Du bist es gewohnt, dass einige Kontrollleuchten nach dem Starten des Motors kurz aufleuchten. Dazu gehört z. B. das Ölkannensymbol bzw. die Öldruckkontrollleuchte. Erlischt diese nicht einige Sekunden nach dem Motorstart, kann ein ernsthaftes Problem vorliegen. Irgendetwas im wichtigen Schmierkreislauf des Motors scheint gestört zu sein. Abgesehen von zu wenig Öl könnte auch der Öldruckschalter defekt sein.

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Welche Funktion hat der Öldruckschalter im Auto?

Alle Komponenten eines Verbrennungsmotors müssen ständig mit Öl geschmiert werden, um effizient und verschleißarm arbeiten zu können. Eine Ölpumpe sorgt dafür, dass das Öl mit dem notwendigen Druck durch das gesamte System befördert wird. Der Öldruckschalter hat als Sensor die Funktion, den Druck immer zu überwachen. Bei Abweichungen wird die Kontrollleuchte daher sofort Alarm schlagen. In neuen Fahrzeugen ist es üblich, dass mehrere Sensoren verbaut sind. So lässt sich eine ganzheitliche Kontrolle sicherstellen.

 

Woran erkenne ich einen Defekt am Öldruckschalter?

Die meisten Autofahrer werden nach dem Motorstart auf einen möglichen Defekt des Öldruckschalters aufmerksam. Falls die Öldruckkontrollleuchte nicht nach wenigen Sekunden erlischt, könnte der Öldruckschalter defekt sein. Leistet er nach wie vor seine Arbeit, ist zu wenig Öl/Druck im System. Das ist meistens die Hauptursache für das permanente Leuchten dieser Kontrolllampe.

 

Kann ich den Öldruckschalter selber überprüfen?

Die Kontrollleuchte selbst zeigt dir nicht, wo genau das Problem liegt. Auf jeden Fall aber besteht Handlungsbedarf, denn zu wenig Öl ist für den Motor hochgradig schädlich. Du kannst selber prüfen, ob dein Auto Öl verliert und den Ölstand mit dem Messstab kontrollieren. Leuchtet die Öldruckkontrolllampe auch nach dem Nachfüllen von geeignetem Öl weiter, ist ein Problem mit dem Öldruckschalter sehr wahrscheinlich.

Ein Blick in den Motorraum zeigt dir, ob Ölspuren und somit Hinweise auf Undichtigkeit zu finden sind. Es kann auch ein elektronisches Problem vorliegen. Hierfür müsste mit einem Multimeter geprüft werden, ob der Öldruckschalter mit der notwendigen Spannung versorgt wird. An der Dichtung des Öldruckschalters kann Materialermüdung auftreten. Hintergrund ist, dass hoher Druck und thermische Belastungen dem Material über einen längeren Zeitraum betrachtet zusetzen. Bei einer Sichtprüfung könntest du in diesem Bereich eventuell Ölspuren entdecken. Bei einigen Fahrzeugmodellen ist der Öldruckschalter aber nicht gut einsehbar, sodass ein Werkstattbesuch für eine sichere Diagnose oft unverzichtbar ist.

 

Was tun, wenn das Auto Öl verliert?

Ob dein Auto Öl verliert, lässt sich mit einem Blick auf den Parkplatz schnell zuverlässig feststellen. Aus Gründen des Umweltschutzes bestünde in einem solchen Fall sofortiger Handlungsbedarf. Auch beim TÜV wird dein Fahrzeug keine neue Plakette erhalten, wenn es Öl verliert. Erinnerst du dich noch an die Fragebögen in der Fahrschule? Dort wird darauf hingewiesen, dass ein Tropfen Öl mehr als 600 Liter Wasser verunreinigen kann.

 

Checkliste: Was tun, wenn die Öldruckkontrollleuchte nicht erlischt?

  1. Motor umgehend abstellen
  2. Motorölstand kontrollieren, um einen größeren Verlust an Schmierstoff auszuschließen
  3.  Motorraum und Parkplatz auf Ölspuren bzw. Undichtigkeiten kontrollieren
  4. Werkstatt aufsuchen, wenn ausreichend Öl vorhanden ist, aber die Kontrollleuchte nicht erlischt: Ein defekter Öldruckschalter kann die Ursache sein. Es könnte nur die Elektronik betroffen sein, aber auch eine Undichtigkeit könnte vorliegen.
 

Kosten für die Reparatur des Öldruckschalters

Die Kosten für die Erneuerung des Öldruckschalters können je nach Fahrzeugmodell und Hersteller erheblich variieren. Du solltest dir daher ein Angebot einholen, um die Kosten für den Werkstattbesuch exakt planen zu können. Im Einzelfall kommt es mit Blick auf den Arbeitslohn darauf an, wie leicht und schnell der Öldruckschalter zu erreichen ist. Ist für den Austausch des Öldruckschalters der Ausbau anderer Teile notwendig, werden die Kosten steigen. Meistens bewegen sie sich in einem Rahmen von 60 Euro aufwärts, bis zu 300 Euro können möglich sein.

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Was man NICHT tun sollte, wenn die Öldruckkontrollleuchte nicht aufhört zu leuchten

Ignorieren und einfach weiterfahren ist definitiv keine Lösung: Hat das System zu wenig Öl und werden die Bauteile nicht ausreicht geschmiert, steigt das Risiko für einen Motorschaden erheblich an. Das kann nicht in deinem Interesse sein. Insofern solltest du die Warnung deines Autos mit der Kontrollleuchte im Cockpit nicht ignorieren! Auf keinen Fall solltest ohne eine Messung des Ölstands einfach Motoröl unkontrolliert nachschütten: Zu viel Öl ist nicht weniger schädlich für den Motor als zu wenig.

 

Fazit: Kann ich mit blinkender Warnleuchte weiterfahren?

Erlischt die Öldruckkontrollleuchte nicht, musst du dich auf sofortige Ursachenforschung begeben. Du kannst nicht sofort mit Zuverlässigkeit wissen, wo genau das Problem liegt. Falls nur der Sensor einen Fehler hat und der Öldruck aber stimmt, besteht keine akute Gefahr für einen Motorschaden. Das bedarf aber einer professionellen Diagnose in einer Fachwerkstatt. Mit einer blinkenden Öldruckkontrollleuchte solltest du nur noch kurze Strecken fahren und am besten sofort eine Werkstatt ansteuern. Dort ist im Regelfall schnell festzustellen, wo das Problem liegt und wie gravierend es ist. Jeder TÜV-Prüfer wird den Motorraum sorgfältig auf Undichtigkeiten kontrollieren. Insofern ist ein Werkstatttermin unausweichlich, wenn die Kontrollleuchte permanent leuchtet.

 
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