sport­wa­gens Z, ist Dat­sun in Deutsch­land noch vie­len bekannt. Zu Beginn der 80er-Jah­re ver­schwand die Mar­ke. Jetzt soll sie neu erste­hen – als Bil­lig­mar­ke von Nis­san. Dadurch ist Dat­sun so etwas wie das Ana­lo­gon zu Dacia beim Kon­zern­part­ner Renault, nur dass sich Dat­sun schein­bar auf die Schwel­len­län­der beschrän­ken soll. Das nun ers­te neue Dat­sun-Modell ist der Go. Pre­mie­re fei­er­te der Klein­wa­gen im indi­schen Delhi.

Der Go ist ein Klein­wa­gen mit Schräg­heck und Front­an­trieb und fünf Türen. Er erhält einen 1,2-Liter-Motor, wel­cher an eine Fünf­gang-Schal­tung gekop­pelt wird. Die Län­ge von 3,79 Meter stimmt ver­hält­nis­mä­ßig genau mit der des Nis­san Mic­ra über­ein, der Rad­stand ist der­sel­be. Höhe und Brei­te sind jedoch je drei Zen­ti­me­ter gerin­ger. Für Auto­fah­rer, wel­che sich nie von ihrer Lieb­lings­mu­sik und ihren Lieb­lings­bil­dern tren­nen wür­den, möch­te Dat­sun eine Docking-Sta­ti­on anbie­ten, mit der man sein Smart­pho­ne anbin­den kann. Das Design des Go kommt vom Nis­san-Design­zen­trum in Japan, die tech­ni­sche Ent­wick­lung wur­de aber von indi­schen Inge­nieu­ren besorgt. Her­ge­stellt wird der Go im Renault-Nis­san-Werk in Ora­ga­dam, nahe der süd­in­di­schen Stadt Chen­nai. Der Dat­sun Go soll ab Anfang 2014 in Indi­en zu den Händ­lern kom­men. Der Preis wird unter 400 000 Rupi­en lie­gen, das sind gegen­wär­tig etwa 5 100 Euro. Von einem Ver­kauf in Euro­pa ist bis­her nicht die Rede. Dem Go sol­len noch im Jahr 2014 wei­te­re Dat­sun-Model­le nach­fol­gen, die in Indo­ne­si­en, Russ­land und Süd­afri­ka star­ten sol­len.

Schon im März 2012 hat­te Nis­san bekannt gege­ben, dass Dat­sun auf den Markt zurück­keh­ren wird – als drit­tes Stand­bein neben der Haupt­mar­ke Nis­san sowie der Nobe­lab­tei­lung Infi­niti. Dat­sun spielt eine bedeu­ten­de Rol­le in der mit­tel­fris­ti­gen Stra­te­gie „Nis­san 88 Power“, mit wel­cher der glo­ba­le Markt­an­teil von 5,8 Pro­zent im Jahr 2010 auf acht Pro­zent im Jahr 2016 erhöht wer­den soll.

Dat­sun ist der ältes­te Auto­her­stel­ler in Japan. Das ers­te Modell mit Namen Dat-Go kam schon im Jahr 1914 in Japan auf den Markt. Das Wort Dat bedeu­tet im Japa­ni­schen „blitz­schnell“, steht jedoch auch für die Anfangs­buch­sta­ben der drei Dat­sun-Finan­ciers: Den, Aoya­ma und Takeu­chi. Über­dies wur­de mit den Begrif­fen „Dura­ble, Attrac­tive and Trust­worthy“ für das Auto gewor­ben: lang­le­big, attrak­tiv und zuver­läs­sig. 1933 über­nahm Nis­san-Grün­der Yoshi­suke Aika­wa die Fir­ma, wel­che dann eine Wei­le Dat­son und spä­ter Dat­sun hieß. 1974 wur­de ent­schie­den, die Mar­ke aus­lau­fen zu las­sen. 1984 war in Euro­pa Schluss, aus dem Dat­sun Mic­ra wur­de der noch heu­te ver­käuf­li­che Nis­san Mic­ra.