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Seit 1999 führt der ADAC, anlässlich immer häufigerer Todesfälle in Tunneln, jährlich den Tunneltest in ganz Europa durch. Seitdem, und vielleicht auch deshalb, geht es aufwärts. Die Tunnel schneiden stetig besser ab. Vermutlich liegt das auch an der 2004 in Kraft getretenen EU-Richtlinie zur Sicherheit in Tunneln. Die gute Entwicklung gipfelt nun in dem „Ergebnis aller Zeiten„, so der ADAC.

14 von 20 in Europa getestete Tunnel schnitten mit „sehr gut“ ab. Die restlichen 6 mit einem „gut“. Zum Sieger wurde der deutsche Tunnel Berg Bock auf der A71 bei Suhl gekürt. Und zwar deshalb, weil er mit deutlich gekennzeichneten Flucht- und Rettungswegen ausgestattet ist. Außerdem ist eine lückenlose Videoüberwachung gewährleistet und gegen Lärm geschützte Notrufstationen inklusive Feuerlöschern.

Trotz des Lobes gibt es vom ADAC auch Mängelhinweise: So sind die Wände bei der Hälfte aller Tunnel nicht in Weiß gehalten. Und bei einem Viertel bildet sich unter der Woche täglich Stau. Ebenfalls bei einem Viertel sei die Verständigung über Notrufe wegen des Lärms schwierig.

Der Automobilklub hat seit 1999 400 Röhren in 21 europäischen Ländern untersucht und über die Jahre regelmäßig Stichproben genommen. Die Anforderungen für die Testobjekte waren, dass sie mindesten einen Kilometer lang und für den Reiseverkehr relevant sind.