Soll­te die MKL auf­leuch­ten, brauchst du nicht sofort in Panik ver­fal­len. Springt der Motor nor­mal an und du stellst wäh­rend der Fahrt auch kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten fest, kannst du noch nach Hau­se, zur Arbeit oder in die nächs­te Werk­statt fah­ren. Die mög­li­chen Ursa­chen für ein Auf­leuch­ten der Motor­kon­troll­leuch­te rei­chen von einem spo­ra­disch auf­tre­ten­den Feh­ler bis zu schwer­wie­gen­den wie Zünd­aus­set­zern im Motor. Aber nicht immer müs­sen gleich schwe­re Pro­ble­me der Aus­lö­ser sein. Eine Aus­sa­ge, wel­cher Feh­ler jetzt gemel­det wur­de, kann so erst mal nicht getrof­fen wer­den, dazu benö­tigt man das Aus­le­sen des Feh­ler­spei­chers. Aber an der Art und Wei­se des auf­leuch­ten kannst du zumin­dest den Schwe­re­grad des Feh­lers ablesen.

leuchtende Motorkontrollleuchte
  

Die verschiedenen Funktionen der MKL

Kur­zes Auf­leuch­ten der Motor­kon­troll­leuch­te bei Zün­dung: Rou­ti­ne Kon­troll­funk­ti­on, die bei jedem Start­vor­gang des Motors durch­ge­führt wird; bedeu­tet kei­nen Feh­ler erkannt.

Gar kein Auf­leuch­ten der Motor­kon­troll­leuch­te bei Zün­dung: Dann ist höchst­wahr­schein­lich die Kon­troll­leuch­te defekt.

Kur­zes und mehr­fa­ches Auf­blin­ken der Motor­kon­troll­leuch­te: Es han­delt sich um einen tem­po­rä­ren Feh­ler, der kein Anlass zum Han­deln gibt und nicht von Dau­er ist.

Wenn die Motor­kon­troll­leuch­te nach dem Start dau­er­haft leuch­tet: Dann wur­de ein dau­er­haf­ter Feh­ler im Spei­cher hin­ter­legt. Es besteht zwar kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr für den Motor. Trotz­dem soll­te man ab die­sem Zeit­punkt behut­sam fah­ren und lie­ber frü­her als spä­ter in die Werk­statt. Manch­mal wer­den sol­che Feh­ler auch von einem Kon­takt­ver­lust an Steck­ver­bin­dun­gen aus­ge­löst. Die­se tre­ten dann zwar nur kurz auf, wer­den aber als dau­er­haf­ter Feh­ler erkannt. Zum Bei­spiel bei abschalt­ba­ren Air­bags für das Mon­tie­ren eines Kin­der­sit­zes. Bei eini­gen Model­len löst die Steck­ver­bin­dung zur Abschalt­vor­rich­tung des Air­bags einen Kon­takt­ver­lust. Es ist zwar ner­vig, aber man weiß ja nie genau, ob es nicht doch eine Fehl­funk­ti­on ist.

Schnel­les Auf­blin­ken der Motor­kon­roll­leuch­te: Dann wur­de ein schwe­rer Feh­ler erkannt und man soll­te sofort han­deln. In die­sem Fall soll­te die Fahrt mit dem Auto sofort unter­bro­chen wer­den. Der Motor soll­te sofort von einer Werk­statt geprüft wer­den. In der Regel wird durch das Blin­ken ein schwer­wie­gen­der Feh­ler im Bereich des Motors oder des Abgas­sys­tems angezeigt. 

 

Welche Ursachen stecken hinter dem Aufleuchten oder Blinken der MKL?

Es lässt sich pau­schal nicht sagen, war­um die Motor­kon­troll­leuch­te auf­leuch­tet oder blinkt. Es kön­nen wie so oft eine Viel­zahl von Bau­tei­len betrof­fen sein. Mecha­ni­sche Bau­tei­le kön­nen eine Fehl­funk­ti­on haben und nicht mehr rich­tig arbei­ten, weil es irgend­wo klemmt. Ger­ne ver­sa­gen auch Sen­so­ren ihren Dienst wie z. B. der Luft­mas­se­mes­ser oder die Lamb­da­son­de. Wenn die­se Sen­so­ren fal­sche Mess­wer­te lie­fern, die nicht inner­halb der vor­ge­ge­be­nen Para­me­ter lie­gen, löst dies auch sofort einen Feh­ler aus. Undich­tig­kei­ten im Ansaug- oder Abgas­trakt kön­nen eben­falls für eine Feh­ler­mel­dung ver­ant­wort­lich sein. Nur das Aus­le­sen des Feh­ler­spei­chers mit einem Dia­gno­se­ge­rät hilft hier wei­ter und lässt erken­nen, wel­ches Bau­teil betrof­fen ist und letzt­end­lich den oder die Feh­ler verursacht.

 

Diagnose durchführen und Fehlerspeicher auslesen

Fehlerspeicher selbst auslesen:

Wer es genau wis­sen möch­te, kann als ers­te Maß­nah­me den Feh­ler­spei­cher auch selbst aus­le­sen. Dafür benö­tigt man ein OBD2-Dia­gno­se­ge­rät, wel­ches ab ca. 20 EUR erhält­lich ist. Man soll­te ledig­lich dar­auf ach­ten, dass es mit sei­nem Fahr­zeug Modell kom­pa­ti­bel ist. Weil jeder Her­stel­ler eine ande­re Dia­gno­se-Soft­ware unter­stützt, benö­tigt man für sein Auto auch das pas­sen­de Gerät. Man soll­te aber wis­sen, dass die­se Gerä­te kei­ne kon­kre­ten Repa­ra­tur­hin­wei­se zur Behe­bung der Feh­ler aus­spu­cken. Eine rich­ti­ge Inter­pre­ta­ti­on des Feh­ler­pro­to­kolls ist für Lai­en schwie­rig und soll­te am Ende schon der Werk­statt über­las­sen wer­den. Aber um selbst nach­zu­schau­en, wie gra­vie­rend jetzt die Feh­ler­mel­dung ist und ob sofor­ti­ger Hand­lungs­be­darf besteht, ist es eine gute Idee. Trotz­dem ersetzt es nicht die Fahrt zur Werk­statt, und man soll­te auch nicht ver­su­chen, die Feh­ler zu löschen, was mit den Gerä­ten durch­aus mög­lich wäre.

 

Diagnose von der Werkstatt durchführen lassen:

Die Werk­stät­ten ver­fü­gen natür­lich über pro­fes­sio­nel­le Dia­gno­se­ge­rä­te, die sich nie­mand zu Hau­se hin­stel­len wür­de. Die meis­ten Werk­stät­ten bie­ten das Aus­le­sen des Feh­ler­spei­chers bereits ab ca. 30 EUR an. Weil das Aus­le­sen meis­tens nie län­ger als 30 Minu­ten dau­ert, kann es oft auch ohne vor­he­ri­ge Ter­min­ab­spra­che durch­ge­führt wer­den. Mit einem dar­auf­fol­gen­den Repa­ra­tur­auf­trag erstat­ten vie­le Werk­stät­ten dem Kun­den anschlie­ßend sogar die Kos­ten für das Aus­le­sen des Feh­ler­spei­chers. Soll­te also dei­ne Motor­kon­troll­leuch­te leuch­ten oder gar blin­ken, suche jetzt schnell und kos­ten­los auf autoreparaturen.de nach einer Werk­statt in dei­ner Nähe.

 
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