In Fahr­zeu­gen dient die Kraft­stoff­pum­pe dazu, den Kraft­stoff, wie Ben­zin oder Die­sel, in kor­rek­ter Men­ge und mit dem erfor­der­li­chen Druck in die Gemisch­auf­be­rei­tung der Ein­spritz­an­la­ge zu pum­pen. Wenn die Kraft­stoff­pum­pe also aus­fällt, kommt es unwei­ger­lich zum Still­stand des Fahr­zeugs. Daher wird von die­sem Bau­teil eine extrem hohe Zuver­läs­sig­keit erwar­tet, die oft mit einer aus­fall­frei­en Lauf­leis­tung zwi­schen 5.000 und 10.000 Stun­den ange­ge­ben wird. Wenn es dann doch mal zu einer Stö­rung kom­men soll­te, erklä­ren wir die Sym­pto­me und Kos­ten für eine Repa­ra­tur in der Werkstatt.

Kraftstoffpumpe eines Autos
  

Verschleiß ist oft die Ursache für eine defekte Pumpe

Auch die Kraft­stoff­pum­pe ist nicht von einem Ver­schleiß aus­ge­nom­men. Grund­sätz­lich ist sie aber für ihren Zweck über­di­men­sio­niert und ist in der Lage, ein Viel­fa­ches an Sprit zu för­dern als jemals bei nor­ma­ler Fahrt benö­tigt wird. So kommt eine Kraft­stoff­pum­pe selbst bei Voll­last nicht an ihre Gren­zen. Durch so eine gerin­ge Aus­las­tung der Pum­pe ist sie auch weni­ger Ver­schleiß aus­ge­setzt. Dadurch hält eine Kraft­stoff­pum­pe heut­zu­ta­ge meh­re­re Jah­re bzw. über vie­le 100.000 km. Bei älte­ren Autos oder gebrauch­ten mit hoher Lauf­leis­tung kann es aber schon öfter zu schlei­chen­den Ver­schleiß­erschei­nun­gen kommen.

 

Ursachen und Symptome einer defekten Kraftstoffpumpe

Eine ein­deu­ti­ge Dia­gno­se einer defek­ten Kraft­stoff­pum­pe ist nicht sel­ten eine Her­aus­for­de­rung und selbst für Fach­leu­te kom­pli­ziert. Die Anzei­chen für einen Defekt kom­men und gehen oft durch die Kraft­stoff­men­ge, die bei einem Defekt unre­gel­mä­ßig gepumpt wird. Wenn die Men­ge vari­iert, die gepumpt wird, dann kön­nen sich auch die Sym­pto­me abwech­seln. Bei einer nach­las­sen­den Pum­pen­leis­tung sind häu­fig fol­gen­de Sym­pto­me zu beobachten:

  • nach­las­sen­de Motorleistung
  • Ruckeln des Motors
  • Motor springt nicht an
  • stei­gen­der Kraftstoffverbrauch
  • ungleich­mä­ßi­ge Beschleunigung
  • Motor­kon­troll­leuch­te leuchtet

Eini­ge der Anzei­chen, wie eine nach­las­sen­de Motor­leis­tung oder das Ruckeln wäh­rend der Fahrt und natür­lich ein nicht Ansprin­gen des Motors, sind auch für Lai­en sofort erkenn­bar. All­ge­mei­ne Ursa­chen einer defek­ten Kraft­stoff­pum­pe kön­nen Undich­tig­kei­ten oder Ver­schmut­zun­gen inner­halb der Pum­pe sein. Defek­te Mem­bra­ne oder ein gebro­che­ner Pum­pen­he­bel kom­men nicht sel­ten bei mecha­ni­schen Pum­pen vor. Bei elek­tri­schen Pum­pen sind defek­te Siche­run­gen, Strom­kon­tak­te oder Relais häu­fi­ge Fehlerquellen.

 

Welche Folgen kann eine defekte Kraftstoffpumpe haben?

Gefähr­lich wird es, wenn man mit einer defek­ten Kraft­stoff­pum­pe wei­ter­fährt und der Motor plötz­lich aus­geht. Denn dadurch ver­sagt auch die Brems- und Lenk­kraft­un­ter­stüt­zung, wodurch moder­ne Fahr­zeu­ge kaum noch zu kon­trol­lie­ren sind. Das stellt für dich und ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer eine erheb­li­che Gefahr dar. Die tech­ni­schen Ursa­chen stö­ren ohne­hin die Wei­ter­fahrt mit dem Fahr­zeug. Wenn ent­we­der zu viel oder zu wenig Sprit geför­dert wird, kommt es zu einem unrun­den Lauf des Motors und nach­las­sen­der Leis­tung, die oft dreh­zahl­ab­hän­gig ist. Dadurch ver­schlech­tern sich auch die Abgas­wer­te, was wie­der­um recht­li­che Pro­ble­me zur Fol­ge hat. Denn das Fah­ren mit fal­schen Abgas­wer­ten ist ver­bo­ten und führt zu Buß­gel­dern und auch eine Haupt­un­ter­su­chung beim TÜV besteht das Fahr­zeug so nicht mehr.

 

Kosten für die Reparatur einer Kraftstoffpumpe

Es kann vor­kom­men, dass nur ein Relais oder eine defek­te Siche­rung für den Aus­fall einer Kraft­stoff­pum­pe ver­ant­wort­lich ist. In die­sem Fall ist eine Repa­ra­tur schnell erle­digt und es muss nicht die gesam­te Pum­pe ersetzt wer­den. Wenn der Defekt aller­dings direkt die Pum­pe selbst betrifft, kommt meis­tens nur noch ein Aus­tausch aus wirt­schaft­li­chen Grün­den gegen ein Neu­teil infrage. 

Bei einem Wech­sel der Pum­pe muss zwi­schen ver­schie­de­nen Arten unter­schie­den wer­den. Bei Ben­zi­nern ist eine Kraft­stoff­pum­pe direkt im Tank ver­baut. Um an sie her­an­zu­kom­men, muss meis­tens die gesam­te Rück­bank ent­fernt werden. 

Bei Moto­ren mit Direkt­ein­sprit­zung ist zusätz­lich noch eine wei­te­re Pum­pe im Motor­raum ver­baut und die Pum­pe im Tank dient als Vor­för­der­pum­pe. Bei Die­sel­mo­to­ren wird eine Kraft­stoff­hoch­druck­pum­pe oft über den Zahn­rie­men direkt angetrieben.

Kraft­stoff­hoch­druck­pum­pe eines Dieselfahrzeugs

Es kommt wie immer auf das Fahr­zeug­mo­dell und die Art der Pum­pe an, wie lan­ge ein Wech­sel dau­ert. So kann der Arbeits­auf­wand stark vari­ie­ren und zwi­schen einer hal­ben Stun­de und manch­mal auch bis zu einem hal­ben Arbeits­tag in Anspruch nehmen. 

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