Die Anhän­ger­kupp­lung ist eine robust gefer­tig­te Vor­rich­tung. Sie gehört zu den lang­le­bigs­ten Auto­bau­tei­len. Bei aller Belast­bar­keit hin­ter­las­sen mecha­ni­sche Ein­wir­kun­gen und Umwelt­ein­flüs­se den­noch ihre Spu­ren. Ver­schmut­zung und eine weit fort­ge­schrit­te­ne Kor­ro­si­on kön­nen mit der Zeit Funk­ti­on und Fahr­si­cher­heit beein­träch­ti­gen. Damit es nicht so weit kommt, ist eine regel­mä­ßi­ge War­tung uner­läss­lich. Wie Sie die Pfle­ge durch­füh­ren und beson­ders die Mecha­nik einer abnehm­ba­ren Kupp­lung berück­sich­ti­gen, zeigt Ihnen unse­re Anlei­tung.

Soll­te nicht nur im Herbst gut gepflegt sein: die Anhän­ger­kupp­lung (Quel­le: Glaser/stock.adobe.com)

Die Anhängerkupplung: robust gefertigt und doch pflegebedürftig

Bei der Her­stel­lung einer Anhän­ger­kupp­lung kom­men wider­stands­fä­hi­ge Mate­ria­li­en wie Stahl­guss und Bau­stahl zum Ein­satz. Zum Abschluss der Fer­ti­gung erfolgt eine Behand­lung mit schwar­zem Tauch­lack oder eine kor­ro­si­ons­be­stän­di­ge Beschich­tung mit einer Zink-Nickel-Legie­rung. Letz­te­re umhüllt die Ober­flä­che und dient dem Schutz vor mecha­ni­schen und wit­te­rungs­be­ding­ten Schä­den. Rei­bung, Wet­ter­ein­flüs­se, aber auch die Ein­wir­kung che­mi­scher Sub­stan­zen kön­nen dem Mate­ri­al zuset­zen und zu erheb­li­chem Abrieb füh­ren. Ins­be­son­de­re der Kon­takt mit Salz, bei­spiels­wei­se aus dem win­ter­li­chen Streu­gut oder aus dem Meer­was­ser, greift die Werk­stof­fe an.

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Prüfen und Warten: vorausschauende Pflege für die Fahrsicherheit

Eine Kugel­kopf­kupp­lung für die Mon­ta­ge am Pkw ist als fest ein­ge­bau­tes oder abnehm­ba­res Modell erhält­lich. Unab­hän­gig von der Aus­füh­rung ist die Grö­ße der Kugel für die siche­re Ver­bin­dung zum Anhän­ger genormt. Im Neu­zu­stand beträgt der Durch­mes­ser 50 Mil­li­me­ter. Schrumpft das Maß durch Abrieb auf weni­ger als 49 Mil­li­me­ter, besteht die Gefahr von erns­ten Unfäl­len durch eine Tren­nung des Anhän­gers vom Fahr­zeug. Eine zu klei­ne Kugel erhält ent­spre­chend kei­ne Zulas­sung für den Stra­ßen­ver­kehr. Eine genaue Inspek­ti­on vor jeder Fahrt und regel­mä­ßi­ges War­ten beu­gen Schä­den vor und tra­gen zum Wert­erhalt bei.

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Die richtige Reinigung und Pflege: Schritt für Schritt durchgeführt

Eine abnehm­ba­re Anhän­ger­kupp­lung ist schnell abge­baut und bei Bedarf wie­der ange­baut. Sie lässt sich damit bes­ser vor schä­di­gen­den Umwelt­ein­wir­kun­gen schüt­zen. Ande­rer­seits ver­fügt das fle­xi­ble Modell gegen­über der fest mon­tier­ten Vari­an­te über eine auf­wen­di­ge­re Mecha­nik, die es bei der Rei­ni­gung zu berück­sich­ti­gen gilt. Unse­re Schritt-für-Schritt-Anlei­tung geht des­halb beson­ders auf die War­tung einer abnehm­ba­ren Kupp­lung ein:

  • Neh­men Sie vor Beginn der Rei­ni­gungs­ak­ti­on ein Sprüh­fett aus der Dose oder einen punkt­ge­nau dosier­ba­ren Rost­lö­ser sowie ein saug­fä­hi­ges, wei­ches Tuch.
  • Wäh­len Sie ein eher leich­tes Fett. Eine zu dicke Fett­schicht wür­de Staub­par­ti­kel anzie­hen.
  • Ach­ten Sie bei der Arbeit auf den Schutz der Umwelt und nut­zen Sie eine geeig­ne­te Unter­la­ge für Ihre Uten­si­li­en.
  • Neh­men Sie die Kupp­lung ab. Prü­fen Sie den Zustand der Kupp­lungs­ku­gel und mes­sen Sie (wenn mög­lich mit einem Mess­schie­ber) den Umfang, der 50 Mil­li­me­ter betra­gen soll­te.
  • Prü­fen Sie, ob die Auf­nah­me­stel­le der Kugel­stan­ge staub- und schmutz­frei ist, rei­ni­gen Sie das Rohr bei Bedarf und behan­deln Sie es mit Fett.
  • Sprü­hen Sie die Mecha­nik und den Kugel­kopf gleich­mä­ßig ein und las­sen Sie das Mit­tel eine Wei­le ein­wir­ken.
  • Wischen Sie Staub- und Schmutz­rück­stän­de anschlie­ßend sorg­fäl­tig ab.
  • Ach­ten Sie dar­auf, den Kugel­kopf rück­stands­los von Fett­res­ten zu befrei­en, wenn Sie einen Fahr­rad­trä­ger mon­tie­ren wol­len.
  • Ver­wen­den Sie eine Kugel­schutz­kap­pe, wenn die Kupp­lung nicht in Betrieb ist.
  • Behan­deln Sie das Schloss einer abbau­ba­ren Vor­rich­tung vor­zugs­wei­se mit Gra­phit.
  • Über­prü­fen Sie auch die Elek­tro­dose auf Schmutz und lösen Sie Ver­un­rei­ni­gun­gen mit dem Tuch.
  • Ent­fer­nen Sie die Kugel­stan­ge der Kupp­lung, wenn Sie Ihr Auto mit dem Dampf­strah­ler rei­ni­gen möch­ten, und ver­schlie­ßen Sie das Auf­nah­me­rohr mit einem pas­sen­den Ver­schluss­stop­fen.

Wir wün­schen Ihnen eine gute Fahrt!