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Fehlerspeicher selbst auslesen und auswerten - Kosten, Dauer und Aufwand

Das Aufblinken von Kontrollleuchten beim Start des Fahrzeuges ist etwas alltägliches, das man nicht wirklich wahrnimmt. Die Kontrollleuchten werden erst dann zum Problem, wenn sie nicht mehr ausgehen. Vor allem, wenn es sich hierbei um die Motorkontrollleuchte handelt, bei der man das Problem nicht schnell mit dem Auffüllen der Kühlflüssigkeit oder des Ölstandes beheben kann. Hier hilft es nur, den Fehlerspeicher auslesen zu lassen oder ihn selbst auszulesen. Wie das gehen soll, erfahrt ihr hier!

OBD-Diagnose Tool
  

Wie gehe ich vor, wenn meine Motorkontrollleuchte aufleuchtet?

Um einen Überblick darüber zu haben, was auf euch zukommt, wenn eine Reparatur ansteht, solltet ihr die Kontrollleuchte zunächst erstmal beobachten. Blinkt das Licht kurz oder schnell, leuchtet es sogar dauerhaft? Denn abhängig davon, kann es sich um einen temporären, permanenten oder schweren Fehler handeln, dem man mehr oder weniger Aufmerksamkeit schenken sollte.

 

Wie finde ich heraus, weshalb meine Motorkontrollleuchte aufleuchtet?

Ein Auto besitzt mehrere Fehlerspeicher, die technische Defekte und Störungen von eurem Fahrzeug speichern. Alle Fehler, die die einzelnen Fehlerspeicher identifizieren, können mit Hilfe von einem OBD-II-Diagnosegerät ausgelesen werden. Dieses Diagnosegerät gibt euch nicht nur Informationen, darüber was mit eurem Auto nicht stimmt, sondern wo das Problem liegen könnte.

Ein OBD-II-Diagnosegerät kann seit dem Jahr 2001 (Benziner) bzw. 2004 (Diesel) für alle Fahrzeuge, unabhängig von deren Marke und Modell, verwendet werden. Das liegt daran, dass man alle Fahrzeuge ab den genannten Baujahren mit einer OBD-II-Schnittstelle, in Form von einem Anschluss, ausgestattet hat. Was wiederum heißt, dass jeder Fehler, der ausgelesen werden kann, bei jedem Fahrzeug gleich angezeigt wird und somit genormt ist.

 

 

Was brauche ich alles um meinen Fehlerspeicher auszulesen?

Wie bereits erwähnt, benötigt ihr ein OBD-II-Diagnosegerät um euren Fehlerspeicher selbst auslesen zu können. Ein solches Diagnosegerät könnt ihr ganz einfach online kaufen. Für ein gutes Gerät müsst ihr nicht tief in die Tasche greifen – hier ist für jede Preisklasse was dabei! 

Oftmals lohnt sich die Anschaffung von solch einem Gerät schon nach dem ersten Mal, da die Anschaffungskosten mit einem einzigen Besuch in einer Werkstatt vergleichbar sind.

 

Wie lese ich meinen Fehlerspeicher aus?

Nachdem ihr das OBD-II-Diagnosegerät besorgt habt, macht ihr euch auf die Suche nach eurem OBD-II-Anschluss.

OBD-Schnittstelle

Euren Anschluss findet ihr oftmals unter dem Lenkrad oder im Fußraum vom Fahrer. Falls sie sich dort nicht befinden sollte, empfehlen wir hier einen Blick in die Bedienungsanleitung von eurem Auto. 😉

Das Diagnosegerät wird nun mit dem Anschluss verbunden – bevor ihr die Zündung einschaltet. Sobald die Zündung eingeschaltet ist, kann euer Fehlerspeicher ausgelesen werden. 

Wenn das Diagnosegerät einen oder mehrere Fehler findet, werden euch sogenannte Fehlercodes angezeigt. Entweder erhaltet ihr zusätzlich zu eurem Diagnosegerät eine Broschüre mit gängigen Fehlercodes oder ihr könnt diese ganz einfach im Internet entziffern.

Um euch hier ein wenig zu helfen könnte ein Fehlercode so aussehen: P0301

Das P steht für ein Problem im Motor und Getriebe. Die erste Ziffer 0 gibt an, dass hier ein allgemeiner Fehler vorliegt. Die letzten Zahlen 301 entsprechen einer ansteigenden Zahl und der Fehler hat in diesem Fall, aufgrund der Ziffer 3 am Anfang, etwas mit der Zündanlage zu tun. Je nachdem welche Ziffern folgen ergibt sich dann ein genaues Problem.

In diesem Fall, hat das Diagnosegerät ein Problem im Zylinder 1, in Form einer Fehlzündung erkannt.

 

Was tue ich nachdem ich meinen Fehlerspeicher ausgelesen habe?

Nachdem euch jetzt das Problem bekannt ist, habt ihr zwei Möglichkeiten:

Wir empfehlen euch hier natürlich definitiv die zweite Möglichkeit – denn nur so seid ihr euer Problem auch wirklich los!

Nutzt doch autoreparaturen.de für die Suche nach der richtigen Werkstatt in eurer Nähe. Einen Kostenpunkt habt ihr jetzt bereits weniger, denn  ihr habt den Fehlerspeicher selbst ausgelesen. 🙂

 

 

Fazit

Um herauszufinden, weshalb eure Kontrollleuchte aufleuchtet, müsst ihr euch nicht direkt auf den Weg zur Werkstatt begeben. Alles was ihr braucht ist ein Diagnosegerät. Einzige Voraussetzung ist hier ein Fahrzeug mit einem Baujahr ab 2001 – dann steht euch eigentlich nichts mehr im Weg!

Hinterlasst doch einfach mal einen Kommentar, ob es euch gelungen ist, euren eigenen Fehlerspeicher auszulesen und tauscht euch über eure bisherigen Erfahrungen aus!

Wir haben euch hier auch nochmal ein kurzes Tutorial herausgesucht, das euch den Vorgang nochmal erläutert 😉

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