Ein Getrie­be­scha­den am Auto berei­tet vie­len Fahr­zeug­be­sit­zern gro­ße Sor­gen und kann unter Umstän­den eine kost­spie­li­ge Ange­le­gen­heit wer­den. Aber gibt es auch Mög­lich­kei­ten, ein Auto­ma­tik­ge­trie­be güns­tig repa­rie­ren zu las­sen, oder soll­te man in jedem Fall das Getrie­be durch ein neu­es erset­zen? Im fol­gen­den Rat­ge­ber­text klä­ren wir die wich­tigs­ten Fra­gen rund um das The­ma.

Auto­ma­tik­ge­trie­be sor­gen für höchs­ten Fahr­kom­fort. Doch was tun, wenn eine Repa­ra­tur nötig ist? (Quel­le: kelifamily/stock.adobe.com)

So erkennen Sie ein defektes Automatikgetriebe

Auch wenn die per­sön­li­chen Geschmä­cker (Auto­ma­tik oder Schal­tung) noch aus­ein­an­der­ge­hen, was das Fahr­erleb­nis anbe­langt. Tech­nisch ist die Sache ein­deu­tig: Heu­ti­ge Auto­ma­tik­ge­trie­be gel­ten als Meis­ter­werk moder­ner Inge­nieurs­kunst und sor­gen für einen sehr hohen Fahr­kom­fort. Doch lei­der sind die hoch­tech­ni­schen Gebil­de mit­un­ter stark stö­rungs­an­fäl­lig und soll­ten daher einer ste­ti­gen War­tung unter­zo­gen wer­den. Typi­sche Anzei­chen für ein defek­tes Getrie­be sind:

  • ein Ruckeln wäh­rend des Schalt­vor­gangs
  • das Gang­ein­le­gen ist nur schwer oder über­haupt nicht mög­lich
  • das Fahr­zeug ver­liert an Leis­tung und beschleu­nigt nicht
  • unge­wöhn­li­che Geräu­sche aus dem Bereich des Getrie­bes

Dar­über hin­aus kön­nen schwar­zes und ver­brannt rie­chen­des Hydrau­lik­öl sowie das sich ein­schal­ten­de Not­lauf­pro­gramm auf ein beschä­dig­tes Getrie­be hin­deu­ten.

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So können Sie beim Automatikgetriebe-Reparieren Kosten sparen

Wei­sen ein oder meh­re­re der ein­gangs genann­ten Indi­ka­to­ren dar­auf hin, dass das Auto­ma­tik­ge­trie­be zu repa­rie­ren ist, gehen Sie nicht sofort vom Schlimms­ten aus. Der Aus­tausch des kom­plet­ten Getrie­bes ist erst der letz­te Schritt.

Zunächst suchen Sie nach einer pas­sen­den Werk­statt, wel­che im bes­ten Fall auf das Repa­rie­ren von Getrie­ben spe­zia­li­siert ist. Die­se Fach­werk­stät­ten ver­fü­gen oft­mals über geeig­ne­te Dia­gno­se­ge­rä­te und erfah­re­ne Mit­ar­bei­ter, sodass der Feh­ler schnell gefun­den wird. Mit­un­ter tauscht die Werk­statt dann nur ein­zel­ne Kom­po­nen­ten des Getrie­bes. Die Kos­ten hän­gen dabei natür­lich von Art und Umfang des Scha­dens sowie der zu erset­zen­den Tei­le ab. Pau­schal las­sen sich die Kos­ten für die Repa­ra­tur eines Auto­ma­tik­ge­trie­bes also nur schwer bestim­men. Kos­ten kön­nen sich auf­grund der Kom­ple­xi­tät aber schnell mal auf um die 1000 Euro belau­fen.

Wird das Getrie­be bei einem Scha­den instand gesetzt und nicht aus­ge­tauscht, ist es rat­sam, im Zuge der Repa­ra­tur eine Gene­ral­über­ho­lung des Getrie­bes durch­füh­ren zu las­sen. So ver­mei­den Sie zukünf­ti­ge Defek­te und spa­ren Fol­ge­kos­ten. Lässt sich das Auto­ma­tik­ge­trie­be nicht repa­rie­ren, ver­fü­gen Fach­werk­stät­ten mög­li­cher­wei­se auch über Aus­tausch­ge­trie­be. Die­se sind mit 1.500 bis 2.000 € deut­lich güns­ti­ger als kom­plett neue Getrie­be, die nicht sel­ten im hohen vier­stel­li­gen Bereich lie­gen. Dazu kom­men bei einem neu­en Getrie­be noch Ein­bau­kos­ten in Höhe von etwa 1.500 €.

 

Austausch oder Reparatur – was ist sinnvoller?

Oft ist es die güns­ti­ge­re Alter­na­ti­ve, ein Auto­ma­tik­ge­trie­be repa­rie­ren zu las­sen – im Ver­gleich zum Aus­tausch des gesam­ten Getrie­bes. Aller­dings ist bei zu star­kem Ver­schleiß, wie durch abge­nutz­te oder brü­chi­ge Zahn­rä­der, eine Repa­ra­tur nicht mehr zu emp­feh­len. Lässt sich das Pro­blem jedoch durch neue Dich­tun­gen, Brems­bän­der oder Kupp­lungs­la­mel­len behe­ben, lohnt sich die Repa­ra­tur alle­mal. Auch bei Feh­lern, die auf das Steu­er­ge­rät oder den Dreh­mo­ment­wand­ler zurück­zu­füh­ren sind, genügt eine Gene­ral­über­ho­lung oder der Aus­tausch des Wand­lers.

 

Tipps zur Pflege des Automatikgetriebes

Ähn­lich wie beim Motor raten wir, von Zeit zu Zeit einen Ölwech­sel des Auto­ma­tik­ge­trie­bes durch­zu­füh­ren. Auch wenn Her­stel­ler damit wer­ben, dass das Getrie­be­öl ein gesam­tes Auto­le­ben hält, ver­liert es im Lau­fe der Jah­re an Qua­li­tät, sodass eine opti­ma­le Schmie­rung nicht mehr gege­ben ist. Aus die­sem Grund ist es emp­feh­lens­wert, das Öl nach 60.000 bis 80.000 km zu wech­seln. Wird das Öl des Auto­ma­tik­ge­trie­bes in einer Werk­statt aus­ge­tauscht, soll­te die­se noch eine soge­nann­te Ölspü­lung durch­füh­ren. Dabei wer­den sämt­li­che Rück­stän­de aus den Lei­tun­gen sowie dem Ölküh­ler ent­fernt. Die Kos­ten für einen Ölwech­sel mit Ölspü­lung lie­gen dabei zwi­schen 200 und 400 €. Unter ande­rem bemisst sich der Preis am Grad der Ver­schmut­zung des Getrie­bes.