Bei Autos ist es wie bei vielen Dingen: Wenn´s erstmal läuft, dann läuft es. Probleme entstehen eher dabei, in Gang zu kommen. Beim Motor erledigt das der Anlasser, eines der Verschleißteile im Auto, die besonders häufig kaputt gehen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie “auf die Zeichen achten”. Woran merkt man, dass bald der Anlasser defekt sein könnte? Wir verraten es Ihnen!

Bei Problemen mit dem Anlasser hilft nur Schieben (Isabel B. Meyer/stock.adobe.com)

Was der Anlasser macht

Da Verbrennungsmotoren – anders zum Beispiel als Dampfmaschinen – im stillstehenden Zustand kein Drehmoment liefern, können sie ohne ein Hilfsmittel nicht anspringen. Sie müssen “angeworfen” werden. Dazu diente bei älteren Autos eine Kurbel und bei modernen der Anlasser. Ein Anlasser ist ein kleiner Elektromotor, der den großen Motor anspringen lässt und dafür auf die Autobatterie zugreift. Woran Sie erkennen können, das der Anlasser, der somit zu den wichtigsten Verschleißteilen des Autos gehört, ein Problem bekommt, erfahren Sie im Folgenden.

Erste Symptome: worauf man achten muss

Der Verschleiß des Anlassers passiert schrittweise. Sie sollten also bereits auf die ersten Anzeichen achten.

Zum Beispiel könnte es sein, dass ein Starten nur verlangsamt möglich ist, es also länger dauert, bis Sie nach dem Drehen des Zündschlüssels eine Reaktion bekommen. Dies ist ein Zeichen für Verschleiß. An dieser Stelle ist es auch interessant, die Batterie auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen.

Auch sollten Sie stets auf die Geräusche des Anlassers achten, denn diese sind unumgänglich, um den Motor zu starten. Gibt es nämlich gar keine Geräusche, so deutet diese bereits auf einen defekten Anlasser hin. (Mehr dazu lesen Sie unten.)

Es ist also besser, wenn etwas zu hören ist. Und: Die Geräusche sollten die Richtigen sein. Quietschen, Krachen oder Kreischen zum Beispiel, sind schlechte Zeichen und sollten schon Anlass zur Sorge sein. Prophylaktisch eine Werkstatt aufzusuchen, ist zu empfehlen.

Wenn es zu spät ist: woran man erkennt, wenn ein Anlasser kaputt ist

Wenn es nicht bei verlangsamten Reaktionen oder seltsamen Geräuschen bleibt, ist der Anlasser vielleicht defekt und es gibt weitere Eskalationsstufen:

  1. Anlasser dreht durch
  2. Anlasser klackt nur noch
  3. Anlasser dreht nicht mehr

 

Was also hat das zu bedeuten und was ist zu tun?

 

Wenn der Anlasser defekt ist, müssen Fachmänner helfen

 

Durchdrehender Anlasser

Wenn der Anlasser durchdreht, meint dies, dass der Anlasser nach dem Drehen des Schlüssels zwar normale Geräusche macht, aber der Motor dennoch nicht startet. Dies ist ein erstes Anzeichen für einen kaputten Anlasser.

Was kann der Grund sein? Ein defekter Freilauf, zum Beispiel, wenn dieser verschmutzt ist. Wenn dies der Fall ist, dreht der Anlasser leer. Auch kann das Ritzel des Anlassers abgenutzt sein, was durch Kreischen und Krachen zu erkennen ist. Letztlich kann es, unter anderem auch am Zahnkranz liegen, dies ist allerdings seltener der Fall.

Klackender Anlasser

Sie drehen den Schlüssel, es ertönt nichts, nur ein klackendes Geräusch. Auch dies ist schlecht, denn es deutet darauf hin, dass sich das Ritzel des Anlassers bloß nach vorn bewegt, es sich aber nicht dreht und den Motor nicht starten kann.

Anlasser dreht nicht mehr

Wenn gar nichts mehr geht, das heißt, keine Geräusche entstehen und das Auto nicht startet, können verschiedene Gründe ins Spiel kommen, die meist gravierender sind.

Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Autobatterie leer (Hier geht es zum großen GTÜ Test für Autobatterien)
  • Magnetschalter defekt
  • Kurzschluss, defekter Zündschalter
  • Defekt im Anlasser selbst

Ist der Anlasser defekt, oder ist es etwas anderes? Dies sollte in jedem Fall überprüft werden. (Finden Sie mehr über die besten Werkstätte Deutschlands heraus.) Oft lassen sich die Defekte nur durch entsprechende Auswechslung von Ersatzteilen beheben.

Kleiner Tipp: Sollte dies tatsächlich der Fall sein, hieß es früher, man könne das Auto im Notfall immer noch durch Anschieben starten. Aber Vorsicht: Dies gilt nur für Wagen mit Handschaltung. Wenn Sie jedoch Automatik fahren, wird dringen davon abgeraten, da das Getriebe dadurch Schaden nehmen kann. Besser ist, wenn dies noch geht, mit einem Überbrückungskabel Starthilfe zu geben.

Auf in die Werkstatt: Sollte Ihr Anlasser tatsächlich beschädigt sein, finden Sie mit unserer Werkstattsuche sicher und einfach eine professionelle Kfz-Werkstatt in Ihrer Nähe.