RDKS-Sen­so­ren sor­gen für mehr Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr und stel­len damit eine hilf­rei­che Zusatz­aus­stat­tung dar. Doch deren kor­rek­te Funk­ti­on muss stets gewähr­leis­tet sein. Seit dem 20. Mai 2018 gel­ten bei der Haupt­un­ter­su­chung ver­schärf­te Vor­schrif­ten in Bezug auf die Sen­so­ren. Unser Blog­ar­ti­kel beschäf­tigt sich mit dem The­ma und beant­wor­tet die wich­tigs­ten Fra­gen – z. B. ob über­haupt alle Fahr­zeu­ge davon betrof­fen sind.

Ein defek­tes RDKS ist ab 2018 ein erheb­li­cher Man­gel in der Haupt­un­ter­su­chung (TÜV) – (Quel­le: stadt­rat­te / stock.adobe.com)

RDKS-Sensoren – was genau verbirgt sich dahinter?

Die Abkür­zung RDKS steht für Rei­fen­druck­kon­troll­sys­tem. Man unter­schei­det zwi­schen direk­ten und indi­rek­ten Sys­te­men. Indi­rek­te Sen­so­ren errech­nen den Rei­fen­druck anhand der Umdre­hun­gen der Räder. Direk­te Sen­so­ren hin­ge­gen sind im Ven­til inte­griert und mes­sen den tat­säch­li­chen Druck. Nach­ge­rüs­te­te Sen­so­ren befin­den sich außer­halb des eigent­li­chen Ven­tils oder sind an der Fel­ge befes­tigt, ab Werk ver­bau­te Sys­te­me sind im Rei­fen­ven­til inte­griert. In bei­den Fäl­len wird Ihnen ein etwai­ger Druck­ver­lust bezie­hungs­wei­se der aktu­el­le Rei­fen­druck im Fahr­zeug ange­zeigt.

 

Ist die TÜV-Plakette durch RDKS-Sensoren in Gefahr?

Bis­her wur­de ein defek­ter Rei­fen­druck­sen­sor vom TÜV als gerin­ger Man­gel bewer­tet, sodass trotz­dem eine Prüf­pla­ket­te ver­ge­ben wur­de. Ab dem 20. Mai 2018 jedoch wer­den Fahr­zeu­ge, für die RDKS-Sen­so­ren vor­ge­schrie­ben sind, mit einem erheb­li­chen Man­gel ver­merkt, wenn das Sys­tem bei der Haupt­un­ter­su­chung nicht funk­tio­niert. Dies bedeu­tet, dass Sie kei­ne Prüf­pla­ket­te erhal­ten und ab dem Prüf­da­tum exakt einen Monat Zeit haben, den Man­gel abzu­stel­len. Das Fahr­zeug müs­sen Sie dann für eine Nach­un­ter­su­chung erneut beim TÜV vor­stel­len.

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Hat mein Fahrzeug überhaupt RDKS-Sensoren?

Ist Ihr Fahr­zeug nach dem 1. Novem­ber 2014 zuge­las­sen, sind auf jeden Fall Rei­fen­druck­sen­so­ren ver­baut, denn dies war der Stich­tag, an dem Sen­so­ren für Neu­wa­gen zur Pflicht wur­den. Dar­über hin­aus müs­sen alle Fahr­zeu­ge mit einer Typ­prü­fung nach dem 1. Novem­ber 2012 nach­ge­rüs­tet wer­den, wenn sie noch kei­ne Sen­so­ren besit­zen. Ob Ihr Fahr­zeug dazu zählt, erfah­ren Sie im Fahr­zeug­schein unter Zif­fer 6. Älte­re Fahr­zeu­ge sind von der Ände­rung zum 20. Mai 2018 nicht betrof­fen. Somit besteht dort kei­ne Pflicht, die­se für die HU nach­zu­rüs­ten.

Was Sie noch zum Thema Reifendrucksensoren wissen sollten

Wenn Sie Ganz­jah­res­rei­fen fah­ren oder den Rad­wech­sel von Som­mer- auf Win­ter­rei­fen selbst durch­füh­ren, kann sich die Funk­ti­ons­kon­trol­le der Sen­so­ren schwie­rig gestal­ten. Je nach Sys­tem ist es erfor­der­lich, die Sen­so­ren beim Wech­sel der Rei­fen zu pro­gram­mie­ren und zu jus­tie­ren. Vie­le Rei­fen­werk­stät­ten bie­ten dies als Ser­vice an bezie­hungs­wei­se prü­fen auto­ma­tisch beim sai­so­na­len Wech­sel.

Die HU steht an – was nun zu tun ist

Wenn die Warn­leuch­te in Ihrem Fahr­zeug ein Pro­blem mit den Sen­so­ren mel­det, soll­ten Sie die­sen Man­gel unbe­dingt vor der HU behe­ben. Jedoch kann es auch sein, dass die Sen­so­ren fal­sche Wer­te aus­le­sen und einen Druck­ver­lust am Rei­fen nicht erken­nen. Auch die­ser Man­gel fällt bei der TÜV-Unter­su­chung auf. Aus die­sem Grund soll­ten Sie bei einem Rei­fen­händ­ler eine Ser­vice-War­tung durch­füh­ren las­sen, die in der Regel zwi­schen 15 und 30 Euro kos­tet. Neue Sen­so­ren kos­ten pro Stück je nach Her­stel­ler zwi­schen 35 und 80 Euro.

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