Logo Autoreparaturen
kostenlose Werkstattsuche
SERVICE HOTLINE: +49 (0)6301 - 600 2999(1)

Schlagwort: Lancia

Deutsche Marken ganz vorn: Deutliche Gewinner, klare Verlierer im Januar

Tomasz Zajda/ foto­lia

Der Jah­res­start ist den Pkw-Her­stel­lern nicht durch­ge­hend gelun­gen. Gewin­ner und Ver­lie­rer ver­tei­len sich auf sämt­li­chen Lagern: Weder Natio­na­li­tät noch Fahr­zeug­grö­ße schien im Janu­ar einen Ein­fluss auf Erfolg zu haben.

Zu den gro­ßen Gewin­nern des ers­ten Monats 2014 gehör­te Maz­da. Wegen der neu­en Model­le Maz­da 3 und Maz­da 6 konn­ten die Japa­ner ihr Vor­jah­res­er­geb­nis um 49 Pro­zent auf 4 331 Neu­zu­las­sun­gen stei­gern. Dies ist der größ­te Zuwachs unter den Her­stel­lern mit min­des­tens einem Pro­zent Markt­an­teil. Auf nied­ri­ge­rem Absatz­ni­veau erfolg­reich waren auch Jagu­ar (plus 101 Pro­zent, 381 Neu­zu­las­sun­gen), Hon­da (plus 53 Pro­zent, 1 651 Neu­zu­las­sun­gen) sowie Che­v­ro­let (plus 26 Pro­zent, 1803 Neu­zu­las­sun­gen). Bei der GM-Toch­ter dürf­te das jedoch auch an dem hohen Rabatt­ni­veau lie­gen, zu dem die Mar­ke nach ihrem ange­kün­dig­ten Rück­zug vom euro­päi­schen Markt gezwun­gen ist.

Ver­lie­rer im Janu­ar waren wie­der­holt die ita­lie­ni­schen Mar­ken. Fiat büß­te etwa zehn Pro­zent sei­ner Neu­zu­las­sun­gen ein und kam somit auf 3 968 Autos. Die klei­ne­ren Schwes­ter­mar­ken Lan­cia (minus 35 Pro­zent) und Alfa Romeo (minus 31 Pro­zent) stie­gen noch wei­ter ab. Um knapp 27 Pro­zent bra­chen die Neu­zu­las­sungs­zah­len bei Hyun­dai ein (4 674 Ein­hei­ten); zu den Grün­den könn­te das dras­ti­sche Zurück­fah­ren der Tages­zu­las­sun­gen zäh­len. Ent­spre­chen­de Plä­ne hat­te der Impor­teur vor kur­zem ange­kün­digt.

Ein bun­tes Bild geben die deut­schen Her­stel­ler ab. Markt­füh­rer VW leg­te um 9,4 Pro­zent auf 47 446 Neu­zu­las­sun­gen zu, Audi stei­ger­te sei­ne Anmel­de­zah­len um 17,5 Pro­zent auf 17 556 Pkw. BMW hielt mit 16 445 Fahr­zeu­gen in etwa den Wert des vor­he­ri­gen Jah­res, Mer­ce­des büß­te 3,6 Pro­zent ein (18 925 Neu­zu­las­sun­gen). Eben­so Sko­da (+18,9) und Seat (+14,2) blie­ben auf Erfolgs­kurs. Unter den Volu­men­her­stel­lern hat sich Ford deut­lich ver­bes­sert. Die Zahl der Neu­zu­las­sun­gen erhöh­te sich um 42 Pro­zent auf 14 604 Fahr­zeu­ge. Jedoch hat­ten die Köl­ner im Vor­jah­res­mo­nat Ver­lus­te in ähn­li­cher Höhe zu bekla­gen. Wett­be­wer­ber Opel sank auf 12 431 Neu­zu­las­sun­gen, was einem Minus von 2,7 Pro­zent ent­spricht.

Alles in allem wur­den in Deutsch­land im Janu­ar 205 996 Pkw erst­mals ange­mel­det. Das sind 7,2 Pro­zent mehr als zu Beginn des Vor­jah­res.


Aktueller EuroNCAP-Crashtest

toxx_105/ foto­lia

Bei den EuroN­CAP-Crash­tests gibt es einen gleich­blei­ben­den Wett­lauf: Zunächst erwei­tern die EuroN­CAP-Exper­ten den Test um moder­ne Sicher­heits­fea­tures und die Auto­her­stel­ler schnei­den mise­ra­bel ab. Dar­auf­hin pas­sen die Auto­fa­bri­kan­ten ihre Kon­struk­tio­nen an und lie­gen mit ihren neu­en Model­len fast alle auf Fünf-Ster­ne-Niveau. Aktu­ell scheint Letz­te­res der Fall zu sein: Von zwölf neu­en Autos schnit­ten beim EuroN­CAP-Crash­test elf mit der Maxi­mal­no­te ab. Geschafft haben das die Model­le Audi Q3, BMW 1er, Che­v­ro­let Cap­ti­va, Fiat Fre­e­mont, Ford Ran­ger, Hyun­dai Velos­ter, Mer­ce­des M-Klas­se, Opel Astra, Opel Zafi­ra Tou­rer, Lan­cia The­ma und Toyo­ta Yaris. Aus­schließ­lich der Lan­cia Voya­ger bekam vier Ster­ne.

Mit dem Ford Ran­ger bekam nun zum ers­ten Mal ein Pick-up die Traum­no­te. Die drit­te Gene­ra­ti­on des Fahr­zeugs wur­de von Ford Aus­tra­lia ent­wi­ckelt und bie­tet eine bedeu­ten­de Ver­bes­se­rung gegen­über der vor­he­ri­gen Ver­si­on, die 2008 gra­de mal zwei Ster­ne erhielt. Die Exper­ten beto­nen beson­ders die guten Ergeb­nis­se in punc­to Fuß­gän­ger­schutz. In die­ser Dis­zi­plin glän­zen auch der BMW 1er, die Mer­ce­des M-Klas­se und der Toyo­ta Yaris. Ein Lob von den EuroN­CAP-Exper­ten gibt es auch für den der Fiat Fre­e­mont, die M-Klas­se und die bei­den Lan­ci­as durch ihre akti­ve Front­hau­be. Die­se Art von Hau­ben wer­den bei einem Fuß­gän­ger-Auf­prall auto­ma­tisch ange­ho­ben, um eine Ver­let­zung durch har­te Tei­le vor­zu­beu­gen.

Fiat Fre­e­mont, Lan­cia Voya­ger und Lan­cia The­ma sind die ers­ten drei Fahr­zeu­ge von Chrys­ler und Fiat, die nach der Aneig­nung der Chrys­ler-Mehr­heit durch Fiat für Euro­pa umge­la­belt wur­den. Der The­ma bekam gan­ze fünf Ster­ne, wäh­rend der Voya­ger einen dar­un­ter lag. Ver­gli­chen mit dem Crash­test-Ergeb­nis im Jah­re 2007 hat sich der Voya­ger in der neu­en Vari­an­te beim Fuß­gän­ger­schutz deut­lich ver­bes­sert, schnei­det jedoch beim Schutz von erwach­se­nen Insas­sen und Kin­dern noch nicht opti­mal ab.


Neu gefedert: BMW 1er, Mini Coupé, Lancia Ypsilon und Volvo S60

Für gan­ze vier neue Fahr­zeu­ge bie­tet H&R jetzt neue Fahr­werks­kom­po­nen­ten an. Die neue Auf­la­ge des BMW 1er erhält einen von zwei Federn­sät­zen. Die ers­te Ver­si­on legt das Auto 35 Mil­li­me­ter tie­fer. Noch ein biss­chen direk­ter ist der zwei­te Federn­satz. Er beför­dert die Karos­se­rie um etwa 45 Mil­li­me­ter näher an den Asphalt. Die bei­den Tie­fer­le­gun­gen schla­gen mit 261 Euro zu Buche bezie­hungs­wei­se im straf­fe­ren Fall 296 Euro. Bald auch im Pro­gramm sind Spur­ver­brei­te­run­gen bestehend aus einer Alu-Legie­rung.

Eben­so für das Mini Cou­pé gibt es mitt­ler­wei­le H&R-Sportfedern. Sie kos­ten 205 Euro und legen das Auto knapp 30 Mil­li­me­ter tie­fer. Für beweg­li­che­res Hand­ling bie­tet der Len­ne­städ­ter Spe­zia­list ein Gewin­de­fahr­werk an, mit dem sich die Höhe des Autos im Rah­men der vom TÜV geprüf­ten Wer­te opti­mie­ren lässt. Noch direk­ter geht es mit der tie­fen Vari­an­te des Gewin­de­fahr­werks zur Sache. Mit ihr lässt sich die Vor­der­ach­se um maxi­mal 60 Mil­li­me­ter absen­ken. Bei­de Gewin­de­fahr­wer­ke sind für jeweils 1 083 Euro zu bekom­men. Wie beim 1er sind auch hier Spur­ver­brei­te­run­gen in der Mache.

Für den neu­en Lan­cia Ypsi­lon gibt es des Wei­te­ren eine Tie­fer­le­gung mit­tels Federn­satz. Sie rückt das Auto rund 30 Mil­li­me­ter in Rich­tung Stra­ße und kos­tet 213 Euro. Eben­so den Vol­vo S60 kann man um gan­ze 30 Mil­li­me­ter tie­fer legen – und dies für 261 Euro. Hier gibt es in abseh­ba­rer Zeit Spur­ver­brei­te­run­gen. Das H&R-Programm für mehr als 1 500 unter­schied­li­che Fahr­zeug­ty­pen ist im Fach­han­del erhält­lich. Die Tei­le ver­fü­gen stets über eine gene­rel­le Betriebs­er­laub­nis (ABE) oder ein TÜV-Tei­le­gut­ach­ten.


Das Ranking der Automarken 2010 im Vergleich

Ins­ge­samt wur­den 2010 etwa 23 Pro­zent weni­ger Neu­wa­gen zuge­las­sen, die Fol­gen der Abwrack­prä­mie sind noch deut­lich spür­bar. Ledig­lich im Dezem­ber wur­den wie­der mehr Autos gekauft als im Vor­jah­res­mo­nat und damit 6,9 Pro­zent mehr als im Dezem­ber 2009. 2009 war ein Jahr der Super­la­ti­ve für den deut­schen Auto­markt, es wur­den dank Abwrack­prä­mie 3,8 Neu­zu­las­sun­gen gemel­det. Im Ver­gleich zum abwrack­prä­mi­en­frei­en Jahr 2008 steht 2010 den­noch gut da, wes­halb man opti­mis­tisch ins neue Jahr bli­cken kann. Eine ste­ti­ge und sta­bi­le Erho­lung des Mark­tes soll posi­tiv stim­men, man rech­net mit 3,1 Mil­lio­nen Neu­zu­las­sun­gen und mehr.

Der Anteil von deut­schen Kon­zern­mar­ken hat sich von 66 auf 70 Pro­zent ver­grö­ßert, so der VDA 2010. Um 11 Pro­zent­punk­te stieg der Anteil von neu zuge­las­se­nen PKW mit Die­sel­an­trieb auf stol­ze 42 Pro­zent, vier von sol­chen Die­sel-Autos stam­men von Pro­du­zen­ten aus Deutsch­land. Auch der Export boomt wie­der. Die Auf­trä­ge stie­gen im Dezem­ber um 14 Pro­zent an, im Gesamt­jahr um ein Fünf­tel. Ins­ge­samt wur­den etwa ein Vier­tel Autos mehr ver­kauft, was etwa 4,2 Mil­lio­nen PKW ent­spricht. 2011 wer­den, so der VDA, etwa 4,4 Mil­lio­nen Autos ver­kauft wer­den. Man geht für 2011 von einem neu­en Rekord­jahr für den Export aus.

Die ein­zel­nen Auto­mar­ken erfreu­en sich unter­schied­li­cher Beliebt­heit und ste­hen anteils­mä­ßig unter­schied­lich da. Lan­cia ver­zeich­ne­te ein Minus von 28,1 Pro­zent im Ver­gleich zum Janu­ar bis Dezem­ber 2009 und hat­te damit 2010 einen Markt­an­teil von 0,1 Pro­zent.

Es wur­den ins­ge­samt 1 463 Lan­ci­as zuge­las­sen und Lan­cia geht damit an letz­te Stel­le auf Platz 32.

Platz 31 belegt Lada mit einem Markt­an­teil von 0,1 Pro­zent im Jahr 2010 sowie 2 388 Neu­zu­las­sun­gen. Er erhält damit ein Minus von 48,3 Pro­zent zum Vor­jahr.

Auf Platz 30 liegt Jagu­ar mit 3 166 Neu­zu­las­sun­gen und einem Plus von 8,8 Pro­zent, sein Markt­an­teil betrug 0,1 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 29 mit 5 317 Neu­zu­las­sun­gen erhält Daihatsu. Der Markt­an­teil die­ser Mar­ke betrug 2010 0,2 Pro­zent und erhält damit ein Minus von 49,8 Pro­zent.

Platz 28 geht an Chrys­ler sowie Jeep und Dodge mit einem Minus von 17,4 Pro­zent und einem Anteil von 0,2 Pro­zent am Markt im Jahr 2010. Es wur­den 6 363 Neu­zu­las­sun­gen ver­bucht.

Auf Platz 27 liegt Land Rover mit 6 580 Neu­zu­las­sun­gen und einem Plus von 30,6 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 0,2 Pro­zent.

Platz 26 belegt Sub­aru mit 7 763 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 15,7 Pro­zent – Markt­an­teil ist 03 Pro­zent.

Platz 25 geht an Alfa Romeo mit 8 621 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 28,1 Pro­zent, damit ein Markt­an­teil von 0,3 Pro­zent im ver­gan­ge­nen Jahr.

Platz 24 belegt Por­sche mit 16 257 Neu­zu­las­sun­gen sowie einem Markt­an­teil von 0,6 Pro­zent und erhält ein Plus von 6,0 Pro­zent.

Platz 23 belegt Che­v­ro­let mit 24 483 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 21,7 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 0,8 Pro­zent.

Platz 22 belegt Mitsu­bi­shi mit 24 873 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 18,2 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 0,9 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 21 belegt Vol­vo mit 25 795 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 1,0 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 0,9 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 20 sicher­te sich Smart mit 29 069 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 14,5 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 1,0 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 19 ging an Hon­da mit 30 432 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 32,6 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 1,0 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 18 beleg­te Suzu­ki mit 32 549 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 45,0 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 1,1 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 17 beleg­te Kia mit 36 624 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 33,9 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 1,3 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 16 beleg­te Maz­da mit 46 210 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 23,0 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 1,6 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 15 ging an Seat mit 50 449 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 27,3 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 1,7 Pro­zent im letz­ten Jahr.

Platz 14 beleg­te Nis­san inkl. Infi­niti mit 61 375 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 7,7 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 2,1 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 13 ging an Citro­ën mit 68 436 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 32,5 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 2,3 Pro­zent im letz­ten Jahr.

Platz 12 beleg­te Hyun­dai mit 74 287 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 18,7 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 2,5 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 11 erziel­te Fiat mit 78 190 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 52,3 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 2,7 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 10 erreich­te Toyo­ta inkl. Lexus mit 78 708 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 43,2 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 2,7 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 9 erziel­te Peu­geot mit 84 242 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 35,3 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 2,9 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 8 ging an Sko­da mit 132 150 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 30,7 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 4,5 Pro­zent im letz­ten Jahr.

Platz 7 erreich­te Renault inkl. Dacia mit 153 555 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 32,0 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 5,3 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 6 erziel­te Ford mit 198 156 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 31,8 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 6,8 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 5 ging an Audi mit 226 872 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 3,4 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 7,8 Pro­zent im letz­ten Jahr.

Platz 4 erreich­te Opel mit 233 498 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 31,0 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 8,0 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 3 erziel­te BMW inkl. Mini mit 266 729 Neu­zu­las­sun­gen und einem Plus von 3,4 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 9,1 Pro­zent im Jahr 2010.

Platz 2 ging an Mer­ce­des mit 281 240 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 0,5 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 9,6 Pro­zent im letz­ten Jahr.

Platz 1 als Spit­zen­rei­ter erreich­te VW mit 613 808 Neu­zu­las­sun­gen und einem Minus von 23,8 Pro­zent sowie einem Markt­an­teil von 21,0 Pro­zent im Jahr 2010.


Beliebte Oldtimer

El Papparazzo/Fotolia

Der Han­del mit Old­ti­mern wird immer loh­nens­wer­ter, da deren Besit­zer gern viel Geld im Jahr für ihre kost­ba­ren Lieb­lin­ge aus­ge­ben – bis zu 1,6 Mil­li­ar­den (Euro?) jähr­lich.

Old­ti­mer sind ein wah­rer Wirt­schafts­fak­tor und ein Mit­tel zur Image­pfle­ge für die deut­schen Auto­bau­er. Auch als Geld­an­la­ge sind Old­ti­mer eine ren­ta­ble Mög­lich­keit für deren Lieb­ha­ber. Dann soll­ten sie aber zu den ech­ten Klas­si­kern gehö­ren, da die­se im Wert immer wei­ter stei­gen. Trotz­dem es der­zeit einen gro­ßen Ersatz­teil­markt gibt, pflegt die Auto­in­dus­trie über die Old­ti­mer pri­mär ihr Image.

Pre­mi­um­mar­ken exis­tie­ren vor allem durch die Bewun­de­rung derer, denen die­se Model­le uner­reich­bar erschei­nen. Bei BMW bei­spiels­wei­se ist der Umsatz mit Old­ti­mern jedoch gering­fü­gig im Ver­hält­nis zum Gesamt­ge­schäft. Der Markt ist den­noch vor­han­den, betrug er doch laut Old­ti­mer-Welt­or­ga­ni­sa­ti­on „Fédé­ra­ti­on Inter­na­tio­na­le des Véhi­cu­les Anci­ens“ (FIVA) 2006 4,6 Mil­li­ar­den Euro und EU-weit etwa 19,2 Mil­li­ar­den Euro. In Deutsch­land kam eine Stu­die vom Bun­des­ver­band für Clubs klas­si­scher Fahr­zeu­ge auf 5,5 Mil­li­ar­den Euro. Beson­ders beliebt sind alte Sport- und Luxus­au­tos mit sicher­lich anstei­gen­den Prei­sen, nach­dem es Anfang 2010 einen leich­ten Rück­schlag gab. Den stärks­ten Wert­zu­wachs und damit den ers­ten Platz erreich­te jedoch nicht der Flü­gel­tü­rer von Mer­ce­des 300 SL, son­dern die gute, betag­te „Ente“ Citro­ën 2 CV.

Durch die Repa­ra­tu­ren von kost­ba­ren Old­ti­mern pro­fi­tie­ren laut Ver­band des Deut­schen Kraft­fahr­zeug­ge­wer­bes (ZDK) etwa 1 500 bis 2 000 Werk­stät­ten mit im Schnitt acht Mit­ar­bei­tern pro Betrieb, Ten­denz auf­wärts. Auch die Zulie­fe­rer bestärkt dies in ihrem Inter­es­se, wie etwa Bosch. Der Mar­ken­wert spielt eine gro­ße Rol­le und Lieb­ha­ber wie Pro­du­zen­ten bevor­zu­gen Ori­gi­nal­tei­le.

Vie­le wis­sen nicht, dass auch die Autos der 1970er bereits zu den Old­ti­mern zäh­len, z. B. der Mer­ce­des SL. Wenn eine Bau­rei­he been­det ist, wird 15 Jah­re danach die Ersatz­teil­sor­ge an die Klas­sik­spar­te abge­ge­ben. Wenn Tei­le sehr gefragt sind, wer­den sie auch nach­pro­du­ziert. Der Bedarf an Tei­len für Autos, die älter als 30 Jah­re sind und das H-Kenn­zei­chen für his­to­risch tra­gen dür­fen, wächst dabei ste­tig. 2010 wur­den auf deut­schen Stra­ßen fast 210 000 Autos mit H-Kenn­zei­chen ver­zeich­net, was ein Plus von 158 Pro­zent seit dem Jahr 2000 dar­stellt. Auch wenn die Abwrack­prä­mie eine gewis­se Aus­le­se ver­ur­sacht hat und der Bestand an Autos bis zu einem Alter von 15 Jah­ren bis Anfang 2010 von 5,8 Mil­lio­nen auf 4,6 Mil­lio­nen zurück­ging, hat es kei­nen wirk­li­chen Ein­bruch in ihrem Sie­ges­zug gege­ben. Wel­che Klas­si­ker ein loh­nens­wer­tes Geschäft ver­spre­chen, lesen sie im kom­men­den Abschnitt.

Im Mai 2009 zahl­te ein Fan 9 020 000 Euro für einen von 22 gebau­ten Fer­ra­ri 250 Tes­ta Ros­sa von 1957. Ein Preis, der 2008 kaum vor­stell­bar gewe­sen wäre.
Für 10,9 Mil­lio­nen Dol­lar wur­de im Jahr 2008 ein 1961er Fer­ra­ri 250 GT Cali­for­nia Spi­der in Mara­nel­lo ver­kauft.

Astro­no­mi­sche Prei­se wur­den im August 1988 nach dem Tod Enzo Fer­ra­ris fort­an für klas­si­sche Fer­ra­ri bezahlt. Nach­fol­ger die­ser Ten­denz waren Autos wie Aston Mar­tin DB4 und DB5 sowie Por­sche 356. Der Höhe­punkt des Old­ti­mer-Geschäfts zwi­schen 1988 und Janu­ar 1990 bewirk­te einen Preis­an­stieg für einen Fer­ra­ri 365 GTB/4 Day­to­na von 400 000 auf 1 Mil­li­on D-Mark. Seit dem gro­ßen Crash im Jahr 1990 haben die Prei­se sel­bi­ges Niveau nicht mehr erreicht, sie stei­gen seit­dem aber wie­der kon­ti­nu­ier­lich an - seit 1990 um 7,5 Pro­zent pro Jahr.

Der Mer­ce­des 300 SL ver­lor seit 1990 auch an Wert, damals mit einem Preis um die 600 000 D-Mark zu haben und ab 1999 nur noch mit 330 000 D-Mark Wert am Markt. Die­ser Tief­stand ist über­wun­den. Heu­te zahlt man wie­der 450 000 Euro. Für sei­nen Flü­gel­tü­ren-Bru­der muss man als Käu­fer sogar mehr als 500 000 Euro bezah­len. Eine Kom­plett­über­ho­lung kos­tet bei einer guten Pro­fi­werk­statt locker 200 000 Euro, spe­zi­el­le Wün­sche exclu­si­ve. Auch der Audi-Quat­tro hat eine Wert­stei­ge­rung auf 20 000 Euro erreicht.

Der Sam­ba-Bul­li, der schon lan­ge gesam­melt wird, kos­te­te im Jahr 2009 im Zustand 1 bereits 39 000 Euro. Bei Zustand 1 muss­te man als Samm­ler 50 000 Euro berap­pen. Das Ange­bot ver­knappt sich durch die Viel­zahl der Inter­es­sen­ten auch aus den USA.

Hohe Ren­di­ten erzie­len auch Sport­wa­gen wie der NSU TTS mit weit über 20 000 Euro, im Jahr 2000 aller­dings für die Hälf­te zu haben.

Auch All­tags-Fahr­zeu­ge wie der Citro­ën 2CV stei­gen im Wert. Im Zustand 1 erreicht er einen Preis von 10 000 Euro. Neu kos­te­te er 1990 nur 9990 D-Mark. Für einen 2 CV Saha­ra muss man in Zustand 2 etwa 40 000 Euro bezah­len, vor­aus­ge­setzt man erhält ein solch sel­te­nes Stück.

Top-Model­le des Fiat 500 kos­ten bereits über 10 000 Euro. Für eine Giulia 1300 Super in Zustand 1 muss man 20 000 Euro berap­pen, die Prei­se stei­gen hier­für kon­stant.

Der Car­re­ra RS hat eine Spit­zen­po­si­ti­on bei Prei­sen von 65 000 im Jahr 2001 auf aktu­ell 200 000 Euro ein­ge­nom­men und sich damit explo­si­ons­ar­tig ent­wi­ckelt.
Gro­ße Mar­ken, wie Mer­ce­des-Benz, Por­sche und Fer­ra­ri ver­spre­chen gene­rell eine Wert­stei­ge­rung. Beson­de­re Wert­stei­ge­run­gen berei­ten bei den Model­len Cou­pé oder Cabrio mit leis­tungs­star­kem Motor, gerin­ger Stück­zahl, nach­voll­zieh­ba­rer His­to­rie und Erfol­gen im Motor­sport. Der 911 Car­re­ra RS zählt dazu, eben­so der Mer­ce­des W124, wei­ter­hin ver­schie­de­ne Cabri­os und Cou­pés sowie der W123. Zum Samm­ler­stück ent­wi­ckelt sich gera­de auch der W124. Nach­dem die Cabrio-Vari­an­ten bevor­zugt wur­den und Aus­stat­tung sowie gro­ße Moto­ren beein­druck­ten, kom­men nun auch die gewöhn­li­chen Model­le zur Gel­tung bei den Samm­lern. Für ein Top-Exem­plar des E500 aus ers­ter Hand berappt man bei weni­ger als 100 000 Kilo­me­tern locker 25 000 Euro. Ein 450 SEL kos­tet in Zustand 1 etwa 19 000 Euro. Für einen 6.9er muss man das Dop­pel­te bezah­len.

Teu­rer wer­den sicher­lich auch der Saab 900 Cabrio, der Audi A2, der Opel Speeds­ter, der Renault Avan­ti­me, der Sub­aru SVX sowie der Lan­cia The­sis. Der Por­sche 911 vom Typ 993 kos­tet bei Zustand 2 bereits 40 000 Euro und hat eine gro­ße Zukunft vor sich. Der Mer­ce­des SL Bau­mus­ter R129 war tech­ni­sches Vor­zei­ge­mo­dell in den 90er Jah­ren und ist momen­tan preis­güns­tig zu haben. Für einen Mer­ce­des 500 SL braucht man nur 15 000 Euro anzu­le­gen. Oft­mals ist aber der Lieb­ha­ber­wert weit über dem Markt­wert ange­sie­delt, beson­ders bei Autos wie dem Opel Rekord D, VW K70, Renault 16, Rover P6, Citro­ën GS oder einem NSU Ro 80. Der Wertstand steht hier still. Gro­ße Rück­schrit­te sind beson­ders bei den gut­bür­ger­li­chen Vor­kriegs­au­tos zu erken­nen, mit eini­gen Aus­nah­men, wie dem BMW 327, Horch 835, Jagu­ar SS und diver­sen Vor­kriegs-Mer­ce­des. Die­se haben an Wert beson­ders in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zuge­legt. Der Borg­ward Isa­bel­la erlebt momen­tan einen Still­stand. Die meis­ten Besit­zer gehö­ren der älte­ren Gene­ra­ti­on an. Der Jagu­ar MK II erlebt momen­tan einen Still­stand bei Rekord­prei­sen und ist längst arri­viert.

Man soll­te bei allem nie ver­ges­sen, dass der Betrieb und Unter­halt eines sol­chen Klas­si­kers genau­so Geld kos­tet, wie bei jedem ande­ren Auto und man nicht genau weiß, ob man das, was man bezahlt hat, auch wie­der zurück­er­hält.