kostenlose Werkstattsuche
SERVICE HOTLINE: +49 (0)6301 - 600 2999(1)

Schlagwort: Chrysler

Dodge Viper ACR: Flügel für die Giftschlange

DSC_7607

Sportwagen-Ikone aus Ame­rika - die Dodge Viper. Fotos: XMedia

 

 

Eine neue Gift­schlange kommt nach Deutsch­land: Nach der Prä­sen­ta­tion der Dodge Viper ACR in den USA  rollt die gif­tigste aller Viper in die­sen Tagen als Ver­sion „Ame­ri­can Club Racer“ (ACR) nach DSC_7556Deutsch­land, um hier ihrem Ruf als bes­ter ame­ri­ka­ni­scher, renn­stre­ck­en­taug­li­cher Sport­wa­gen gerecht zu wer­den. Power hatte die Viper schon in der Stan­dard­ver­sion. Nur gering­fü­gig stei­ger­ten die Ent­wick­ler der Chrysler-Tochter Dodge den frei sau­gen­den 8,4-Liter-V10-Motor auf 654 PS bei 813 New­ton­me­ter. Damit aber die Pferde auf der Straße und auf der Piste so rich­tig in den Galopp kom­men, leg­ten die Inge­niere in der fina­len „ACR“-Version ein „Extreme Aero Package“ drauf. So kommt die Kraft rich­tig auf den Boden. Der üppige Front­spoi­ler hebt den Fahrt­wind über das Auto. Soge­nannte „Doppel-Flaps“ lei­ten den Luft­strom nach hin­ten, wo ihn ein 1,88 Meter brei­tes und ein­stell­ba­res Heck­leit­werk mit seit­li­chen Luft­lei­t­e­le­men­ten in Down­force und Spur­sta­bi­li­tät umwan­delt. Das Ergeb­nis ist nie­der­drü­ckend: Bei der Höchst­ge­schwin­dig­keit von 285 km/h pres­sen die Flü­gel die Karosse mit 700 kg Abtrieb auf den Asphalt - ein Rekord­wert in die­sem Seg­ment. So soll eine Quer­be­schleu­ni­gung von 1,5 g über­tra­gen wer­den, die mäch­tige Rei­fen in der Dimen­sion 295/25 R 19 vorn und  355/30 R 19 hin­ten in Grip umwan­deln. Rei­fen­her­stel­ler Kumho ent­wi­ckelte spe­zi­ell für die Viper den Hoch­leis­tungs­rei­fen Ecsta V720. Für die Ver­zö­ge­rung sor­gen leichte Carbon/Ceramic-Bremsen von Brembo mit 6-Kolben-Sätteln und 390er Brems­schei­ben vorn und 360er Schei­ben hin­ten. Erhält­lich ist die Gift­schlange ab sofort beim Mün­che­ner Dodge-Importeur Karl Gei­ger für 179.000 Euro. 


Auto selbst reparieren: Was ist bei modernen Fahrzeugen noch möglich?

Photographee.eu / fotolia

Photographee.eu / fotolia

Bis vor etwa 20 Jah­ren galt es als selbst­ver­ständ­lich und sogar als Ehren­sa­che, eine kleine Repa­ra­tur am Auto selbst durch­zu­füh­ren. Das sparte Kos­ten und war oft die effek­tivste Pan­nen­hilfe in Ost und West: Wer als West­deut­scher mit dem VW oder Opel unter­wegs war, wusste sich zumin­dest in länd­li­chen Gegen­den oder im Aus­land am liebs­ten selbst zu hel­fen, ehe eine Werk­statt gefun­den wurde. Die ost­deut­schen Besit­zer von Tra­bant und Wart­burg hat­ten als Stan­dard­werk­zeug immer einen Ham­mer (!) im Auto, der Trabbi brauchte bei­spiels­weise gele­gent­lich einen leich­ten Schlag auf den Anlas­ser, damit die­ser funk­tio­nierte. Beim Wart­burg sprang gern der Getrie­be­schalt­he­bel her­aus, ein Hand­griff genügte aber, um ihn wie­der ein­ras­ten zu las­sen. Die west­deut­schen Lands­leute waren der­weil oft damit beschäf­tigt, den Keil­rie­men ihres VW Käfer selbst zu wech­seln. Kurz und gut: Tech­ni­sches Grund­ver­ständ­nis genügte für sol­che Arbei­ten. Aber heute?

Der schwie­rige Lampenwechsel

Ab den 1990er Jah­ren hielt die Elek­tro­nik Ein­zug in die Fahr­zeug­tech­nik, das setzte den Do-it-yourself-Reparaturen mehr und mehr enge Gren­zen. Doch die Elek­tro­nik ist es nicht allein: Auch die Anord­nung vie­ler Bau­teile, ange­fan­gen bei den Lam­pen, ist bei eini­gen Model­len so kom­pli­ziert, dass der Wech­sel ohne Werk­statt ein­fach nicht zu schaf­fen ist. Die Auto­fah­rer sind oft der Auf­fas­sung, dass doch zumin­dest ein Lam­pen­wech­sel oder mecha­ni­sche Defekte selbst zu behe­ben sein müss­ten, doch es gibt enge Gren­zen. Für den Glüh­bir­nen­wech­sel muss oft der kom­plette Kot­flü­gel her­un­ter, manch­mal muss das Auto dafür auch auf eine Hebe­bühne. Es gibt Aus­nah­men wie etwa beim Nis­san Note, bei dem der Fah­rer nur eine Man­schette lösen und mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl die Klam­mer zur Seite schie­ben muss, was nach dem drit­ten Lam­pen­wech­seln mit geschlos­se­nen Augen gelingt. Keine Chance hin­ge­gen beim Klein­wa­gen Honda Jazz oder beim Smart Cabrio: Die vor­dere Ver­klei­dung muss ab, das schafft ordent­lich nur eine Werk­statt. Beim Chrys­ler 300 M dau­ert ein Lam­pen­wech­sel in der Werk­statt 72 Minu­ten und ist ent­spre­chend teuer. Dabei hängt der kom­pli­zierte Wech­sel nicht von der Preis­klasse des Autos ab, denn beim Por­sche Boxs­ter kön­nen die Fah­rer mit bei­lie­gen­dem Werk­zeug ihren Front­schein­wer­fer selbst her­aus­bauen, was auch der tech­ni­sche Laie in fünf Minu­ten schafft. Das sollte eigent­lich zum Stan­dard wer­den, denn schon seit eini­gen Jah­ren gibt es die Ergän­zung 07 zur EU-Richtlinie ECE 48, die den Her­stel­lern vor­schreibt, die Schein­wer­fer so zu kon­stru­ie­ren, dass die Fah­rer die Lam­pen mit Bord­mit­teln selbst aus­tau­schen kön­nen. Das gilt natür­lich nur für euro­päi­sche Fahr­zeuge und hier wie­derum nicht für LED- und Xenon-Anlagen, an denen hohe Span­nun­gen anlie­gen. Es bleibt dabei: Ein schlich­ter Lam­pen­wech­sel kann teuer werden.

Was ist an moder­nen Autos noch selbst zu reparieren?

Einige Dinge funk­tio­nie­ren natür­lich noch mit eige­nen Hand­grif­fen, das muss im Pan­nen­fall auch so sein:

- Ein Rad kann jeder Auto­fah­rer mit dem Rad­schlüs­sel und dem Wagen­he­ber selbst wechseln.

- Der Aus­puff kann selbst gewech­selt wer­den, wenn eine Hebe­bühne vor­han­den und der Aus­puff nicht zu ver­ros­tet ist.

- Bei vie­len Fahr­zeu­gen las­sen sich die Brems­be­läge selbst erneu­ern, jedoch ist der vor­he­rige Blick in die Bedie­nungs­an­lei­tung zwin­gend: Manch­mal ist ein Dia­gno­se­ge­rät für das Jus­tie­ren der Beläge erforderlich.

- Den Wech­sel der Bat­te­rie schaf­fen die meis­ten Fah­rer noch allein.

- Einen Öl-, Luftfilter- und Kühl­was­ser­wech­sel ermög­li­chen eben­falls fast alle moder­nen Autos durch einen Laien.

- Eigent­lich nicht zu den Repa­ra­tu­ren gehö­ren das Auf­fül­len von Was­ser für die Schei­ben­wasch­an­lage und ein Aus­tausch von Schei­ben­wi­scher­blät­tern, auch das schafft jeder Fah­rer selbst.

Es gibt die Mög­lich­keit, eine Miet­werk­statt zu nut­zen, in der auch ein Kfz-Meister vor Ort ist. Wenn für die Brems­be­läge ein Dia­gno­se­ge­rät erfor­der­lich ist, gibt es die­ses in der Werk­statt, doch bei vie­len Autos las­sen sich neue Brems­be­läge selbst jus­tie­ren und übri­gens auch nicht ver­kehrt herum einbauen.

Bei den benö­tig­ten Tei­len lohnt es sich online zu ver­glei­chen. Ins­be­son­dere bei gebrauch­ten Auto­tei­len kann hier viel Geld gespart werden.

Bera­tung durch den Fachmann

Wen nur ein Hauch von Unsi­cher­heit besteht, ist eine fach­män­ni­sche Bera­tung zwin­gend, bevor jemand selbst Hand anlegt. Es dro­hen sonst Unfälle, wei­tere Pan­nen sowie der Ver­lust von Garan­tien und Ver­si­che­rungs­an­sprü­chen. Grund­sätz­lich gilt bei moder­nen Autos: Fin­ger weg von der Elek­tro­nik. Der ADAC ver­weist dar­auf, dass der Laie hier Schä­den mas­siv ver­grö­ßern kann, statt sie zu behe­ben. Dann wird die Repa­ra­tur in der Werk­statt erst rich­tig teuer. 


Konzept: Jeep Renegade Hard Steel auf dem Genfer Salon 2015 vorgestellt

francescopaoli / fotolia

fran­ce­sco­paoli / fotolia

Kaum ist der neue Jeep Rene­gade erschie­nen, da nut­zen der haus­ei­gene Tuner Mopar und das Design-Zentrum von Fiat Chrys­ler Auto­mo­bi­les (FCA) das Spit­zeb­mo­dell Trailhawk, um ein inter­es­san­tes Gespann mit Namen „Jeep Rene­gade Hard Steel con­cept“ her­zu­stel­len. Auf dem Gen­fer Auto­sa­lon (5. bis 15. März 2015) ist es nun zum ers­ten Mal zu sehen.

Das Kon­zept setzt sich aus Zug­fahr­zeug und Anhän­ger zusam­men. Das Zug­fahr­zeug trägt eine sil­ber­far­bene Lackie­rung, die an gebürs­te­ten Stahl erin­nert. Außer­dem wur­den die Stoß­fän­ger, die Dach­re­ling, der Küh­ler­grill, die Luft­hutze auf der Motor­haube sowie die 16-Zoll-Felgen in mat­tem Schwarz gesetzt. Das Farb­kon­zept fin­det ebenso im Inte­ri­eur Ver­wen­dung: Hand­schuh­fach­de­ckel, Lüf­tungs­dü­sen, Laut­spre­cher und Mit­tel­kon­sole sind in gebürsteter-Stahl-Optik gehal­ten. Die Sitze und die Tür­ver­klei­dun­gen sind mit schwar­zem Leder im „Used Look“ überzogen.

Höhe­punkt des Jeep Rene­gade Hard Steel con­cept ist der Anhän­ger, des­sen Heck das Design des Basis-Fahrzeugs wider­spie­gelt. Auch er besitzt das glei­che Farb­schema wie die 125-kW-Renegade-Zugmaschine. Wird der Trai­ler geöff­net, erscheint ein gro­ßer Touch­screen, der eine erste Vor­stel­lung von „Ucon­nect LIVE“ für Europa ver­mit­teln soll. Das durch das Inter­net unter­stützte Sys­tem soll ab Som­mer 2015 in den Jeep Rene­gade Ein­zug hal­ten. Es kommt mit Ser­vices wie Internet-Radio oder Echtzeit-Verkehrsinformationen daher, wel­che dann auf dem fünf- oder 6,5-Zoll-Touchscreen in der Mit­tel­kon­sole dar­ge­stellt wer­den. Des Wei­te­ren beinhal­tet der Anhän­ger ein WiFi-System von Mopar, das den Trai­ler in einen mobi­len Hot­spot verwandelt. 


Fiat schluckt Chrysler vollständig

Gina Sanders/ Fotolis

Gina Sanders/ Fotolia

Fiat hat sich – wie bereits ange­kün­digt – die voll­stän­dige Kon­trolle über die US-Tochter Chrys­ler gesi­chert. Der ita­lie­ni­sche Auto­bauer über­nimmt in einem 4,35 Mil­li­ar­den Dol­lar (3,21 Mrd. Euro) schwe­ren Geschäft den Min­der­heits­an­teil, den bis­her der Gesund­heits­fonds der nord­ame­ri­ka­ni­schen Auto­ge­werk­schaft UAW hielt. Chrys­ler sei dadaurch im vol­len Besitz der Turi­ner, teilte Fiat am 21. Januar 2014 mit. Der ent­spre­chende Ver­trag mit dem Gesund­heits­fonds zur Über­nahme von deren Anteil in Höhe von 41,5 Pro­zent sei nun end­gül­tig geschlos­sen. Der Gesund­heits­fonds der Gewerk­schaft erhält aus der Kasse von Chrys­ler 1,90 Mil­li­ar­den Dol­lar, 1,75 Mil­li­ar­den Dol­lar zahlt Fiat. Außer­dem erhält der Fonds von Chrys­ler wei­tere 700 Mil­lio­nen Dol­lar in vier jähr­li­chen Raten. Die erste wurde laut Fiat schon bezahlt.

Chrys­ler befand sich zuletzt im Auf­stieg. Im drit­ten Quar­tal 2013 erhöhte sich der Gewinn um 22 Pro­zent auf 464 Mil­lio­nen Dol­lar, der Umsatz um knapp 14 Pro­zent auf 17,6 Mil­li­ar­den Dol­lar. Dadurch wird die Toch­ter immer wich­ti­ger für den Fiat-Konzern, wel­cher beson­ders auf dem Hei­mat­markt zu kämp­fen hat. Zwi­schen­zeit­lich hatte Fiat einen Bör­sen­gang für Chrys­ler erwo­gen, den Plan jedoch Ende Novem­ber 2013 ver­wor­fen. Bis­lang führt der Mana­ger Ser­gio Mar­chionne Fiat und Chrys­ler. Die Auto­bauer tei­len sich Tech­no­lo­gie, das Händ­ler­netz, den Ein­kauf sowie das Management. 


Experte schließt Schließungen von Werken bei Fiat nicht aus

RAM/ fotolia

RAM/ foto­lia

Jetzt müs­sen harte Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den“, äußerte sich der KPMG-Autoexperte Mathieu Meyer am Diens­tag. Das könne Ita­lien, aber ebenso die USA betref­fen. Zwar habe sich Fiats Situa­tion durch den Durch­bruch beim Kauf der übri­gen Chrys­ler-Anteile klar ver­bes­sert – die Über­ka­pa­zi­tä­ten spe­zi­ell in Ita­lien wür­den jedoch nach wie vor beste­hen. „Ich ver­mute, dass da noch etwas kommt”, mut­maßte der Experte der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft. Er sei gespannt auf die kom­men­den sechs bis zwölf Monate.

Nach zähen Ver­hand­lun­gen hatte Fiat am 1. Januar ange­kün­digt, seine US-Tochter Chrys­ler in den nächs­ten Wochen voll­stän­dig zu über­neh­men. Wäh­rend der ita­lie­ni­sche Auto­bauer extrem unter der Flaute auf dem Hei­mat­kon­ti­nent zu lei­den hat und ebenso in Süd­ame­rika Pro­bleme hat, lie­fen Chrys­lers US-Geschäfte zuletzt her­vor­ra­gend. Das behü­tete die Kon­zern­mut­ter mehr­fach vor den roten Zah­len. Die geret­te­ten Bilan­zen kön­nen jedoch nicht über den kost­spie­li­gen Leer­lauf in eini­gen Fiat-Werken spe­zi­ell in Ita­lien hin­weg­täu­schen. Weil die Nach­frage über lange Zeit kaum vor­han­den war, ste­hen viele Bän­der still.