Bemerkst du einen Leis­tungs­ver­lust dei­nes Autos und zeigt es dir Feh­ler­mel­dun­gen? Star­tet der Motor nicht ein­wand­frei oder hast du wäh­rend der Fahrt Zünd­aus­set­zer? Dann ist ver­mut­lich die Zünd­spu­le dei­nes Autos defekt. Denn ohne einen kräf­ti­gen Zünd­fun­ken kom­men Ben­zi­ner nicht vor­an, im Gegen­satz zu den Die­sel­mo­to­ren, bei denen eine Selbst­zün­dung statt­fin­det. Grund­sätz­lich ist die Zünd­spu­le kein klas­si­sches Ver­schleiß­teil, son­dern hat als ein rein elek­tri­sches Bau­teil eine sehr lan­ge Lebens­dau­er. So eine Zünd­spu­le hält gut und ger­ne 100.000 bis 150.000 km durch und man­che Auto­fah­rer müs­sen sie auch erst nach meh­re­ren hun­dert­tau­send Kilo­me­tern austauschen.

  

Wie funktioniert eine Zündspule?

Die Zünd­spu­le ist ein wich­ti­ges Bau­teil dei­nes Autos. Eine Zünd­spu­le ist grund­sätz­lich wie ein umge­kehr­ter Trans­for­ma­tor und besteht in der sim­pels­ten Form aus zwei unab­hän­gi­gen Wick­lun­gen und einem Eisen­kern. Die äuße­re Pri­mär­spu­le besteht aus weni­gen Wick­lun­gen. Beim Ein­schal­ten der Zün­dung liegt an ihr die Bord­span­nung von 12 Volt an. Der flie­ßen­de Strom erzeugt so ein Magnet­feld um den Eisen­kern. Wird nach kur­zer Zeit der Strom­kreis der Pri­mär­spu­le unter­bro­chen, bricht das Magnet­feld abrupt in sich zusam­men. Die Magnet­feld­än­de­rung indi­ziert nun in der zwei­ten Spu­le, die dün­ner ist und unge­fähr 100-mal mehr Wick­lun­gen hat, eine Span­nung zwi­schen 15.000 und 30.000 Volt. Durch den Wider­stand der Sekun­där­spu­le muss nach dem ohm­schen Gesetz die Span­nung anstei­gen. Um den Motor eines Autos zu star­ten, ist eine Span­nung von min­des­tens 15.000 Volt erfor­der­lich. Mit einer solch gro­ßen Span­nung wer­den anschlie­ßend die Zünd­ker­zen ver­sorgt, damit in den Zylin­dern des Ver­bren­nungs­mo­tors der Zünd­fun­ken entsteht.

 

Warum geht eine Zündspule kaputt?

Der häu­figs­te Grund, war­um eine Zünd­spu­le kaputt geht ist, dass sie stän­di­ger Hit­ze und auch star­ken Vibra­tio­nen aus­ge­setzt ist. Frü­her reich­te es bei älte­ren Fahr­zeu­gen mit nur einer Zünd­spu­le schon, die Zün­dung nicht aus­zu­schal­ten. Wenn dann die Bat­te­rie nicht schon vor­her leer ist, kann sich die Spu­le so stark erhit­zen, dass sie durch­brennt. Dies pas­siert zwar den neue­ren Ein­zel­zünd­spu­len nicht mehr, aber auch die­se sind nicht vor Hit­ze und Vibra­tio­nen geschützt. Weil sie direkt auf die Zünd­ker­zen mon­tiert und so unmit­tel­bar am Motor sind.

Aber auch Feuch­tig­keit, die ein­drin­gen kann, z. B. durch eine Motor­wä­sche oder Mar­der­bis­se sind Fak­to­ren, die zu einem vor­zei­ti­gen Able­ben der Zünd­spu­le füh­ren kön­nen. Hältst du den Hoch­druck­rei­ni­ger direkt auf die Zünd­spu­len bei einer Motor­wä­sche, kann das Was­ser direkt ein­drin­gen und zu Kurz­schlüs­sen füh­ren. Zer­bei­ßen Mar­der Kabel und Lei­tun­gen im Motor­raum, kann es zu elek­tri­schen Defek­ten kom­men, wovon in der Fol­ge oft auch die Zünd­spu­le in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wird.

 

Symptome für eine defekte Zündspule

Wor­an erkennst du also einen Defekt der Zünd­spu­le in dei­nem Auto? Denn es ist wich­tig, ihn schnell zu erken­nen, weil ein sol­cher Defekt auch schnell ande­re Tei­le beein­flusst. Direkt betrof­fen sind als ers­tes die Zylin­der, wenn eine Zünd­spu­le aus­setzt und nicht mehr funk­tio­niert. Bemerkst du ein oder meh­re­re der fol­gen­den Sym­pto­me, deu­tet es auf die Zünd­spu­le hin:

  • Der Motor springt nicht an
  • Der Motor läuft nicht rund und ruckelt
  • Zünd­aus­set­zer 
  • Das Auto beschleu­nigt nicht wie gewohnt
  • Leis­tungs­ver­lus­te
  • Deut­lich erhöh­ter Kraftstoffverbrauch
  • Die Motor­kon­troll­lam­pe leuchtet

Selbst wenn dein Auto noch mit einer defek­ten Zünd­spu­le fährt, soll­test du auf dem kür­zes­ten Weg zur Werk­statt. Denn wie so oft kön­nen ein Igno­rie­ren die­ser Sym­pto­me und das Wei­ter­fah­ren wei­te­re Fol­ge­schä­den nach sich ziehen.

 

Zündspule reparieren und die Kosten

Bei Old­ti­mern ist es durch­aus noch üblich, Zünd­spu­len zu repa­rie­ren. Hier gibt es Fach­be­trie­be, die die­se alten Zünd­spu­len neu wickeln und wie­der funk­ti­ons­tüch­tig machen. Für alle ande­ren PKWs lohnt sich ein sol­cher Auf­wand auf kei­nen Fall. Hier gibt es im Tei­le­han­del preis­wer­ten Ersatz. Die ein­fa­chen Zünd­spu­len für Fahr­zeu­ge älte­ren Bau­jah­res begin­nen ab 20 EUR. Für die moder­nen Ein­zel­zünd­spu­len begin­nen die Prei­se bei 25 EUR. Wenn du Wert legst auf Tei­le bekann­ter Mar­ken, dann liegt die Unter­gren­ze bei ca. 60 EUR und es kön­nen auch schon mal bis zu 150 EUR ver­an­schlagt wer­den. Wobei die­se Prei­se meis­tens schon für ein gan­zes Set ab vier Zünd­spu­len zu zah­len sind.Hast du schon eines der oben genann­ten Sym­pto­me an dei­nem Auto bemerkt? Dann suche jetzt schnell und kos­ten­los auf autoreparaturen.de nach einer Werk­statt in dei­ner Nähe.

 
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