Ihr Auto springt nicht an? Kaum etwas ist ärger­li­cher. Das gilt gera­de für Berufs­tä­ti­ge, die zwin­gend auf ihr Fahr­zeug ange­wie­sen sind. Dabei kön­nen die Grün­de für das nicht mehr star­ten­de Auto bei sys­te­ma­ti­scher Vor­ge­hens­wei­se schnell ermit­telt wer­den. Wer die wich­tigs­ten Tipps kennt, kann sein Auto in vie­len Fäl­len mit weni­gen Maß­nah­men wie­der ein­satz­be­reit machen.

Springt das Auto nicht mehr an, kann das vie­le Grün­de haben. Mit die­sen Tipps kom­men Sie der Ursa­che auf die Spur (Quel­le: Rost­is­lav Sedlacek/stock.adobe.com)

 

Auto springt nicht an: Was können die Gründe sein?

Für ein nicht star­ten­des Auto exis­tie­ren vie­le Ursa­chen. Zu den wich­tigs­ten gehö­ren:

Oft­mals kön­nen Sie selbst für Abhil­fe sor­gen, zum Bei­spiel mit einem Start­hil­fe­ka­bel. In eini­gen Fäl­len ist jedoch ein Besuch in der Auto­werk­statt unum­gäng­lich.

 

Warum entlädt sich meine Autobatterie?

Einer der häu­figs­ten Grün­de für ein lie­gen­ge­blie­be­nes Auto ist eine ent­leer­te Bat­te­rie. Ver­schie­de­ne Fak­to­ren kön­nen dazu bei­tra­gen, dass sich die Bat­te­rie mit der Zeit von allein leert. Im Win­ter kön­nen Minus­tem­pe­ra­tu­ren dazu füh­ren, dass der Bat­te­rie schnell die Ener­gie ent­zo­gen wird. Es ist gera­de wäh­rend der kal­ten Jah­res­zeit am frü­hen Mor­gen damit zu rech­nen, dass das Auto wegen einer ent­leer­ten Bat­te­rie nicht mehr star­tet.

Sie stel­len fest, dass sich der Anlas­ser kaum dreht oder im Wagen­in­ne­ren Strom­schwan­kun­gen zu bemer­ken sind? Dies sind bei­spiels­wei­se typi­sche Anzei­chen für eine lee­re Auto­bat­te­rie. Mit einem Span­nungs­mess­ge­rät kann der tat­säch­li­che Lade­stand der Bat­te­rie über­prüft wer­den. Im Ide­al­fall soll­te eine Ersatz­bat­te­rie oder ein Start­hil­fe­ka­bel bereit­lie­gen. Ansons­ten hilft nur das Auf­la­den der Auto­bat­te­rie und Sie müs­sen solan­ge war­ten, bis der Lade­vor­gang abge­schlos­sen ist.

 

Was soll ich tun, wenn der Anlasser defekt ist?

Ihr Auto springt nicht an und Sie wis­sen nicht, wor­an es liegt? Ein mög­li­cher Grund: Es könn­te der Anlas­ser defekt sein. Der Anlas­ser nimmt den Strom aus der Bat­te­rie, um damit den Motor zu star­ten. Schä­den am Anlas­ser sind mög­lich, wenn ein altes Bau­teil stark abge­nutzt oder ein Mate­ri­al­feh­ler gege­ben ist. Erkenn­bar ist ein beschä­dig­ter Anlas­ser an einem kla­cken­den Geräusch. Ver­fügt das Fahr­zeug über ein Schalt­ge­trie­be, kann es häu­fig auch ohne Anlas­ser durch Anschie­ben noch ein­mal gestar­tet wer­den. In Eigen­re­gie kön­nen Sie eine Repa­ra­tur am Anlas­ser lei­der nicht durch­füh­ren. Der Weg führt hier in die nächst­ge­le­ge­ne Auto­werk­statt. Dort wird das Bau­teil kom­plett aus­ge­tauscht.

 

Was ist bei einem leeren Tank zu beachten?

Mit lee­rem Tank lässt sich der Motor nicht star­ten. Häu­fig geht der Motor aber doch noch ein­mal für einen kur­zen Moment an und dann plötz­lich wie­der aus. Das liegt an den Treib­stoff­res­ten, die sich noch im Tank befin­den und nach und nach ver­braucht wer­den. Wäh­rend Sie bei einem Ben­zi­ner nichts wei­ter tun müs­sen, als Kraft­stoff nach­zu­fül­len, ist bei Die­sel­fahr­zeu­gen zusätz­lich eine Ent­lüf­tung wich­tig. Die­se Ent­lüf­tung kön­nen Sie manu­ell vor­neh­men. Neue Fahr­zeu­ge erle­di­gen die­se Auf­ga­be dage­gen auto­ma­tisch über die On-Board-Dia­gno­se. Star­ten Sie also die On-Board-Dia­gno­se und las­sen Sie den Ent­lüf­tungs­vor­gang lau­fen.

 

Was soll ich bei einem kaputten Zündschloss tun?

Ein Zünd­schloss ist in vie­len moder­nen Fahr­zeu­gen nicht mehr ver­baut. Der Wagen wird statt­des­sen über einen Start­knopf in Betrieb genom­men. Soll­te Ihr Fahr­zeug ein Zünd­schloss haben, ergibt sich eine wei­te­re, mög­li­che Ursa­che für den nicht star­ten­den Wagen. Ist das Zünd­schloss defekt, pas­siert beim Umdre­hen des Schlüs­sels nichts. Das muss nicht unbe­dingt durch das Zünd­schloss selbst ver­ur­sacht sein, denn auch der Chip im Schlüs­sel könn­te einen Scha­den auf­wei­sen. Soll­te das Pro­blem auf die Weg­fahr­sper­re und nicht auf das Zünd­schloss zurück­zu­füh­ren sein, soll­te der Motor zumin­dest kurz­zei­tig noch ansprin­gen.

Eine Repa­ra­tur ist in die­sem Fall lei­der nicht ohne Wei­te­res mög­lich. Sie soll­ten sich in eine Werk­statt bege­ben und dort das Zünd­schloss gegen ein funk­tio­nie­ren­des Bau­teil aus­tau­schen las­sen. Ist der Schüs­sel defekt, müs­sen Sie beim Her­stel­ler einen neu­en anfor­dern.

 

Welche Probleme können am Kraftstoffsystem auftreten?

Ihr Auto springt nicht an? Nicht nur feh­len­der Kraft­stoff bzw. ein lee­rer Tank ver­hin­dert das Star­ten des Motors. Auch das Kraft­stoff­sys­tem selbst kann betrof­fen sein. Typisch ist hier zum Bei­spiel eine aus­ge­fal­le­ne Ein­spritz­an­la­ge oder eine beschä­dig­te Kraft­stoff­pum­pe. Mit die­sen Ursa­chen gelangt der Kraft­stoff nicht mehr in den Ver­bren­nungs­raum. Häu­fig sind die Pum­pe und die Ein­spritz­an­la­ge nicht kaputt, son­dern falsch ein­ge­stellt. Mög­lich ist auch, dass die Kraft­stoff­lei­tun­gen ver­stopft sind oder sich im Ben­zin­fil­ter Fremd­kör­per ange­sam­melt haben.

Hier gilt eben­falls: Von einer Repa­ra­tur in Eigen­re­gie ist Abstand zu neh­men. Der Aus­tausch der Kom­po­nen­ten muss in der Fach­werk­statt erfol­gen. Ein Wech­sel der Kraft­stoff­pum­pe soll­te nach etwa 5.000 bis 10.000 Betriebs­stun­den erfol­gen.

 

Welche Auswirkungen können beschädigte Zündkerzen haben?

Ohne funk­tio­nie­ren­de Zünd­ker­zen lässt sich der Motor nicht star­ten. Häu­fig sind nicht die Zünd­ker­zen selbst von einem Defekt betrof­fen. Statt­des­sen haben sich Steck­ver­bin­dun­gen an der Zünd­an­la­ge gelöst. Soll­te tat­säch­lich nur ein Ste­cker locker sein, kön­nen Sie das Pro­blem noch vor Ort selbst behe­ben. Ist eine Zünd­ker­ze aus­ge­fal­len, muss ein Aus­tausch in der Werk­statt erfol­gen. Der Pan­nen­dienst kann hier eben­falls wei­ter­hel­fen.

 

Was soll ich bei einem Marderbiss machen?

Ein Mar­der­scha­den kann ein wei­te­rer Grund dafür sein, dass der Wagen nicht mehr anspringt. Die Tie­re krie­chen unter das Fahr­zeug und bei­ßen dort Kabel und Lei­tun­gen durch. Hier­von kön­nen im Prin­zip alle Sys­te­me des Fahr­zeugs betrof­fen sein wie etwa die Kraft­stoff­ver­sor­gung, die Ölver­sor­gung oder die Strom­ver­sor­gung. Der Mar­der­scha­den lässt sich bei einem Blick in den Motor­raum in der Regel schnell erken­nen. In der Werk­statt kön­nen die durch den Mar­der­biss ent­stan­de­nen Schä­den beho­ben wer­den. Stel­len Sie sich hier auf rela­tiv hohe Kos­ten ein. Wei­te­re Infos zu Mar­der­scha­den.

 

Auto springt nicht an: Wie kann ich schnell die Ursachen herausfinden?

Gehen Sie die fol­gen­de Check­lis­te durch, um den Grund für den nicht mehr star­ten­den Wagen schnel­ler zu ermit­teln:

 

Mein Auto ist wäh­rend der Fahrt lie­gen­ge­blie­ben:

  • Ist das Ben­zin alle?
  • Ist ein Motor­scha­den auf­ge­tre­ten?
  • Hat sich eine Beschä­di­gung an den Zünd­kon­tak­ten erge­ben?

Mein Auto springt nicht an nach län­ge­rem Ste­hen:

  • Sind im Motor­raum lose Zünd­ka­bel zu sehen?
  • Haben Sie den Tank auf­ge­füllt?
  • Lässt sich das Pro­blem durch Anschie­ben behe­ben? Über­prü­fen Sie die Zünd­kon­tak­te, falls dies nicht funk­tio­niert.
  • Funk­tio­niert die Licht­ma­schi­ne?

Haben Sie die Ursa­che für den Defekt aus­fin­dig gemacht, soll­ten Sie Ange­bo­te in Ihrer Nähe für die ent­spre­chen­de Repa­ra­tur ein­ho­len. Das geht schnell und ein­fach mit der Werk­statt­su­che.