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Schlagwort: Rover

Exklusiv: Car of the Year 2013: VW Golf

Shutter81/ foto­lia

Die sieb­te Gene­ra­ti­on des VW Golf ist zum „Car of the Year 2013″ gekührt wor­den. Mit stol­zen 414 Punk­ten setz­te sich der Kom­pakt­wa­gen gegen die Model­le Toyo­ta GT 86 und Sub­aru BRZ (202 Punk­te) sowie den Vol­vo V40 (189 Punk­te) durch. Die Ent­schei­dung wur­de durch eine Jury gefällt, wel­che aus 58 Auto­mo­bil­jour­na­lis­ten aus 22 euro­päi­schen Län­dern besteht. Jeder Stimm­be­rech­tig­te hat 25 Punk­te zur Ver­fü­gung, von denen er maxi­mal zehn einem Fahr­zeug geben konn­te.

Das Fina­le fand im Vor­feld des Gen­fer Auto­mo­bil­sa­lons (7. bis 17. März 2013) statt. Beur­teilt wur­den die Fahr­zeu­ge mit Blick auf Merk­ma­le wie Inno­va­ti­on, Qua­li­tät, Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis sowie Design. Alles in allem wur­den 32 Autos nomi­niert, von denen acht ins Fina­le kamen. Auf die Plät­ze vier bis acht kamen der Ford B-Max (148 Punk­te), die Mer­ce­des A-Klas­se (138 Punk­te), der Renault Clio (128 Punk­te), der Peu­geot 208 (120 Punk­te) und der Hyun­dai i30 (111 Punk­te)

Die Aus­zeich­nung „Auto des Jah­res“ wur­de zum ers­ten Mal im Jahr 1964 ver­lie­hen, Preis­trä­ger war damals der Rover 2000. Die seit­dem erfolg­reichs­ten Mar­ken sind Fiat (neun Sie­ge), Renault (sechs Sie­ge) und Ford (fünf Sie­ge). Der VW Golf gewinnt nun das zwei­te Mal nach 1992. 2012 ging die Kro­ne an die Schwes­ter­mo­del­le Opel Ampera und Che­v­ro­let Volt.


Das Monster MK1: Frankenstein mobil

Wer glaubt, dass sein Auto zu oft außer­plan­mä­ßig in die Werk­statt muss, soll­te sich ein­mal den Mons­ter Mk1 anse­hen. Der Hor­ror auf vier Rädern. Das hypo­the­ti­sche Fahr­zeug wur­de in Fran­ken­stein-Manier vom bri­ti­schen Garan­tie­ver­si­che­rer War­ran­ty Direct zusam­men­ge­stellt und ver­eint das Schlech­tes­te aus vie­len ver­schie­de­nen Auto­mo­del­len.

Die Hor­ror-Kis­te, die die Ver­si­che­rung zusam­men­ge­stellt hat, wür­de theo­re­tisch jeden Monat ein­mal mit einem Mal­heur auf der Stra­ße lie­gen blei­ben. Die Repa­ra­tur­kos­ten pro Jahr wür­den sich auf 2 355 Euro belau­fen. Die defekt­an­fäl­li­gen „Kör­per­tei­le“ stam­men aus ver­schie­de­nen Her­stel­ler­fa­bri­ka­ten. Die Brem­sen stam­men vom Audi A8, der Motor vom MG TF und das Fahr­werk vom BMW M3. Beim Getrie­be bedien­te sich die Ver­si­che­rung beim Land Rover Fre­e­lan­der, die Zün­dung hol­te sie sich von der Mer­ce­des V-Klas­se. Aus Spa­ni­en sind die Pro­ble­me auf dem Gebiet der Hei­zung bezie­hungs­wei­se Lüf­tung, näm­lich vom Seat Tole­do. Die beson­ders Feh­ler­an­fäl­li­ge Len­kung spen­diert der Vol­vo C70.

Ihre Erkennt­nis­se gewann die Ver­si­che­rung aus ihrer Daten­bank von 50 000 Poli­cen mit Autos, die im Schnitt um die fünf Jah­re alt sind. Im Zuver­läs­sig­keits­in­dex der Fir­ma, in dem unter ande­rem Repa­ra­tur­kos­ten, Defekt­häu­fig­keit, Kilo­me­ter­stand, Fahr­zeug­al­ter und diver­se wei­te­re Feh­ler erfasst wer­den, wür­de der Mons­ter Mk1 einen Wert von über 500 erzie­len. Die momen­ta­ne Lis­te von 36 Her­stel­lern reicht von einem sehr guten Index von 20 für Che­v­ro­let bis zu einem extrem schlech­ten 206er-Wert für Land Rover.

Im ers­ten Vier­tel sind über­wie­gend japa­ni­sche Mar­ken zu fin­den. Und selbst eine Mar­ke wie Fiat liegt auf Platz 13 mit einem Wert von 68 ober­halb des Durch­schnitts. Die­ser liegt bei einem Index­wert von 100 und wird in der Lis­te von Her­stel­ler VW reprä­sen­tiert, der auf Platz 21 zu fin­den ist. Eben­falls rela­tiv weit unten: BMW auf Platz 26, Audi auf 29 und Mer­ce­des auf 30. Nicht erfreut über die Plat­zie­rung in der bri­ti­schen Lis­te dürf­te auch Por­sche sein: Die Zuffen­hau­se­ner schnei­den als Viert­letz­te auf einem mage­ren Platz 33 ab.


Beliebte Oldtimer

El Papparazzo/Fotolia

Der Han­del mit Old­ti­mern wird immer loh­nens­wer­ter, da deren Besit­zer gern viel Geld im Jahr für ihre kost­ba­ren Lieb­lin­ge aus­ge­ben – bis zu 1,6 Mil­li­ar­den (Euro?) jähr­lich.

Old­ti­mer sind ein wah­rer Wirt­schafts­fak­tor und ein Mit­tel zur Image­pfle­ge für die deut­schen Auto­bau­er. Auch als Geld­an­la­ge sind Old­ti­mer eine ren­ta­ble Mög­lich­keit für deren Lieb­ha­ber. Dann soll­ten sie aber zu den ech­ten Klas­si­kern gehö­ren, da die­se im Wert immer wei­ter stei­gen. Trotz­dem es der­zeit einen gro­ßen Ersatz­teil­markt gibt, pflegt die Auto­in­dus­trie über die Old­ti­mer pri­mär ihr Image.

Pre­mi­um­mar­ken exis­tie­ren vor allem durch die Bewun­de­rung derer, denen die­se Model­le uner­reich­bar erschei­nen. Bei BMW bei­spiels­wei­se ist der Umsatz mit Old­ti­mern jedoch gering­fü­gig im Ver­hält­nis zum Gesamt­ge­schäft. Der Markt ist den­noch vor­han­den, betrug er doch laut Old­ti­mer-Welt­or­ga­ni­sa­ti­on „Fédé­ra­ti­on Inter­na­tio­na­le des Véhi­cu­les Anci­ens“ (FIVA) 2006 4,6 Mil­li­ar­den Euro und EU-weit etwa 19,2 Mil­li­ar­den Euro. In Deutsch­land kam eine Stu­die vom Bun­des­ver­band für Clubs klas­si­scher Fahr­zeu­ge auf 5,5 Mil­li­ar­den Euro. Beson­ders beliebt sind alte Sport- und Luxus­au­tos mit sicher­lich anstei­gen­den Prei­sen, nach­dem es Anfang 2010 einen leich­ten Rück­schlag gab. Den stärks­ten Wert­zu­wachs und damit den ers­ten Platz erreich­te jedoch nicht der Flü­gel­tü­rer von Mer­ce­des 300 SL, son­dern die gute, betag­te „Ente“ Citro­ën 2 CV.

Durch die Repa­ra­tu­ren von kost­ba­ren Old­ti­mern pro­fi­tie­ren laut Ver­band des Deut­schen Kraft­fahr­zeug­ge­wer­bes (ZDK) etwa 1 500 bis 2 000 Werk­stät­ten mit im Schnitt acht Mit­ar­bei­tern pro Betrieb, Ten­denz auf­wärts. Auch die Zulie­fe­rer bestärkt dies in ihrem Inter­es­se, wie etwa Bosch. Der Mar­ken­wert spielt eine gro­ße Rol­le und Lieb­ha­ber wie Pro­du­zen­ten bevor­zu­gen Ori­gi­nal­tei­le.

Vie­le wis­sen nicht, dass auch die Autos der 1970er bereits zu den Old­ti­mern zäh­len, z. B. der Mer­ce­des SL. Wenn eine Bau­rei­he been­det ist, wird 15 Jah­re danach die Ersatz­teil­sor­ge an die Klas­sik­spar­te abge­ge­ben. Wenn Tei­le sehr gefragt sind, wer­den sie auch nach­pro­du­ziert. Der Bedarf an Tei­len für Autos, die älter als 30 Jah­re sind und das H-Kenn­zei­chen für his­to­risch tra­gen dür­fen, wächst dabei ste­tig. 2010 wur­den auf deut­schen Stra­ßen fast 210 000 Autos mit H-Kenn­zei­chen ver­zeich­net, was ein Plus von 158 Pro­zent seit dem Jahr 2000 dar­stellt. Auch wenn die Abwrack­prä­mie eine gewis­se Aus­le­se ver­ur­sacht hat und der Bestand an Autos bis zu einem Alter von 15 Jah­ren bis Anfang 2010 von 5,8 Mil­lio­nen auf 4,6 Mil­lio­nen zurück­ging, hat es kei­nen wirk­li­chen Ein­bruch in ihrem Sie­ges­zug gege­ben. Wel­che Klas­si­ker ein loh­nens­wer­tes Geschäft ver­spre­chen, lesen sie im kom­men­den Abschnitt.

Im Mai 2009 zahl­te ein Fan 9 020 000 Euro für einen von 22 gebau­ten Fer­ra­ri 250 Tes­ta Ros­sa von 1957. Ein Preis, der 2008 kaum vor­stell­bar gewe­sen wäre.
Für 10,9 Mil­lio­nen Dol­lar wur­de im Jahr 2008 ein 1961er Fer­ra­ri 250 GT Cali­for­nia Spi­der in Mara­nel­lo ver­kauft.

Astro­no­mi­sche Prei­se wur­den im August 1988 nach dem Tod Enzo Fer­ra­ris fort­an für klas­si­sche Fer­ra­ri bezahlt. Nach­fol­ger die­ser Ten­denz waren Autos wie Aston Mar­tin DB4 und DB5 sowie Por­sche 356. Der Höhe­punkt des Old­ti­mer-Geschäfts zwi­schen 1988 und Janu­ar 1990 bewirk­te einen Preis­an­stieg für einen Fer­ra­ri 365 GTB/4 Day­to­na von 400 000 auf 1 Mil­li­on D-Mark. Seit dem gro­ßen Crash im Jahr 1990 haben die Prei­se sel­bi­ges Niveau nicht mehr erreicht, sie stei­gen seit­dem aber wie­der kon­ti­nu­ier­lich an - seit 1990 um 7,5 Pro­zent pro Jahr.

Der Mer­ce­des 300 SL ver­lor seit 1990 auch an Wert, damals mit einem Preis um die 600 000 D-Mark zu haben und ab 1999 nur noch mit 330 000 D-Mark Wert am Markt. Die­ser Tief­stand ist über­wun­den. Heu­te zahlt man wie­der 450 000 Euro. Für sei­nen Flü­gel­tü­ren-Bru­der muss man als Käu­fer sogar mehr als 500 000 Euro bezah­len. Eine Kom­plett­über­ho­lung kos­tet bei einer guten Pro­fi­werk­statt locker 200 000 Euro, spe­zi­el­le Wün­sche exclu­si­ve. Auch der Audi-Quat­tro hat eine Wert­stei­ge­rung auf 20 000 Euro erreicht.

Der Sam­ba-Bul­li, der schon lan­ge gesam­melt wird, kos­te­te im Jahr 2009 im Zustand 1 bereits 39 000 Euro. Bei Zustand 1 muss­te man als Samm­ler 50 000 Euro berap­pen. Das Ange­bot ver­knappt sich durch die Viel­zahl der Inter­es­sen­ten auch aus den USA.

Hohe Ren­di­ten erzie­len auch Sport­wa­gen wie der NSU TTS mit weit über 20 000 Euro, im Jahr 2000 aller­dings für die Hälf­te zu haben.

Auch All­tags-Fahr­zeu­ge wie der Citro­ën 2CV stei­gen im Wert. Im Zustand 1 erreicht er einen Preis von 10 000 Euro. Neu kos­te­te er 1990 nur 9990 D-Mark. Für einen 2 CV Saha­ra muss man in Zustand 2 etwa 40 000 Euro bezah­len, vor­aus­ge­setzt man erhält ein solch sel­te­nes Stück.

Top-Model­le des Fiat 500 kos­ten bereits über 10 000 Euro. Für eine Giulia 1300 Super in Zustand 1 muss man 20 000 Euro berap­pen, die Prei­se stei­gen hier­für kon­stant.

Der Car­re­ra RS hat eine Spit­zen­po­si­ti­on bei Prei­sen von 65 000 im Jahr 2001 auf aktu­ell 200 000 Euro ein­ge­nom­men und sich damit explo­si­ons­ar­tig ent­wi­ckelt.
Gro­ße Mar­ken, wie Mer­ce­des-Benz, Por­sche und Fer­ra­ri ver­spre­chen gene­rell eine Wert­stei­ge­rung. Beson­de­re Wert­stei­ge­run­gen berei­ten bei den Model­len Cou­pé oder Cabrio mit leis­tungs­star­kem Motor, gerin­ger Stück­zahl, nach­voll­zieh­ba­rer His­to­rie und Erfol­gen im Motor­sport. Der 911 Car­re­ra RS zählt dazu, eben­so der Mer­ce­des W124, wei­ter­hin ver­schie­de­ne Cabri­os und Cou­pés sowie der W123. Zum Samm­ler­stück ent­wi­ckelt sich gera­de auch der W124. Nach­dem die Cabrio-Vari­an­ten bevor­zugt wur­den und Aus­stat­tung sowie gro­ße Moto­ren beein­druck­ten, kom­men nun auch die gewöhn­li­chen Model­le zur Gel­tung bei den Samm­lern. Für ein Top-Exem­plar des E500 aus ers­ter Hand berappt man bei weni­ger als 100 000 Kilo­me­tern locker 25 000 Euro. Ein 450 SEL kos­tet in Zustand 1 etwa 19 000 Euro. Für einen 6.9er muss man das Dop­pel­te bezah­len.

Teu­rer wer­den sicher­lich auch der Saab 900 Cabrio, der Audi A2, der Opel Speeds­ter, der Renault Avan­ti­me, der Sub­aru SVX sowie der Lan­cia The­sis. Der Por­sche 911 vom Typ 993 kos­tet bei Zustand 2 bereits 40 000 Euro und hat eine gro­ße Zukunft vor sich. Der Mer­ce­des SL Bau­mus­ter R129 war tech­ni­sches Vor­zei­ge­mo­dell in den 90er Jah­ren und ist momen­tan preis­güns­tig zu haben. Für einen Mer­ce­des 500 SL braucht man nur 15 000 Euro anzu­le­gen. Oft­mals ist aber der Lieb­ha­ber­wert weit über dem Markt­wert ange­sie­delt, beson­ders bei Autos wie dem Opel Rekord D, VW K70, Renault 16, Rover P6, Citro­ën GS oder einem NSU Ro 80. Der Wertstand steht hier still. Gro­ße Rück­schrit­te sind beson­ders bei den gut­bür­ger­li­chen Vor­kriegs­au­tos zu erken­nen, mit eini­gen Aus­nah­men, wie dem BMW 327, Horch 835, Jagu­ar SS und diver­sen Vor­kriegs-Mer­ce­des. Die­se haben an Wert beson­ders in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zuge­legt. Der Borg­ward Isa­bel­la erlebt momen­tan einen Still­stand. Die meis­ten Besit­zer gehö­ren der älte­ren Gene­ra­ti­on an. Der Jagu­ar MK II erlebt momen­tan einen Still­stand bei Rekord­prei­sen und ist längst arri­viert.

Man soll­te bei allem nie ver­ges­sen, dass der Betrieb und Unter­halt eines sol­chen Klas­si­kers genau­so Geld kos­tet, wie bei jedem ande­ren Auto und man nicht genau weiß, ob man das, was man bezahlt hat, auch wie­der zurück­er­hält.