Logo Autoreparaturen
kostenlose Werkstattsuche
SERVICE HOTLINE: +49 (0)6301 - 600 2999(1)

Schlagwort: Nissan

Auto selbst reparieren: Was ist bei modernen Fahrzeugen noch möglich?

Photographee.eu / foto­lia

Bis vor etwa 20 Jah­ren galt es als selbst­ver­ständ­lich und sogar als Ehren­sa­che, eine klei­ne Repa­ra­tur am Auto selbst durch­zu­füh­ren. Das spar­te Kos­ten und war oft die effek­tivs­te Pan­nen­hil­fe in Ost und West: Wer als West­deut­scher mit dem VW oder Opel unter­wegs war, wuss­te sich zumin­dest in länd­li­chen Gegen­den oder im Aus­land am liebs­ten selbst zu hel­fen, ehe eine Werk­statt gefun­den wur­de. Die ost­deut­schen Besit­zer von Tra­bant und Wart­burg hat­ten als Stan­dard­werk­zeug immer einen Ham­mer (!) im Auto, der Trab­bi brauch­te bei­spiels­wei­se gele­gent­lich einen leich­ten Schlag auf den Anlas­ser, damit die­ser funk­tio­nier­te. Beim Wart­burg sprang gern der Getrie­be­schalt­he­bel her­aus, ein Hand­griff genüg­te aber, um ihn wie­der ein­ras­ten zu las­sen. Die west­deut­schen Lands­leu­te waren der­weil oft damit beschäf­tigt, den Keil­rie­men ihres VW Käfer selbst zu wech­seln. Kurz und gut: Tech­ni­sches Grund­ver­ständ­nis genüg­te für sol­che Arbei­ten. Aber heu­te?

Der schwie­ri­ge Lam­pen­wech­sel

Ab den 1990er Jah­ren hielt die Elek­tro­nik Ein­zug in die Fahr­zeug­tech­nik, das setz­te den Do-it-yours­elf-Repa­ra­tu­ren mehr und mehr enge Gren­zen. Doch die Elek­tro­nik ist es nicht allein: Auch die Anord­nung vie­ler Bau­tei­le, ange­fan­gen bei den Lam­pen, ist bei eini­gen Model­len so kom­pli­ziert, dass der Wech­sel ohne Werk­statt ein­fach nicht zu schaf­fen ist. Die Auto­fah­rer sind oft der Auf­fas­sung, dass doch zumin­dest ein Lam­pen­wech­sel oder mecha­ni­sche Defek­te selbst zu behe­ben sein müss­ten, doch es gibt enge Gren­zen. Für den Glüh­bir­nen­wech­sel muss oft der kom­plet­te Kot­flü­gel her­un­ter, manch­mal muss das Auto dafür auch auf eine Hebe­büh­ne. Es gibt Aus­nah­men wie etwa beim Nis­san Note, bei dem der Fah­rer nur eine Man­schet­te lösen und mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl die Klam­mer zur Sei­te schie­ben muss, was nach dem drit­ten Lam­pen­wech­seln mit geschlos­se­nen Augen gelingt. Kei­ne Chan­ce hin­ge­gen beim Klein­wa­gen Hon­da Jazz oder beim Smart Cabrio: Die vor­de­re Ver­klei­dung muss ab, das schafft ordent­lich nur eine Werk­statt. Beim Chrys­ler 300 M dau­ert ein Lam­pen­wech­sel in der Werk­statt 72 Minu­ten und ist ent­spre­chend teu­er. Dabei hängt der kom­pli­zier­te Wech­sel nicht von der Preis­klas­se des Autos ab, denn beim Por­sche Boxs­ter kön­nen die Fah­rer mit bei­lie­gen­dem Werk­zeug ihren Front­schein­wer­fer selbst her­aus­bau­en, was auch der tech­ni­sche Laie in fünf Minu­ten schafft. Das soll­te eigent­lich zum Stan­dard wer­den, denn schon seit eini­gen Jah­ren gibt es die Ergän­zung 07 zur EU-Richt­li­nie ECE 48, die den Her­stel­lern vor­schreibt, die Schein­wer­fer so zu kon­stru­ie­ren, dass die Fah­rer die Lam­pen mit Bord­mit­teln selbst aus­tau­schen kön­nen. Das gilt natür­lich nur für euro­päi­sche Fahr­zeu­ge und hier wie­der­um nicht für LED- und Xenon-Anla­gen, an denen hohe Span­nun­gen anlie­gen. Es bleibt dabei: Ein schlich­ter Lam­pen­wech­sel kann teu­er wer­den.

Was ist an moder­nen Autos noch selbst zu repa­rie­ren?

Eini­ge Din­ge funk­tio­nie­ren natür­lich noch mit eige­nen Hand­grif­fen, das muss im Pan­nen­fall auch so sein:

- Ein Rad kann jeder Auto­fah­rer mit dem Rad­schlüs­sel und dem Wagen­he­ber selbst wech­seln.

- Der Aus­puff kann selbst gewech­selt wer­den, wenn eine Hebe­büh­ne vor­han­den und der Aus­puff nicht zu ver­ros­tet ist.

- Bei vie­len Fahr­zeu­gen las­sen sich die Brems­be­lä­ge selbst erneu­ern, jedoch ist der vor­he­ri­ge Blick in die Bedie­nungs­an­lei­tung zwin­gend: Manch­mal ist ein Dia­gno­se­ge­rät für das Jus­tie­ren der Belä­ge erfor­der­lich.

- Den Wech­sel der Bat­te­rie schaf­fen die meis­ten Fah­rer noch allein.

- Einen Öl-, Luft­fil­ter- und Kühl­was­ser­wech­sel ermög­li­chen eben­falls fast alle moder­nen Autos durch einen Lai­en.

- Eigent­lich nicht zu den Repa­ra­tu­ren gehö­ren das Auf­fül­len von Was­ser für die Schei­ben­wasch­an­la­ge und ein Aus­tausch von Schei­ben­wi­scher­blät­tern, auch das schafft jeder Fah­rer selbst.

Es gibt die Mög­lich­keit, eine Miet­werk­statt zu nut­zen, in der auch ein Kfz-Meis­ter vor Ort ist. Wenn für die Brems­be­lä­ge ein Dia­gno­se­ge­rät erfor­der­lich ist, gibt es die­ses in der Werk­statt, doch bei vie­len Autos las­sen sich neue Brems­be­lä­ge selbst jus­tie­ren und übri­gens auch nicht ver­kehrt her­um ein­bau­en.

Bei den benö­tig­ten Tei­len lohnt es sich online zu ver­glei­chen. Ins­be­son­de­re bei gebrauch­ten Auto­tei­len kann hier viel Geld gespart wer­den.

Bera­tung durch den Fach­mann

Wen nur ein Hauch von Unsi­cher­heit besteht, ist eine fach­män­ni­sche Bera­tung zwin­gend, bevor jemand selbst Hand anlegt. Es dro­hen sonst Unfäl­le, wei­te­re Pan­nen sowie der Ver­lust von Garan­ti­en und Ver­si­che­rungs­an­sprü­chen. Grund­sätz­lich gilt bei moder­nen Autos: Fin­ger weg von der Elek­tro­nik. Der ADAC ver­weist dar­auf, dass der Laie hier Schä­den mas­siv ver­grö­ßern kann, statt sie zu behe­ben. Dann wird die Repa­ra­tur in der Werk­statt erst rich­tig teu­er.


Der neue Suzuki Vitara im exklusiven Test

Artur She­vel / foto­lia

Der aktu­el­le Vita­ra – die bereits vier­te Gene­ra­ti­on nach den Model­len von 1988, 1998 und 2005 – beginnt am 18. April 2015. Rein Optisch ist das Auto gut gelun­gen. Das kann auch dar­an lie­gen, dass man sich an oft hoch­ge­schätz­ten Vor­bil­dern ori­en­tiert hat: Wäh­rend sich der Swift gestal­te­risch an den Mini ori­en­tiert, ist es beim Vita­ra der exqui­si­te Ran­ge Rover Evo­que. An die­sen erin­nern beson­ders die Front und die Schmuck­leis­ten unter den A-Säu­len. Wie der Evo­que lässt sich der Vita­ra farb­lich sehr indi­vi­du­ell gestal­ten.

Der Qua­li­täts­ein­druck im Cock­pit ist ein nega­ti­ver: Egal, woge­gen man klopft, es klingt stets nach Joghurt­be­cher. Und das schwar­ze Hart­plas­tik, aus dem das Arma­tu­ren­brett besteht, gehört eigent­lich in die 90er-Jah­re.

Nun zum Posi­ti­ven: Die Seri­en­sit­ze sind gut ver­ar­bei­tet. Nur wenn der Fah­rer sehr stark in die Kur­ven geht, wackelt man als Bei­fah­rer ein wenig hin und her – dem Fah­rer kann ist das egal, er klam­mert sich ja ans Lenk­rad. Wer an sei­nen Neben­mann denkt, kauft lie­ber die optio­na­len Velours­le­der­sit­ze, die spen­die­ren bes­se­ren Sei­ten­halt am Rücken. Der Raum im Fond ist auch für mit­tel­gro­ße Erwach­se­ne hin­rei­chend. Ein in zwei Höhen instal­lier­ba­rer Ein­le­ge­bo­den gewähr­leis­tet in der obe­ren Posi­ti­on das pro­blem­lo­se Hin­ein­schie­ben und Her­aus­zie­hen von Geträn­ke­kis­ten. Wer­den die Rück­sit­ze umge­klappt ergibt sich ein stu­fen­lo­ser Lade­bo­den. Das Volu­men von 375 bis 1 120 Liter ist jedoch nur mit­tel­mä­ßig.

Erfreu­lich an der Moto­ren­pa­let­te ist zunächst mal, dass sie über­schau­bar und leicht zu mer­ken ist: Es gibt einen Ben­zi­ner und einen Die­sel, bei­de haben 88 kW, und bei­de sind auf Wunsch mit Front- oder All­rad­an­trieb erhält­lich. Der Die­sel ist mit der mühe­los bedien­ba­ren Sechs­gang-Schal­tung mehr als nur ein Hoff­nungs­schim­mer. Er stammt zwar von Fiat und nicht wie der Ben­zi­ner von Suzu­ki, und es gibt ihn pikan­ter­wei­se sogar im ent­spre­chen­den Fiat 500X. Aber das spielt für den Käu­fer kei­ne Rol­le. Das Aggre­gat bringt das Auto ordent­lich in Schwung und das bei 320 New­ton­me­ter Dreh­mo­ment. Der Norm­ver­brauch beträgt rekord­ver­däch­ti­ge 4,2 Liter, das sind gera­de mal 0,2 Liter mehr als beim Front­trieb­ler. Der Bord­com­pu­ter zeig­te mit 5,7 Liter wie gewöhn­lich etwas mehr an. Eine Start-Stopp-Auto­ma­tik hin­dert an der roten Ampel vor sinn­lo­sem Ver­brauch.

Der auto­ma­ti­sche Motor­stopp ist auch klang­lich ein Vor­teil, denn der Selbst­zün­der läuft ein wenig rau. Das Fahr­werk hat jedoch den Vor­teil, dass es in der Kur­ve einen recht genau­en Ein­druck hin­ter­lässt. Auf schlech­tem Belag wirkt der Vita­ra ver­ein­zelt etwas unkom­for­ta­bel, aber das geht für die­se Klas­se in Ord­nung.

Als Kon­tra­hen­ten für den Vita­ra nennt Suzu­ki vor allem desi­gnori­en­tier­te Klein-SUVs von Impor­teu­ren: Den Citro­ën C4 Cac­tus, Peu­geot 2008, Renault Cap­tur sowie den Nis­san Juke. Die Best­sel­ler die­ses Seg­ments, den Sko­da Yeti und Opel Mok­ka, möch­te Suzu­ki also nicht vor­ran­gig angrei­fen. Die Prei­se für den Vita­ra begin­nen bei preis­wer­ten 17 990 Euro, wei­ter geht es dann bei 20 000 Euro. Der gefah­re­ne Vita­ra 1.6 DDiS 4×4 ist für 24 790 Euro erhält­lich.

Motor und AntriebSuzu­ki Vita­ra 1.6 DDiS 4×4 
Motor­artTur­bo­die­sel mit Com­mon-Rail-Ein­sprit­zung
Zylin­der4
Ven­ti­le4
Hub­raum in ccm1.598
Leis­tung in PS120
Leis­tung in kW88
bei U/min3.750
Dreh­mo­ment in Nm320
bei U/min1.750
Antriebzuschalt­ba­rer All­rad­an­trieb
Gän­ge6
Getrie­beSchal­tung
Fahr­werk 
Räder, Rei­fen vorn17-Zoll-Alu­rä­der mit Rei­fen 21555 R17
Räder, Rei­fen hin­tenwie vor­ne
Gelän­de­kom­pe­tenz 
Böschungs­win­kel vorn in Grad18,2
Böschungs­win­kel hin­ten in Grad28,2
Boden­frei­heit in mm185
Maße und Gewich­te 
Län­ge in mm4.175
Brei­te in mm1.775
Höhe in mm1.610
Rad­stand in mm2.500
Leer­ge­wicht in kg1.370
Zula­dung in kg500
Kof­fer­raum­vo­lu­men in Liter375
Kof­fer­raum­vo­lu­men, varia­bel in Liter1.120
Tank­in­halt in Liter47
Fahr­leis­tun­gen / Ver­brauch 
Höchst­ge­schwin­dig­keit in km/h180
Beschleu­ni­gung 0-100 km/h in Sekun­den12,4
EG-Gesamt­ver­brauch in Liter/100 km4,2
EG-Ver­brauch inner­orts in Liter/100 km4,7
EG-Ver­brauch außer­orts in Liter/100 km4,0
CO2-Emis­si­on in g/km111
Schad­stoff­klas­seEuro 6

EuroNCAP: Crashtests mit BMW 2er Active Tourer, Skoda Fabia, Tesla Model S und anderen

Tom­my Wind­ecker / Foto­lia

Sechs neue Model­le haben die Crash­test-Exper­ten von EuroN­CAP (Euro­pean New Car Assess­ment Pro­gram­me) getes­tet. Dazu zäh­len der neue BMW-Kom­pakt­van 2er Active Tou­rer, die neue Gene­ra­ti­on des belieb­ten Klein­wa­gens Sko­da Fabia, der neue VW-Golf-Kon­kur­rent Nis­san Pul­sar sowie die elek­trisch ange­trie­be­ne Limou­si­ne Tes­la Model S. Die­se vier Model­le beka­men alle die Maxi­mal­wer­tung von fünf Ster­nen und bie­ten daher guten Schutz bei Unfäl­len.

Vier Ster­ne erhielt bei die­sem Crash­test-Durch­gang der Renault Méga­ne. Der fran­zö­si­sche Kom­pak­te hat­te bei einem ers­ten Crash­test im Juni 2014 nur drei Ster­ne ergat­tert. Damals hat­ten die Tes­ter aber eigent­lich nur bemän­gelt, dass die Infor­ma­tio­nen zum Gurt­war­ner nicht in allen wich­ti­gen Spra­chen abruf­bar waren – die­ses Man­ko wur­de jetzt beho­ben. Mit gera­de mal drei Ster­nen muss sich der Kleinst­wa­gen Suzu­ki Cele­rio begnü­gen. Hier fie­len bei­spiels­wei­se die hin­te­ren Kopf­stüt­zen nega­tiv auf, wel­che bei einem Heck­auf­prall kaum Schutz vor einem Schleu­der­trau­ma gewähr­leis­ten. Über­dies erhielt das Auto null Punk­te beim seit­li­chen Pfahl­auf­prall: Da Kopf­air­bags im Cele­rio nur optio­nal offe­riert wer­den, durf­te das Auto zu die­sem seit­li­chen Auf­prall­test gar nicht erst antre­ten.

Getes­tet wird im EuroN­CAP-Ver­fah­ren unter ande­rem der Fron­tal­auf­prall des Wagens bei 64 km/h auf ein defor­mier­ba­res Hin­der­nis. Die­ser Test gilt als der häu­figs­te Unfall­typ: den fron­ta­len, aber ein wenig ver­setz­ten Zusam­men­prall mit einem ande­ren Auto ähn­li­cher Mas­se. Als Simu­la­ti­on eines seit­li­chen Auf­pralls eines ande­ren Fahr­zeugs auf der Fah­rer­sei­te wird ein wei­te­rer Bar­rie­ren­test aus­ge­führt. Unge­fähr ein Vier­tel der schwe­ren Unfäl­le in Euro­pa gehen auf den Auf­prall auf eine Later­ne oder einen Baum nach einem Schleu­der­vor­gang zurück. Getes­tet wird dies durch den Pfahl­auf­prall seit­lich. Eben­so die Wir­kung eines Heck­auf­pralls auf den Nacken der Insas­sen wird unter die Lupe genom­men. Außer­dem wird die Sicher­heit von Kin­dern in diver­sen Sit­zen getes­tet. Die Aus­stat­tung mit Sicher­heits­sys­te­men fließt auch mit in die Gesamt­wer­tung ein.


Datsun on-DO: 7 000-Euro-Pragmatiker für den russischen Markt

kichigin19 / foto­lia

Vin­cent Cobee, Fir­men­chef der Mar­ke Dat­sun, ist sich sicher: „Der Dat­sun on-DO wird die künf­ti­ge Wahl der rus­si­schen Kun­den wer­den, die ein neu­es, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges und moder­nes Auto von einer japa­ni­schen Mar­ke kau­fen wol­len.“ Ob die vier­tü­ri­ge Limou­si­ne wirk­lich einen neu­en Kun­den­stamm für sich ein­heim­sen kann und den Klas­sen­ka­me­ra­den um Lada Gran­ta oder ZAZ Chan­ce Paro­le bie­ten kann? Dies wird sich nach dem rus­si­schen Ver­kaufs­start des on-DO im Spät­som­mer 2014 offen­ba­ren.

Die Japa­ner haben eine lan­ge auto­mo­bi­le Geschich­te. Dat­sun wur­de schon 1914 als DAT-Go (oder DAT-Car) gegrün­det. „Dat“ bedeu­tet im Japa­ni­schen so viel wie „blitz­schnell“. Gleich­zei­tig sind „D“, „A“ und „T“ die Anfangs­buch­sta­ben der Namen der Spon­so­ren aus der Zeit, näm­lich Den, Aoy­a­ma und Takeu­chi. Nach der Über­nah­me durch Nis­san 1933 änder­te der neue Kon­zern den Namen zu „son of DAT“ (Sohn von DAT) – oder kurz: Dat­s­on. Spä­ter wur­de dann dar­aus das heu­ti­ge Dat­sun.

100 Jah­re nach der Fir­men­grün­dung wagt sich der japa­ni­sche Her­stel­ler nun nicht nur zurück auf den all­ge­mei­nen, son­dern auch auf den rus­si­schen Fahr­zeug­markt. Eines der kom­men­den Zie­le: Die bis­he­ri­gen Mar­ken­gren­zen neu aus­zu­rich­ten. Die Nis­san-Mut­ter deckt mit Nis­san, Infi­niti und dem­nächst auch Dat­sun bald sämt­li­che Fahr­zeug­klas­sen in Russ­land ab und will mit dem Neu­zu­gang die Modell­pa­let­te nach unten ergän­zen. Autos zum Dis­count-Preis erle­ben gegen­wär­tig einen wah­ren Höhen­flug. Ins­be­son­de­re die Märk­te der Schwel­len­län­der Indo­ne­si­en, Indi­en oder eben auch Russ­land, sind die Rekord­hal­ter in den Ver­kaufs­sta­tis­ti­ken der Bil­lig­mar­ken. Bei­spiels­wei­se ist Dacia unter dem Lada-Lab­le in Russ­land sehr erfolg­reich. Aus dem güns­ti­gen Renault-Able­ger wur­de inter­na­tio­nal eines der Haupt­stand­bei­ne der Fran­zo­sen. Der ech­te Rus­se, der Lada Gran­ta, führt die Zulas­sungs­sta­tis­tik an und kos­tet dort gera­de nur rund 6 000 Euro. Ein ukrai­ni­scher ZAZ Chan­ce beginnt schon bei Prei­sen um die 5 000 Euro und der Ver­kaufs­schla­ger Lada (Dacia) Lar­gus ist ab cir­ca 8 000 Euro erhält­lich. Der Dat­sun on-DO soll sich mit einem Ein­stiegs­preis von nur etwa 7 000 Euro in die­se Rie­ge ein­rei­hen.

Aber was macht einen gutes rus­si­sches Auto noch aus, außer sei­nem Kampf­preis? Der on-DO ist wie sei­ne Kon­kur­ren­ten ein ech­ter Prag­ma­ti­ker: Vier Türen, fünf Sit­ze, ein Kof­fer­raum mit einem Lade­vo­lu­men von 530 Liter und dazu ein 1,6-Liter-Benziner mit 62,52 Watt, mehr nicht. Selbst­ver­ständ­lich gibt es auch Son­der­aus­stat­tun­gen wie elek­tri­sche Fens­ter­he­ber, eine Sitz­hei­zung, einen On-Board-Com­pu­ter, eine Kli­ma­an­la­ge oder eine Blue­tooth-Schnitt­stel­le. Wie oft es die­se Optio­nen jedoch wirk­lich in einen Dat­sun-Neu­wa­gen schaf­fen wer­den, ist unge­wiss. Drei unter­schied­li­che Aus­stat­tungs­li­ni­en sind jeden­falls ver­füg­bar. Sie hei­ßen „Access“ (Ein­stieg), „Trust“ (Ver­trau­en) und „Dream“ (Traum), oder nur die Anfangs­buch­sta­ben: DAT.

Auch der Name des Fahr­zeugs selbst kommt nicht ohne Bedeu­tungs­ebe­nen aus. Das Wort „Do“ heißt im Japa­ni­schen so viel wie Bewe­gung oder Weg. „On“ steht für „er“ und soll laut Dat­sun die Männ­lich­keit, Stär­ke und Sport­lich­keit des Wagens her­vor­he­ben. Bei einem 85-PS-Prag­ma­ti­ker even­tu­ell etwas dane­ben­ge­grif­fen, aber so soll sich der äußerst mas­ku­li­ne, star­ke und sport­li­che Mann Russ­lands in Zukunft mit einem Dat­sun on-DO fort­be­we­gen.


Studie: Google ist Nummer eins beim selbständigen Fahren

martialred/ Foto­lia

Das auto­no­me High­tech-Mobil von Goog­le sieht aus wie ein Auto aus einem Play­mo­bil-Bau­kas­ten. Das beson­de­re an dem Fahr­zeug: Es hat weder ein Brems­pe­dal noch ein Lenk­rad. Das ist die Zukunft des Fah­rens, wie der ame­ri­ka­ni­sche Inter­net-Kon­zern Goog­le hofft. Gelenkt wird das Vehi­kel von einem Stop-and-Go-Knopf, einem GPS-Navi­ga­ti­ons-Sys­tem und selbst­ver­ständ­lich jeder Men­ge Sen­so­ren, die das Umfeld des Autos kon­ti­nu­ier­lich über­wa­chen.

Obwohl das Goog­le-Ei mit nur etwa 40 km/h durch die Gegend fährt, ist es anschei­nend schnell genug, die Eli­te der deut­schen Auto­bau­er hin­ter sich zu las­sen. Zumin­dest, wenn es nach einer Stu­die geht, wel­che das ame­ri­ka­ni­sche For­bes Maga­zin publi­ziert hat. Dem­zu­fol­ge ist Goog­le der momen­tan ein­fluss­reichs­te Auto­bau­er, wenn es um das selb­stän­di­ge Fah­ren geht. Den zwei­ten Platz belegt mit Intel ein wei­te­rer auto­mo­bil-bran­chen­fer­ner IT-Gigant. Erst auf dem drit­ten Rang folgt mit GM ein bekann­ter Auto­her­stel­ler. Mer­ce­des-Benz befin­det sich auf Platz vier, dann Audi, Nis­san, Apple und BMW. Um die­se Rei­hen­fol­ge zu ermit­teln, ana­ly­sier­ten die Auto­ren der Stu­die 200 Mil­lio­nen Mei­nun­gen aus rund zwei Mil­li­ar­den Doku­men­ten inklu­si­ve den Tex­ten, die auf sozia­len Netz­wer­ken, wie Twit­ter oder Face­book ver­öf­fent­licht wur­den.

Wie Tes­la bei der Elek­tro­mo­bi­li­tät, neh­men die Ame­ri­ka­ner den schnells­ten Weg zum auto­no­men Fah­ren. „Es ist siche­rer, dass der Com­pu­ter das Auto lenkt, da die Ursa­che für die meis­ten Unfäl­le mensch­li­ches Ver­sa­gen ist“, erklärt der Inter­net-Such­ma­schi­nen-Gigant.

Die kon­ven­tio­nel­len Auto­bau­er rech­nen damit, dass bis zum Ende des Jahr­zehnts Autos eigen­stän­dig fah­ren kön­nen. In Ansät­zen tun sie das schon jetzt. Bei der Mer­ce­des-Benz S-Klas­se über­nimmt beim Stop-and-Go-Ver­kehr auf Wunsch die Tech­nik das Steu­er. Die Schwa­ben haben auch schon einen Truck parat, der vom „High­way Pilot“ gesteu­ert auto­nom auf der Auto­bahn unter­wegs ist. „Die­ser Lkw wird den Güter­ver­kehr revo­lu­tio­nie­ren“, freut sich der Lei­ter des Geschäfts­fel­des Daim­ler Trucks and Buses Wolf­gang Bern­hard. Ein gro­ßer Teil der Tech­nik, die die Zukunft des Auto­fah­rens ermög­li­chen soll, ist bereits heu­te in jeder Ober­klas­sen-Limou­si­ne exis­tent. Hel­fer wie der adap­ti­ve Tem­po­mat, der Tote-Win­kel-War­ner, der Spur­hal­te-Assis­tent oder eine Ste­reo­ka­me­ra, die vor auf kreu­zen­den Ver­kehr hin­weist, bil­den die Basis für das auto­no­me Fah­ren.


Seite123...