Stellt an Motor­kraft alles in den Schat­ten: Der Bugat­ti Chi­ron mit 1.500 PS und 420 km/h Spit­zen­ge­schwin­dig­keit.

Bis zum 13. März hält die wohl wich­tigs­te Mes­se im inter­na­tio­na­len Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der Auto­bran­che ihre Tore offen. Und bis da hin zeigt sich der Gen­fer Auto­sa­lon noch typisch wider­sprüch­lich. Beob­ach­ter kön­nen hier kei­nen ein­heit­li­chen Trend aus­ma­chen. Aller­dings erhal­ten die PS-star­ken Boli­den und die SUV deut­lich Ober­was­ser, wäh­rend die elek­tri­schen  und alter­na­ti­ven Antrie­be ins Hin­ter­tref­fen gera­ten sind. Das „Geld wird mit den Ver­bren­nern ver­dient“ schrieb die Auto­mo­bil­wo­che - der Kun­de will es so. Und so ste­hen die Ober­klas­se-Limou­si­nen und die Super­cars im Ram­pen­licht. Allen vor­an der 1.500 PS-star­ke Bugat­ti Chi­ron mit einer Vmax von 420 km/h, der alles bis­her dage­we­se­ne in den Schat­ten stellt.

Der Por­sche für Puris­ten: Der 911 R ver­langt kun­di­ge Hän­de mit sei­nem klas­si­schen Schalt­ge­trie­be.

Oder auch der Por­sche 911 R, eine höchst puris­ti­sche Ablei­tung des 911 GT3 mit klas­si­schem Hand­schalt­ge­trie­be – ein Auto, das von Mar­ken-Afi­cio­na­dos vehe­ment ein­ge­for­dert wor­den war. Unter den weni­ger exo­ti­schen aber den­noch ele­gan­ten Neu­hei­ten gehört die neue Vol­vo-Rei­he V90, S90 und  V90, der Audi Q2, der aller­dings die Kri­ti­ker wenig begeis­ter­te. Opel fei­er­te mit dem Astra sein „Auto des Jah­res“ und gab mit dem Opel GT Kon­zept einen Hin­weis, wie es wei­ter­ge­hen könn­te.

Opel-Stu­die mit einer Design­li­nie bis in die Rei­fen - übri­gens von Han­kook.

Zu den skur­rils­ten Fahr­zeu­gen auf der Mes­se gehört der Toyo­ta Pri­us, des­sen Design viel­leicht nicht von Geschmack, jeden­falls aber von Mut zeugt. Am Steu­er über­zeugt der Otto­mo­tor-Hybrid mit agi­lem Ansprech­ver­hal­ten - und natür­lich unüber­trof­fe­ner Effi­zi­enz, die im rea­len Über­land-Ein­satz unge­fähr auf Die­sel-Niveau liegt. In weni­gen Wochen kommt eine Plug-in-Hybrid-Vari­an­te dazu.

Tes­la, Modell 3. Hier geht’s elek­trisch zu. Nur der Kun­de springt dar­auf nicht an.

Ist der Pri­us unan­ge­foch­te­ner Vor­rei­ter unter den Hybri­den, so gebührt die­ses Ver­dienst unter den Elek­tro­au­tos der Mar­ke Tes­la. Nach Genf haben die US-Ame­ri­ka­ner ihren Cross­over Model X mit­ge­bracht – eine Ablei­tung des Model S mit grö­ße­rem Innen­raum und einem so kom­ple­xen wie teu­ren Tür­kon­zept. In Zukunft geht es für Tes­la dar­um, Geld zu ver­die­nen. Die Stro­mer spie­len auf der Mes­se aber nur eine Neben­rol­le. Vor­bei sind die Zei­ten des grü­nen Gewis­sens. Der Markt für die Elek­tros bleibt ver­schwin­dend klein - arm an Reich­wei­te und teu­er. Da blei­ben die Kun­den blei­ben skep­tisch.