Ist die Zylin­der­kopf­dich­tung kaputt, besteht Gefahr für den Motor. Schon bei ers­ten Anzei­chen eines mög­li­chen Defekts gehört Ihr Fahr­zeug in die Obhut einer Fach­werk­statt. Im all­täg­li­chen Betrieb machen sich die Sym­pto­me einer Fehl­funk­ti­on an der Kopf­dich­tung meist deut­lich bemerk­bar. Dann ist es wich­tig, mög­lichst früh zu han­deln und kost­spie­li­ge Fol­ge­schä­den zu ver­mei­den. Wel­che Ursa­chen für eine Beschä­di­gung der Zylin­der­kopf­dich­tung ver­ant­wort­lich sind und wie Sie Alarm­zei­chen früh­zei­tig erken­nen, klä­ren wir im fol­gen­den Arti­kel.

Geht die Zylin­der­kopf­dich­tung kaputt, kann das schlim­me Fol­gen für den Motor haben. Erfah­ren Sie hier, was zu tun ist und wie hoch die Kos­ten einer Repa­ra­tur sind. (Quel­le: malkovkosta/stock.adobe.com)

 

Der moderne Motor: So wichtig ist die Zylinderkopfdichtung

Die Zylin­der­kopf­dich­tung nimmt eine Schlüs­sel­funk­ti­on im Ver­bren­nungs­raum des Motors ein. An ihrer zen­tra­len Posi­ti­on zwi­schen dem Zylin­der­kopf und dem Motor­block trägt sie zu einem rei­bungs­lo­sen Gas­aus­tausch bei und sichert die Kreis­läu­fe von Schmier- und Kühl­mit­tel. Zu ihren wich­tigs­ten Auf­ga­ben zählt, die Wege von Gas, Öl und Was­ser abzu­dich­ten und eine Ver­mi­schung der unter­schied­li­chen Medi­en zu ver­hin­dern. Dabei hält die Kopf­dich­tung star­ken Belas­tun­gen durch hohe Tem­pe­ra­tu­ren, Rei­bung und Bewe­gung stand.

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Zylinderkopfdichtung defekt: Wie kann das passieren?

Ist eine Zylin­der­kopf­dich­tung kaputt, gehört das eher zu den Aus­nah­me­er­eig­nis­sen in einem Motor­le­ben. Die Ursa­chen für eine Beschä­di­gung sind den­noch viel­fäl­tig:

  • Mon­ta­ge­feh­ler: Ist die Zylin­der­kopf­dich­tung nicht aus­rei­chend ver­presst, weil Bau­tei­le ver­zo­gen sind oder die Mon­ta­ge nicht den Richt­li­ni­en ent­spricht, kann es zu Öl- und Kühl­mit­te­lun­dich­tig­kei­ten sowie zu einem Aus­tritt von Ver­bren­nungs­ga­sen kom­men.
  • Über­hit­zung: Fehl­funk­tio­nen von Moto­ren­bau­tei­len wie der Was­ser­pum­pe oder eines Ther­mo­stats, aber auch Kalk­ab­la­ge­run­gen, Flüs­sig­keits­man­gel oder fal­sche Frost­schutz­mit­tel im Kühl­sys­tem – und sogar Stö­run­gen im Abgas­sys­tem – kön­nen zu einer Über­hit­zung füh­ren und die Dich­tung schä­di­gen.
  • „Klop­fen­der“ Ver­bren­nungs­mo­tor: Ein unre­gel­mä­ßi­ger Ver­bren­nungs­ab­lauf, bei­spiels­wei­se durch die Ver­wen­dung eines unge­eig­ne­ten oder min­der­wer­ti­gen Kraft­stoffs, kann dem Dich­tungs­ma­te­ri­al zuset­zen.
  • Mecha­nik und Mensch: Mecha­ni­sche Beein­träch­ti­gun­gen durch lose Tei­le, aber auch eine for­sche Fahr­wei­se kön­nen für Schä­den am Dich­tungs­ma­te­ri­al ver­ant­wort­lich sein.

Ernste Symptome: So macht sich ein Schaden an der Kopfdichtung bemerkbar

Wenn eine Zylin­der­kopf­dich­tung defekt ist, tre­ten unter­schied­li­che Warn­si­gna­le auf:

  • Aus­tre­ten­des Gas ver­ur­sacht Schwarz­fär­bun­gen an der Dich­tung. In der Kühl­flüs­sig­keit bil­den sich Gas­bla­sen, wodurch der Druck im Kühl­sys­tem steigt und ein Kühl­was­ser­ver­lust auf­tritt.
  • Öl dringt in den Kühl­kreis­lauf ein und Ölrück­stän­de machen sich im Kühl­was­ser bemerk­bar – gele­gent­lich bil­det sich Schaum im Kühl­was­ser­be­häl­ter. Durch den Ver­lust an Kühl­flüs­sig­keit droht Über­hit­zung.
  • Kühl­was­ser dringt in den Ölkreis­lauf ein und an der Decke­lin­nen­sei­te des Ölbe­häl­ters setzt sich hel­ler Schaum ab. Bei Fahr­zeu­gen mit manu­el­ler Ölstands­mes­sung sind Was­ser­trop­fen am Ölpeil­stab sicht­bar. Die Fol­ge der Undich­tig­keit ist ein erhöh­ter Ölver­brauch.
  • Öl und Was­ser tre­ten aus dem Motor aus und es kommt zu Feuch­tig­keit oder öli­gen Rück­stän­den am Motor­block.

 

Reparatur und Kosten: Was passiert, wenn die Zylinderkopfdichtung defekt ist?

Ist die Zylin­der­kopf­dich­tung defekt, kann das fata­le Fol­gen haben. Hoher Druck durch Was­ser­an­samm­lung im Brenn­raum, aber auch Über­hit­zung kön­nen zu irrepa­ra­blen Motor­schä­den füh­ren. Der Umfang der Repa­ra­tur rich­tet sich auch danach, wie schnell Sie auf Warn­si­gna­le reagie­ren.

Die Zylin­der­kopf­dich­tung zählt nicht zu den Ver­schleiß­tei­len des Fahr­zeugs und die Repa­ra­tur bedeu­tet einen erheb­li­chen Ein­griff. Es geht einer­seits dar­um, die schad­haf­te Dich­tung aus­zu­tau­schen. Ande­rer­seits kommt es dar­auf an, das ver­ur­sa­chen­de Pro­blem zu besei­ti­gen.

Eine Fach­werk­statt kann zwi­schen 500 und 1500 Euro für ihren Auf­wand berech­nen – je nach­dem, wel­che Bau­tei­le zusätz­lich in Mit­lei­den­schaft gezo­gen sind.

Verdacht auf defekte Zylinderkopfdichtung: Was können Sie tun?

Sie erken­nen ver­däch­ti­ge Sym­pto­me für eine defek­te Zylin­der­kopf­dich­tung (sie­he oben)? Dann soll­ten Sie einen Kon­troll-Ter­min in der Werk­statt in Erwä­gung zie­hen. Geben Sie auf Autoreparaturen.de ein­fach Ihre Fahr­zeug­da­ten ein und wäh­len Sie die Werk­statt­leis­tung Zylin­der­kopf­dich­tung.

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