Fängt der Wagen an zu ruckeln und hat Dreh­zahl­schwan­kun­gen, kön­nen die Ein­spritz­dü­sen oder Injek­to­ren betrof­fen sein. Da die Tei­le sehr teu­er sind, ist im ers­ten Schritt zu prü­fen, ob eine Repa­ra­tur mög­lich oder ein Aus­tausch der kom­plet­ten Tei­le sinn­vol­ler ist. Im fol­gen­den Bei­trag erfährst du mehr über den Ablauf der Rei­ni­gung, Repa­ra­tur oder den Aus­tausch der Tei­le und mit wel­chen Kos­ten zu rech­nen ist.

   

Funktion der Einspritzdüse

Für eine rei­bungs­lo­se Ver­bren­nung und Motor­funk­ti­on sprit­zen Ein­spritz­dü­sen zum rich­ti­gen Moment Kraft­stoff direkt in den Brenn­raum des Motors. So erzie­len sie die maxi­ma­le Leis­tung bei gerin­gem Kraft­stoff­ver­brauch. Auf­grund der hohen Drü­cke und Tem­pe­ra­tu­ren, die in einem Motor herr­schen, ist das mit einer enor­men Bean­spru­chung des Mate­ri­als ver­bun­den, wes­halb ein Ver­schleiß der Tei­le nor­mal ist. Funk­tio­nie­ren die­se durch einen Defekt nicht rich­tig, macht sich das direkt durch Zünd­aus­set­zer bemerk­bar mit der Fol­ge eines unru­hi­gen Fahr­zeug­be­triebs.

Optio­nen zur Repa­ra­tur der Ein­spritz­dü­sen und Injek­to­ren

  • Repa­ra­tur und Über­ho­lung der älte­ren Ein­spritz­dü­sen 
  • Aus­tausch der moder­nen Düsen und Injek­to­ren
 

Reparatur und Reinigung der Einspritzdüsen

Auf­grund der unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen ist die Repa­ra­tur bei vie­len Ein­spritz­dü­sen grund­sätz­lich mög­lich. Aller­dings ist es bei moder­nen Ein­spritz­dü­sen und Injek­to­ren durch die fei­ne Bau­wei­se der Bau­tei­le und spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen an den Arbeits­platz nötig, dass nur qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te die Repa­ra­tur durch­zu­füh­ren kön­nen. Die­se zer­le­gen die defek­ten Düsen und erset­zen die feh­ler­haf­ten Bau­tei­le durch neue und füh­ren im Nach­hin­ein die benö­tig­ten Prü­fungs­schrit­te durch.

Des Wei­te­ren kann es pas­sie­ren, dass durch Ver­un­rei­ni­gun­gen im Kraft­stoff, wel­che immer vor­han­den sind, Abla­ge­run­gen an den Düsen ent­ste­hen. Die­se Abla­ge­run­gen kön­nen die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit beein­träch­ti­gen. In sol­chen Fäl­len bie­tet sich eine Rei­ni­gung in einer Werk­statt an.

 
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Instandsetzung der Einspritzdüsen bei Fachwerkstätten

Bei der Instand­set­zung der Ein­spritz­dü­sen wer­den die Düsen­kör­per, die Düsen­na­deln und die Federn aus­ge­tauscht. Ein­fach kon­stru­ier­te Ein­spritz­dü­sen sind aller­dings nur in alten Moto­ren vor­han­den. Die moder­ne Vari­an­te ist der Injek­tor, wel­cher tech­nisch kom­ple­xer ist, aber von Exper­ten eben­falls über­holt wer­den kann. Nach der Instand­set­zung müs­sen die Injek­to­ren nach­ge­stellt wer­den. Das Ein­stel­len des Ein­spritz­zeit­punk­tes und der Ein­spritz­men­ge erfor­dert spe­zi­el­le Gerä­te. Mit moderns­ter Com­pu­ter­tech­nik der Dia­gno­se­ge­rä­te ist eine genaue Ein­stel­lung mög­lich. Dies ist auch erfor­der­lich, damit der Motor spar­sam läuft und nur gerin­ge Abgas­emis­sio­nen erzeugt.

 

Injektoren bei Dieselmotoren

Die moderns­te Form der Ein­spritz­dü­sen sind die Injek­to­ren, wie sie bei Die­sel­mo­to­ren mit Com­mon-Rail-Tech­nik zum Ein­satz kom­men. Injek­to­ren wer­den elek­tro­nisch ange­steu­ert. Dadurch wird der Ein­spritz­vor­gang in meh­re­re Pha­sen unter­teilt. Es wird bei­spiels­wei­se zunächst eine gerin­ge Men­ge Kraft­stoff ein­ge­spritzt, um das Kraft­stoff-Luft-Gemisch zu ent­zün­den. In Bruch­tei­len von Sekun­den erfolgt dann die eigent­li­che Ein­sprit­zung und abschlie­ßend eine klei­ne­re Men­ge Kraft­stoff, um die Ver­bren­nungs­rück­stän­de zu mini­mie­ren. Moto­ren mit die­ser Tech­nik zeich­nen sich im Ver­gleich zu Vor­kam­mer-Die­sel­fahr­zeu­gen durch ihre spar­sa­men und geräusch­ar­men Eigen­schaf­ten aus. Auch bei die­sen Moto­ren ist eine Repa­ra­tur bezie­hungs­wei­se Instand­set­zung mög­lich.

 

Werkstattkosten und Aufwand beim Wechsel der Einspritzdüse

Bei moder­nen Fahr­zeu­gen mit Ein­spritz­ven­ti­len ist eher der Ein­satz eines Aus­tausch­teils vor­teil­haft. Die Arbeits­kos­ten für den Wech­sel der Ein­spritz­dü­sen bzw. Injek­to­ren sind meist gering. In der Regel dau­ert der Wech­sel der Ein­spritz­dü­sen bzw. Injek­to­ren ein bis zwei Stun­den. Bei vie­len Fahr­zeug­mo­del­len sind die Ein­spritz­ven­ti­le gut erreich­bar. So kann die Werk­statt schnell die Injek­to­ren bzw. Düsen wech­seln. Gera­de bei moder­nen Direkt­ein­sprit­zern und Injek­to­ren von Die­seln ist der Ein- und Aus­bau auf­wen­di­ger und komplizierter.Wenn der Motor schon län­ger im Ein­satz ist, kann es beim Wech­sel zu Mehr­auf­wand kom­men, da die Ein­spritz­dü­sen oder Injek­to­ren manch­mal fest­kor­ro­diert sind. Heu­te gibt es eine Rei­he von Hilfs­mit­teln, mit denen sich auch sol­che fest­sit­zen­den Injek­to­ren sicher aus­bau­en las­sen. Nur im äußers­ten Fall bleibt der Werk­statt nichts ande­res übrig, als den Injek­tor für den Aus­bau zu zer­stö­ren.

 

Kosten für Reparatur von Einspritzdüse und Injektor

Je nach Art der Ein­spritz­ven­ti­le unter­schei­den sich auch die Kos­ten für die Ein­spritz­ven­ti­le sehr stark. Für im Saug­rohr arbei­ten­de Ein­spritz­ven­ti­le sind die Kos­ten gerin­ger als zum Bei­spiel für Direkt­ein­sprit­zer-Moto­ren oder die Injek­to­ren bei Die­sel­mo­to­ren mit Com­mon-Rail-Tech­nik. Da könn­ten die rei­nen Mate­ri­al­kos­ten die 100-Euro-Mar­ke schnell über­schrei­ten. Für die Golf-Klas­se kön­nen sich die Gesamt­kos­ten je nach Leis­tung schnell mal auf über 150 Euro belau­fen, wohin­ge­gen Audi A4-Fah­rer ab cir­ca 330 Euro zur Kas­se gebe­ten wer­den. 

Frü­her lie­ßen sich die Injek­to­ren nur satz­wei­se aus­wech­seln. Dies ist heu­te kein Stan­dard mehr und der Wech­sel ein­zel­ner Injek­to­ren ist mög­lich.

 

Injektortausch mit Gebrauchtteil

Als Alter­na­ti­ve zum Neu­teil gibt es vie­le Ein­spritz­dü­sen und Injek­to­ren auch als werks­über­hol­tes Aus­tausch­teil, das kos­ten­güns­ti­ger ist. Die­se müs­sen aller­dings erst “ange­lernt” wer­den, damit sie mit der elek­tro­ni­schen Steue­rung über­ein­stim­men. 

 

Reparatur der Injektoren umgehend vornehmen

Die Repa­ra­tur defek­ter Ein­spritz­dü­sen bzw. Injek­to­ren soll­te so schnell wie mög­lich erfol­gen. Zum einen wird die Fahr­zeugleis­tung beein­träch­tigt und zum ande­ren steigt der Ver­brauch und die Abgas­wer­te ver­schlech­tern sich. Die Abgas­un­ter­su­chung wür­de das Fahr­zeug im Rah­men der Haupt­un­ter­su­chung damit nicht bestehen. Dar­über hin­aus kann sich die Lebens­dau­er des Motors durch etwai­ge Fol­ge­schä­den ver­kür­zen. Daher emp­feh­len wir dir, umge­hend eine Werk­statt auf­zu­su­chen, soll­test du den Ver­dacht haben, dass etwas mit den Ein­spritz­dü­sen nicht stimmt.

 
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Die genau­en Kos­ten für den Wech­sel der defek­ten Ein­spritz­dü­sen bzw. eine genaue Kal­ku­la­ti­on für dein Fahr­zeug fin­dest du ganz ein­fach und kos­ten­los auf