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Schlagwort: Chrysler

Dodge Viper ACR: Flügel für die Giftschlange

Sport­wa­gen-Iko­ne aus Ame­ri­ka - die Dodge Viper. Fotos: XMe­dia

 

 

Eine neue Gift­schlan­ge kommt nach Deutsch­land: Nach der Prä­sen­ta­ti­on der Dodge Viper ACR in den USA  rollt die gif­tigs­te aller Viper in die­sen Tagen als Ver­si­on „Ame­ri­can Club Racer“ (ACR) nach

Deutsch­land, um hier ihrem Ruf als bes­ter ame­ri­ka­ni­scher, renn­stre­cken­taug­li­cher Sport­wa­gen gerecht zu wer­den. Power hat­te die Viper schon in der Stan­dard­ver­si­on. Nur gering­fü­gig stei­ger­ten die Ent­wick­ler der Chrys­ler-Toch­ter Dodge den frei sau­gen­den 8,4-Liter-V10-Motor auf 654 PS bei 813 New­ton­me­ter. Damit aber die Pfer­de auf der Stra­ße und auf der Pis­te so rich­tig in den Galopp kom­men, leg­ten die Inge­nie­re in der fina­len „ACR“-Version ein „Extre­me Aero Packa­ge“ drauf. So kommt die Kraft rich­tig auf den Boden. Der üppi­ge Front­spoi­ler hebt den Fahrt­wind über das Auto. Soge­nann­te „Dop­pel-Flaps“ lei­ten den Luft­strom nach hin­ten, wo ihn ein 1,88 Meter brei­tes und ein­stell­ba­res Heck­leit­werk mit seit­li­chen Luft­leit­ele­men­ten in Down­force und Spur­sta­bi­li­tät umwan­delt. Das Ergeb­nis ist nie­der­drü­ckend: Bei der Höchst­ge­schwin­dig­keit von 285 km/h pres­sen die Flü­gel die Karos­se mit 700 kg Abtrieb auf den Asphalt - ein Rekord­wert in die­sem Seg­ment. So soll eine Quer­be­schleu­ni­gung von 1,5 g über­tra­gen wer­den, die mäch­ti­ge Rei­fen in der Dimen­si­on 29525 R 19 vorn und  35530 R 19 hin­ten in Grip umwan­deln. Rei­fen­her­stel­ler Kum­ho ent­wi­ckel­te spe­zi­ell für die Viper den Hoch­leis­tungs­rei­fen Ecs­ta V720. Für die Ver­zö­ge­rung sor­gen leich­te Car­bon/­Cer­a­mic-Brem­sen von Brem­bo mit 6-Kol­ben-Sät­teln und 390er Brems­schei­ben vorn und 360er Schei­ben hin­ten. Erhält­lich ist die Gift­schlan­ge ab sofort beim Mün­che­ner Dodge-Impor­teur Karl Gei­ger für 179.000 Euro.

Auto selbst reparieren: Was ist bei modernen Fahrzeugen noch möglich?

Photographee.eu / foto­lia

Bis vor etwa 20 Jah­ren galt es als selbst­ver­ständ­lich und sogar als Ehren­sa­che, eine klei­ne Repa­ra­tur am Auto selbst durch­zu­füh­ren. Das spar­te Kos­ten und war oft die effek­tivs­te Pan­nen­hil­fe in Ost und West: Wer als West­deut­scher mit dem VW oder Opel unter­wegs war, wuss­te sich zumin­dest in länd­li­chen Gegen­den oder im Aus­land am liebs­ten selbst zu hel­fen, ehe eine Werk­statt gefun­den wur­de. Die ost­deut­schen Besit­zer von Tra­bant und Wart­burg hat­ten als Stan­dard­werk­zeug immer einen Ham­mer (!) im Auto, der Trab­bi brauch­te bei­spiels­wei­se gele­gent­lich einen leich­ten Schlag auf den Anlas­ser, damit die­ser funk­tio­nier­te. Beim Wart­burg sprang gern der Getrie­be­schalt­he­bel her­aus, ein Hand­griff genüg­te aber, um ihn wie­der ein­ras­ten zu las­sen. Die west­deut­schen Lands­leu­te waren der­weil oft damit beschäf­tigt, den Keil­rie­men ihres VW Käfer selbst zu wech­seln. Kurz und gut: Tech­ni­sches Grund­ver­ständ­nis genüg­te für sol­che Arbei­ten. Aber heu­te?

Der schwie­ri­ge Lam­pen­wech­sel

Ab den 1990er Jah­ren hielt die Elek­tro­nik Ein­zug in die Fahr­zeug­tech­nik, das setz­te den Do-it-yours­elf-Repa­ra­tu­ren mehr und mehr enge Gren­zen. Doch die Elek­tro­nik ist es nicht allein: Auch die Anord­nung vie­ler Bau­tei­le, ange­fan­gen bei den Lam­pen, ist bei eini­gen Model­len so kom­pli­ziert, dass der Wech­sel ohne Werk­statt ein­fach nicht zu schaf­fen ist. Die Auto­fah­rer sind oft der Auf­fas­sung, dass doch zumin­dest ein Lam­pen­wech­sel oder mecha­ni­sche Defek­te selbst zu behe­ben sein müss­ten, doch es gibt enge Gren­zen. Für den Glüh­bir­nen­wech­sel muss oft der kom­plet­te Kot­flü­gel her­un­ter, manch­mal muss das Auto dafür auch auf eine Hebe­büh­ne. Es gibt Aus­nah­men wie etwa beim Nis­san Note, bei dem der Fah­rer nur eine Man­schet­te lösen und mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl die Klam­mer zur Sei­te schie­ben muss, was nach dem drit­ten Lam­pen­wech­seln mit geschlos­se­nen Augen gelingt. Kei­ne Chan­ce hin­ge­gen beim Klein­wa­gen Hon­da Jazz oder beim Smart Cabrio: Die vor­de­re Ver­klei­dung muss ab, das schafft ordent­lich nur eine Werk­statt. Beim Chrys­ler 300 M dau­ert ein Lam­pen­wech­sel in der Werk­statt 72 Minu­ten und ist ent­spre­chend teu­er. Dabei hängt der kom­pli­zier­te Wech­sel nicht von der Preis­klas­se des Autos ab, denn beim Por­sche Boxs­ter kön­nen die Fah­rer mit bei­lie­gen­dem Werk­zeug ihren Front­schein­wer­fer selbst her­aus­bau­en, was auch der tech­ni­sche Laie in fünf Minu­ten schafft. Das soll­te eigent­lich zum Stan­dard wer­den, denn schon seit eini­gen Jah­ren gibt es die Ergän­zung 07 zur EU-Richt­li­nie ECE 48, die den Her­stel­lern vor­schreibt, die Schein­wer­fer so zu kon­stru­ie­ren, dass die Fah­rer die Lam­pen mit Bord­mit­teln selbst aus­tau­schen kön­nen. Das gilt natür­lich nur für euro­päi­sche Fahr­zeu­ge und hier wie­der­um nicht für LED- und Xenon-Anla­gen, an denen hohe Span­nun­gen anlie­gen. Es bleibt dabei: Ein schlich­ter Lam­pen­wech­sel kann teu­er wer­den.

Was ist an moder­nen Autos noch selbst zu repa­rie­ren?

Eini­ge Din­ge funk­tio­nie­ren natür­lich noch mit eige­nen Hand­grif­fen, das muss im Pan­nen­fall auch so sein:

- Ein Rad kann jeder Auto­fah­rer mit dem Rad­schlüs­sel und dem Wagen­he­ber selbst wech­seln.

- Der Aus­puff kann selbst gewech­selt wer­den, wenn eine Hebe­büh­ne vor­han­den und der Aus­puff nicht zu ver­ros­tet ist.

- Bei vie­len Fahr­zeu­gen las­sen sich die Brems­be­lä­ge selbst erneu­ern, jedoch ist der vor­he­ri­ge Blick in die Bedie­nungs­an­lei­tung zwin­gend: Manch­mal ist ein Dia­gno­se­ge­rät für das Jus­tie­ren der Belä­ge erfor­der­lich.

- Den Wech­sel der Bat­te­rie schaf­fen die meis­ten Fah­rer noch allein.

- Einen Öl-, Luft­fil­ter- und Kühl­was­ser­wech­sel ermög­li­chen eben­falls fast alle moder­nen Autos durch einen Lai­en.

- Eigent­lich nicht zu den Repa­ra­tu­ren gehö­ren das Auf­fül­len von Was­ser für die Schei­ben­wasch­an­la­ge und ein Aus­tausch von Schei­ben­wi­scher­blät­tern, auch das schafft jeder Fah­rer selbst.

Es gibt die Mög­lich­keit, eine Miet­werk­statt zu nut­zen, in der auch ein Kfz-Meis­ter vor Ort ist. Wenn für die Brems­be­lä­ge ein Dia­gno­se­ge­rät erfor­der­lich ist, gibt es die­ses in der Werk­statt, doch bei vie­len Autos las­sen sich neue Brems­be­lä­ge selbst jus­tie­ren und übri­gens auch nicht ver­kehrt her­um ein­bau­en.

Bei den benö­tig­ten Tei­len lohnt es sich online zu ver­glei­chen. Ins­be­son­de­re bei gebrauch­ten Auto­tei­len kann hier viel Geld gespart wer­den.

Bera­tung durch den Fach­mann

Wen nur ein Hauch von Unsi­cher­heit besteht, ist eine fach­män­ni­sche Bera­tung zwin­gend, bevor jemand selbst Hand anlegt. Es dro­hen sonst Unfäl­le, wei­te­re Pan­nen sowie der Ver­lust von Garan­ti­en und Ver­si­che­rungs­an­sprü­chen. Grund­sätz­lich gilt bei moder­nen Autos: Fin­ger weg von der Elek­tro­nik. Der ADAC ver­weist dar­auf, dass der Laie hier Schä­den mas­siv ver­grö­ßern kann, statt sie zu behe­ben. Dann wird die Repa­ra­tur in der Werk­statt erst rich­tig teu­er.


Konzept: Jeep Renegade Hard Steel auf dem Genfer Salon 2015 vorgestellt

fran­ce­scopao­li / foto­lia

Kaum ist der neue Jeep Rene­ga­de erschie­nen, da nut­zen der haus­ei­ge­ne Tuner Mopar und das Design-Zen­trum von Fiat Chrys­ler Auto­mo­bi­les (FCA) das Spit­zeb­mo­dell Trail­hawk, um ein inter­es­san­tes Gespann mit Namen „Jeep Rene­ga­de Hard Steel con­cept“ her­zu­stel­len. Auf dem Gen­fer Auto­sa­lon (5. bis 15. März 2015) ist es nun zum ers­ten Mal zu sehen.

Das Kon­zept setzt sich aus Zug­fahr­zeug und Anhän­ger zusam­men. Das Zug­fahr­zeug trägt eine sil­ber­far­be­ne Lackie­rung, die an gebürs­te­ten Stahl erin­nert. Außer­dem wur­den die Stoß­fän­ger, die Dach­re­ling, der Küh­ler­grill, die Luft­hut­ze auf der Motor­hau­be sowie die 16-Zoll-Fel­gen in mat­tem Schwarz gesetzt. Das Farb­kon­zept fin­det eben­so im Inte­ri­eur Ver­wen­dung: Hand­schuh­fach­de­ckel, Lüf­tungs­dü­sen, Laut­spre­cher und Mit­tel­kon­so­le sind in gebürs­te­ter-Stahl-Optik gehal­ten. Die Sit­ze und die Tür­ver­klei­dun­gen sind mit schwar­zem Leder im „Used Look“ über­zo­gen.

Höhe­punkt des Jeep Rene­ga­de Hard Steel con­cept ist der Anhän­ger, des­sen Heck das Design des Basis-Fahr­zeugs wider­spie­gelt. Auch er besitzt das glei­che Farb­sche­ma wie die 125-kW-Rene­ga­de-Zug­ma­schi­ne. Wird der Trai­ler geöff­net, erscheint ein gro­ßer Touch­screen, der eine ers­te Vor­stel­lung von „Ucon­nect LIVE“ für Euro­pa ver­mit­teln soll. Das durch das Inter­net unter­stütz­te Sys­tem soll ab Som­mer 2015 in den Jeep Rene­ga­de Ein­zug hal­ten. Es kommt mit Ser­vices wie Inter­net-Radio oder Echt­zeit-Ver­kehrs­in­for­ma­tio­nen daher, wel­che dann auf dem fünf- oder 6,5-Zoll-Touchscreen in der Mit­tel­kon­so­le dar­ge­stellt wer­den. Des Wei­te­ren beinhal­tet der Anhän­ger ein WiFi-Sys­tem von Mopar, das den Trai­ler in einen mobi­len Hot­spot ver­wan­delt.


Fiat schluckt Chrysler vollständig

Gina Sanders/ Foto­lia

Fiat hat sich – wie bereits ange­kün­digt – die voll­stän­di­ge Kon­trol­le über die US-Toch­ter Chrys­ler gesi­chert. Der ita­lie­ni­sche Auto­bau­er über­nimmt in einem 4,35 Mil­li­ar­den Dol­lar (3,21 Mrd. Euro) schwe­ren Geschäft den Min­der­heits­an­teil, den bis­her der Gesund­heits­fonds der nord­ame­ri­ka­ni­schen Auto­ge­werk­schaft UAW hielt. Chrys­ler sei dadaurch im vol­len Besitz der Turi­ner, teil­te Fiat am 21. Janu­ar 2014 mit. Der ent­spre­chen­de Ver­trag mit dem Gesund­heits­fonds zur Über­nah­me von deren Anteil in Höhe von 41,5 Pro­zent sei nun end­gül­tig geschlos­sen. Der Gesund­heits­fonds der Gewerk­schaft erhält aus der Kas­se von Chrys­ler 1,90 Mil­li­ar­den Dol­lar, 1,75 Mil­li­ar­den Dol­lar zahlt Fiat. Außer­dem erhält der Fonds von Chrys­ler wei­te­re 700 Mil­lio­nen Dol­lar in vier jähr­li­chen Raten. Die ers­te wur­de laut Fiat schon bezahlt.

Chrys­ler befand sich zuletzt im Auf­stieg. Im drit­ten Quar­tal 2013 erhöh­te sich der Gewinn um 22 Pro­zent auf 464 Mil­lio­nen Dol­lar, der Umsatz um knapp 14 Pro­zent auf 17,6 Mil­li­ar­den Dol­lar. Dadurch wird die Toch­ter immer wich­ti­ger für den Fiat-Kon­zern, wel­cher beson­ders auf dem Hei­mat­markt zu kämp­fen hat. Zwi­schen­zeit­lich hat­te Fiat einen Bör­sen­gang für Chrys­ler erwo­gen, den Plan jedoch Ende Novem­ber 2013 ver­wor­fen. Bis­lang führt der Mana­ger Ser­gio Mar­chion­ne Fiat und Chrys­ler. Die Auto­bau­er tei­len sich Tech­no­lo­gie, das Händ­ler­netz, den Ein­kauf sowie das Manage­ment.


Experte schließt Schließungen von Werken bei Fiat nicht aus

RAM/ foto­lia

Jetzt müs­sen har­te Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den“, äußer­te sich der KPMG-Auto­ex­per­te Mathieu Mey­er am Diens­tag. Das kön­ne Ita­li­en, aber eben­so die USA betref­fen. Zwar habe sich Fiats Situa­ti­on durch den Durch­bruch beim Kauf der übri­gen Chrys­ler-Antei­le klar ver­bes­sert – die Über­ka­pa­zi­tä­ten spe­zi­ell in Ita­li­en wür­den jedoch nach wie vor bestehen. „Ich ver­mu­te, dass da noch etwas kommt”, mut­maß­te der Exper­te der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft. Er sei gespannt auf die kom­men­den sechs bis zwölf Mona­te.

Nach zähen Ver­hand­lun­gen hat­te Fiat am 1. Janu­ar ange­kün­digt, sei­ne US-Toch­ter Chrys­ler in den nächs­ten Wochen voll­stän­dig zu über­neh­men. Wäh­rend der ita­lie­ni­sche Auto­bau­er extrem unter der Flau­te auf dem Hei­mat­kon­ti­nent zu lei­den hat und eben­so in Süd­ame­ri­ka Pro­ble­me hat, lie­fen Chrys­lers US-Geschäf­te zuletzt her­vor­ra­gend. Das behü­te­te die Kon­zern­mut­ter mehr­fach vor den roten Zah­len. Die geret­te­ten Bilan­zen kön­nen jedoch nicht über den kost­spie­li­gen Leer­lauf in eini­gen Fiat-Wer­ken spe­zi­ell in Ita­li­en hin­weg­täu­schen. Weil die Nach­fra­ge über lan­ge Zeit kaum vor­han­den war, ste­hen vie­le Bän­der still.