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Schlagwort: Honda

Schwerwiegende Hitzeschäden auf Autobahnen

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In den letz­ten Wochen stieg die Tem­pe­ra­tur häu­fig auf weit über 30 Grad Cel­si­us. Das beka­men auch Deutsch­lands Stra­ßen, ins­be­son­de­re Auto­bah­nen, zu spü­ren. Durch die stän­di­ge Hit­ze­strah­lung kam es ver­mehrt zu Schä­den im Asphalt. Das führ­te dazu, dass Tem­po­li­mits von 80 km/h ver­hängt wur­den und an gefähr­de­ten Abschnit­ten, wie der A3 bei Regens­burg, Tests mit Mess­fahr­zeu­gen durch­ge­führt wer­den. Betrof­fen sind auch die A5, A6 und A656. Spe­zi­el­le Fahr­zeu­ge wie von Hon­da oder VW Pas­sat sind nicht im Beson­de­ren betrof­fen.

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dob­rindt sag­te dazu: „Alle Schä­den wer­den umge­hend repa­riert“. Er teil­te der „Pas­sau­er Neu­en Pres­se“ mit, dass er einen Akti­ons­plan gegen Hit­ze­s­chä­den auf­ge­legt habe. Doch gefähr­lich sind nicht nur Ris­se oder Auf­tür­mun­gen der Stra­ßen; die Fahr­bah­nen wer­den mit stei­gen­der Hit­ze auch wei­cher. Durch das hohe Gewicht von LKW kön­nen so Spur­ril­len ent­ste­hen, die beson­ders für Motor­rad­fah­rer gefähr­lich sein kön­nen. Auch des­halb wer­den Tem­po­li­mits ver­hängt. Dass die Schä­den im Asphalt ein ech­tes Risi­ko dar­stel­len, zeigt ein Fall von Juni 2013, wo ein Motor­rad­fah­rer auf eine Wöl­bung mit einem hal­ben Meter Höhe auf­ge­fah­ren und gegen eine Leit­plan­ke geprallt ist. Der Fah­rer ist noch am Unfall­ort gestor­ben.


Auto selbst reparieren: Was ist bei modernen Fahrzeugen noch möglich?

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Bis vor etwa 20 Jah­ren galt es als selbst­ver­ständ­lich und sogar als Ehren­sa­che, eine klei­ne Repa­ra­tur am Auto selbst durch­zu­füh­ren. Das spar­te Kos­ten und war oft die effek­tivs­te Pan­nen­hil­fe in Ost und West: Wer als West­deut­scher mit dem VW oder Opel unter­wegs war, wuss­te sich zumin­dest in länd­li­chen Gegen­den oder im Aus­land am liebs­ten selbst zu hel­fen, ehe eine Werk­statt gefun­den wur­de. Die ost­deut­schen Besit­zer von Tra­bant und Wart­burg hat­ten als Stan­dard­werk­zeug immer einen Ham­mer (!) im Auto, der Trab­bi brauch­te bei­spiels­wei­se gele­gent­lich einen leich­ten Schlag auf den Anlas­ser, damit die­ser funk­tio­nier­te. Beim Wart­burg sprang gern der Getrie­be­schalt­he­bel her­aus, ein Hand­griff genüg­te aber, um ihn wie­der ein­ras­ten zu las­sen. Die west­deut­schen Lands­leu­te waren der­weil oft damit beschäf­tigt, den Keil­rie­men ihres VW Käfer selbst zu wech­seln. Kurz und gut: Tech­ni­sches Grund­ver­ständ­nis genüg­te für sol­che Arbei­ten. Aber heu­te?

Der schwie­ri­ge Lam­pen­wech­sel

Ab den 1990er Jah­ren hielt die Elek­tro­nik Ein­zug in die Fahr­zeug­tech­nik, das setz­te den Do-it-yours­elf-Repa­ra­tu­ren mehr und mehr enge Gren­zen. Doch die Elek­tro­nik ist es nicht allein: Auch die Anord­nung vie­ler Bau­tei­le, ange­fan­gen bei den Lam­pen, ist bei eini­gen Model­len so kom­pli­ziert, dass der Wech­sel ohne Werk­statt ein­fach nicht zu schaf­fen ist. Die Auto­fah­rer sind oft der Auf­fas­sung, dass doch zumin­dest ein Lam­pen­wech­sel oder mecha­ni­sche Defek­te selbst zu behe­ben sein müss­ten, doch es gibt enge Gren­zen. Für den Glüh­bir­nen­wech­sel muss oft der kom­plet­te Kot­flü­gel her­un­ter, manch­mal muss das Auto dafür auch auf eine Hebe­büh­ne. Es gibt Aus­nah­men wie etwa beim Nis­san Note, bei dem der Fah­rer nur eine Man­schet­te lösen und mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl die Klam­mer zur Sei­te schie­ben muss, was nach dem drit­ten Lam­pen­wech­seln mit geschlos­se­nen Augen gelingt. Kei­ne Chan­ce hin­ge­gen beim Klein­wa­gen Hon­da Jazz oder beim Smart Cabrio: Die vor­de­re Ver­klei­dung muss ab, das schafft ordent­lich nur eine Werk­statt. Beim Chrys­ler 300 M dau­ert ein Lam­pen­wech­sel in der Werk­statt 72 Minu­ten und ist ent­spre­chend teu­er. Dabei hängt der kom­pli­zier­te Wech­sel nicht von der Preis­klas­se des Autos ab, denn beim Por­sche Boxs­ter kön­nen die Fah­rer mit bei­lie­gen­dem Werk­zeug ihren Front­schein­wer­fer selbst her­aus­bau­en, was auch der tech­ni­sche Laie in fünf Minu­ten schafft. Das soll­te eigent­lich zum Stan­dard wer­den, denn schon seit eini­gen Jah­ren gibt es die Ergän­zung 07 zur EU-Richt­li­nie ECE 48, die den Her­stel­lern vor­schreibt, die Schein­wer­fer so zu kon­stru­ie­ren, dass die Fah­rer die Lam­pen mit Bord­mit­teln selbst aus­tau­schen kön­nen. Das gilt natür­lich nur für euro­päi­sche Fahr­zeu­ge und hier wie­der­um nicht für LED- und Xenon-Anla­gen, an denen hohe Span­nun­gen anlie­gen. Es bleibt dabei: Ein schlich­ter Lam­pen­wech­sel kann teu­er wer­den.

Was ist an moder­nen Autos noch selbst zu repa­rie­ren?

Eini­ge Din­ge funk­tio­nie­ren natür­lich noch mit eige­nen Hand­grif­fen, das muss im Pan­nen­fall auch so sein:

- Ein Rad kann jeder Auto­fah­rer mit dem Rad­schlüs­sel und dem Wagen­he­ber selbst wech­seln.

- Der Aus­puff kann selbst gewech­selt wer­den, wenn eine Hebe­büh­ne vor­han­den und der Aus­puff nicht zu ver­ros­tet ist.

- Bei vie­len Fahr­zeu­gen las­sen sich die Brems­be­lä­ge selbst erneu­ern, jedoch ist der vor­he­ri­ge Blick in die Bedie­nungs­an­lei­tung zwin­gend: Manch­mal ist ein Dia­gno­se­ge­rät für das Jus­tie­ren der Belä­ge erfor­der­lich.

- Den Wech­sel der Bat­te­rie schaf­fen die meis­ten Fah­rer noch allein.

- Einen Öl-, Luft­fil­ter- und Kühl­was­ser­wech­sel ermög­li­chen eben­falls fast alle moder­nen Autos durch einen Lai­en.

- Eigent­lich nicht zu den Repa­ra­tu­ren gehö­ren das Auf­fül­len von Was­ser für die Schei­ben­wasch­an­la­ge und ein Aus­tausch von Schei­ben­wi­scher­blät­tern, auch das schafft jeder Fah­rer selbst.

Es gibt die Mög­lich­keit, eine Miet­werk­statt zu nut­zen, in der auch ein Kfz-Meis­ter vor Ort ist. Wenn für die Brems­be­lä­ge ein Dia­gno­se­ge­rät erfor­der­lich ist, gibt es die­ses in der Werk­statt, doch bei vie­len Autos las­sen sich neue Brems­be­lä­ge selbst jus­tie­ren und übri­gens auch nicht ver­kehrt her­um ein­bau­en.

Bei den benö­tig­ten Tei­len lohnt es sich online zu ver­glei­chen. Ins­be­son­de­re bei gebrauch­ten Auto­tei­len kann hier viel Geld gespart wer­den.

Bera­tung durch den Fach­mann

Wen nur ein Hauch von Unsi­cher­heit besteht, ist eine fach­män­ni­sche Bera­tung zwin­gend, bevor jemand selbst Hand anlegt. Es dro­hen sonst Unfäl­le, wei­te­re Pan­nen sowie der Ver­lust von Garan­ti­en und Ver­si­che­rungs­an­sprü­chen. Grund­sätz­lich gilt bei moder­nen Autos: Fin­ger weg von der Elek­tro­nik. Der ADAC ver­weist dar­auf, dass der Laie hier Schä­den mas­siv ver­grö­ßern kann, statt sie zu behe­ben. Dann wird die Repa­ra­tur in der Werk­statt erst rich­tig teu­er.


Hyundai vor Toyota bei Wasserstoff-Antrieb

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Die Brenn­stoff­zel­len-Tech­nik gilt für vie­le Fach­leu­te als die Antriebs­tech­nik der Zukunft. Der Auto­her­stel­ler Hyun­dai bie­tet sein Brenn­stoff­zel­len­au­to ix35 Fuel Cell in Deutsch­land jetzt auch Pri­vat­kun­den an und kommt damit Toyo­ta zuvor. Das Kom­pakt-SUV mit dem was­ser­stoff­ba­sier­ten Elek­tro­an­trieb ist ab Mai für 65 450 Euro käuf­lich, die Lea­sing-Rate, die über vier Jah­re läuft, liegt monat­lich bei 1 290 Euro. Bis­lang konn­ten nur aus­ge­wähl­te Kun­den, beson­ders Behör­den und Unter­neh­men, das emis­si­ons­lo­se SUV lea­sen.

Hyun­dai hat sein Brenn­stoff­zel­len-Modell auf Grund­la­ge des ix35 kon­zi­piert. Die Brenn­stoff­zel­le ver­sorgt dabei einen 100 kW star­ken E-Motor, wel­cher die Vor­der­rä­der antreibt, mit elek­tri­scher Ener­gie, als Emis­si­on ent­steht aus­schließ­lich Was­ser­dampf. Eine Fül­lung der bei­den Gas­tanks soll für etwa 600 Kilo­me­ter Fahrt rei­chen, das ist mehr als bei bat­te­rie­be­trie­be­nen Elek­tro­au­tos, die schon nach 200 Kilo­me­ter an die Steck­do­se müs­sen.

Der ix35 Fuel Cell ist für den oben genann­ten Preis laut Hyun­dai voll aus­ge­stat­tet, bei­spiels­wei­se mit Radio, Navi­ga­ti­ons­ge­rät, Rück­fahr­ka­me­ra, Sitz­hei­zung, Zwei-Zonen-Kli­ma­au­to­ma­tik. Das Kom­pakt-SUV beschleu­nigt in 12,5 Sekun­den auf 100 km/h und kommt maxi­mal auf 160 km/h. Ein ana­log aus­ge­stat­te­ter ix35 mit Ver­bren­nungs­mo­tor dürf­te etwa die Hälf­te kos­ten.

Die Korea­ner kom­men mit die­ser Frei­ga­be in Deutsch­land Toyo­ta zuvor. Der japa­ni­sche Kon­zern hat den Start sei­ner spe­zi­ell für die Brenn­stoff­zel­le ent­wi­ckel­ten Mit­tel­klas­se­li­mou­si­ne Mirai für Sep­tem­ber ab 78 540 Euro ange­mel­det. In den ers­ten bei­den Jah­ren sol­len aus dem japa­ni­schen Werk bis zu 40 Fahr­zeu­ge jähr­lich nach Deutsch­land kom­men. Eben­so ande­re Her­stel­ler expe­ri­men­tie­ren mit der Tech­nik, so hat bei­spiels­hal­ber Hon­da den FCX Cla­ri­ty in einer Klein­se­rie auf­ge­legt.

Einer groß­flä­chi­gen Ver­brei­tung steht jedoch gegen­wär­tig das Tank­stel­len­netz für Was­ser­stoff ent­ge­gen: es ist noch undich­ter als das von Lade­säu­len für Bat­te­rie-Autos. In Deutsch­land ste­hen laut dem unter ande­rem vom TÜV Süd betrie­be­nen Por­tal h2stations.org gera­de mal rund 20 funk­tio­nie­ren­de Zapf­säu­len zur Ver­fü­gung. Einen Groß­teil davon im Raum Ham­burg, Ber­lin und Stutt­gart.


Rekord bei Nordschleife: Der Honda Civic Type R als Serienversion

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Hon­da stellt in Genf die lang­erwar­te­te Seri­en­ver­si­on des Civic Type R vor. Es han­delt sich um das aktu­ell kraft­volls­te und schnells­te Auto mit Front­an­trieb. Das Bra­chi­al-Design der letz­ten Stu­die vom Pari­ser Auto­sa­lon 2014 blieb in gro­ßen Tei­len erhal­ten. Neu sind dage­gen die Daten des voll­stän­dig neu auf­ge­leg­ten 2,0-Liter-VTEC-Turbomotors. Er leis­tet 228 kW und 400 New­ton­me­ter und dreht über 7 000 Tou­ren. Über ein manu­el­les Sechs­gang-Getrie­be wird die Kraft an die Vor­der­rä­der gelei­tet. 5,7 Sekun­den benö­tigt der Civic Type R für 100 km/h. Wie die Höchst­ge­schwin­dig­keit von 270 km/h gilt auch das als Best­wert im Bereich der vor­der­rad­ge­trie­be­nen Kom­pakt­sport­ler. Der Civic Type R hat die Nord­schlei­fe in 7:50 Minu­ten absol­viert und damit den Front­trieb­ler-Rekord des Renault Méga­ne R. S. Tro­phy-R (7:54 Minu­ten) abge­löst.

Um die Vor­der­rä­der nicht unnö­tig zu über­for­dern, erhält der Civic Type R eine beson­de­re Vor­der­ach­se, die der Revo-Knuck­le-Lösung aus dem letz­ten Ford Focus RS gleich­kommt. Sie soll die Antriebs­ein­flüs­se in der Len­kung gegen­über einem gewöhn­li­chen Civic um bis zu 50 Pro­zent ver­rin­gern. Eben­so die Hin­ter­ach­se wur­de spür­bar über­ar­bei­tet. Des Wei­te­ren ver­fügt der Civic Type R über adap­ti­ve Dämp­fer und ein mecha­ni­sches Sperr­dif­fe­ren­zi­al. Um das vol­le Poten­zi­al des neu­en Type R her­aus zu kit­zeln, hat Hon­da den soge­nann­ten „+R“-Fahrmodus ein­ge­bracht. Er opti­miert das Ansprech­ver­hal­ten des Motors, ändert die Len­kung und macht die Dämp­fer um etwa 30 Pro­zent stei­fer.

Im Innen­raum war­tet der Hon­da Civic Type R mit Scha­len­sit­zen in Velours­le­der und einem Alu-Schalt­knauf auf. Wahl­wei­se wird es dazu ein GT-Paket geben, wel­ches außer roten Exte­ri­eur-Akzen­ten beson­ders in Sachen Kom­fort punk­tet. So beinhal­tet es ein Arse­nal an Assis­tenz­sys­te­men, eine Kli­ma­au­to­ma­tik, Park­sen­so­ren und Hon­das neu­es Con­nect-Info­tain­ment­sys­tem. Zu den Prei­sen hat Hon­da bis­lang noch nichts ver­öf­fent­licht. Mit einem Grund­preis von cir­ca 40 000 Euro kann gerech­net wer­den.


Facelift für den Toyota Yaris als Hybridversion, der Test

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Der frisch vor­ge­stell­te, neue Aygo ist flip­pig wie fast kein Toyo­ta, und der gelif­te­te Yaris eifert ihm mit der neu­en X-Optik hin­ter­her. Möch­te Toyo­ta jetzt also schlag­ar­tig sein Image ändern? Von der kon­ser­va­ti­ven Mar­ke für Freun­de von prak­ti­schen, spar­sa­men, aber eben auch etwas spie­ßi­gen Autos hin zu Fahr­zeu­gen für jun­ge, dyna­mi­sche Leu­te?

In ratio­na­ler Hin­sicht war der Yaris schon immer eine Bank, aber Packa­ging, Wert­erhalt und güns­ti­ge Betriebs­kos­ten sind nicht alles. Mit dem neu­en Modell wol­len wir des­halb nicht nur den Ver­stand unse­rer Kun­den errei­chen, son­dern auch ihr Herz erobern“, äußer­te sich der euro­päi­sche Yaris-Pro­dukt­ma­na­ger Ales­san­dro Mas­si­mi­no. Ist das Mar­ke­ting-Gewäsch? Nein, die äuße­re Optik des neu­en Yaris offen­bart die Ver­än­de­rung. Das neue Design ist nicht ganz so ent­schie­den wie beim klei­nen Bru­der Aygo, jedoch sehr viel dyna­mi­scher als bis­her. Innen gibt es den Yaris jetzt­mit einem knall­ro­ten Arma­tu­ren­brett – aber den muti­gen Farb­tup­fer wird es in Deutsch­land nicht geben. Kun­den­be­fra­gun­gen hät­ten gezeigt, dass so etwas bei uns nicht erwünscht ist, so Toyo­ta Deutsch­land. Die bestehen­de Kund­schaft möch­te man nicht ver­prel­len, denn der Yaris ist mit knapp 20 000 Stück jähr­lich hier­zu­lan­de das meist­ver­kauf­te Modell der Mar­ke.

So prä­sen­tiert sich das Test­modell, ein bel­gi­scher Yaris Hybrid, innen eher trist: Schwarz, Grau und Blass­blau über­wie­gen, pop­pi­ge Far­ben oder Pia­nolack sucht man ver­ge­bens. Laut Toyo­ta soll das deut­sche Cock­pit hin­ge­gen ein­heit­lich schwarz sein. Das hin­ter­schäum­te Arma­tu­ren­brett der mitt­le­ren Aus­stat­tungs­ver­si­on beweist Ver­bes­se­rungs­wil­len bei der Hap­tik. Aber beson­ders an den Arm­auf­la­gen in den Türen, wo man zahl­rei­cher hin­fasst als ans Arma­tu­ren­brett, klop­fen die Fin­ger­nä­gel auf har­tes, bil­li­ges Plas­tik. Auch die Kulis­se des Auto­ma­tik­he­bels wirkt wie aus den 80er-Jah­ren. Eine Kom­fort­blin­ken-Funk­ti­on nach dem Mot­to „ein­mal antip­pen gleich drei­mal blin­ken“ ist eben­falls nicht vor­han­den. Kurz­um: Innen gibt es beim Yaris noch ein wenig Moder­ni­sie­rungs­be­darf.

Das Fahr­werk soll opti­miert und die Karos­se­rie stei­fer gewor­den sein, doch fühlt sich bei Uneben­hei­ten der Yaris immer noch ein wenig unbe­hol­fen an. Und wenn man bei 70 km/h eine Aus­weich­be­we­gung simu­liert, scheint der Wagen schwam­mig. Beim Antrieb soll die Brems­ener­gie­rück­ge­win­nung jetzt effi­zi­en­ter arbei­ten. Das Hybrid­sys­tem stammt im Prin­zip aus dem Pri­us, fußt aber auf einem 1,5- statt einem 1,8-Liter-Benziner. Zusam­men mit dem 45 kW star­ken Elek­tro­mo­tor und der maxi­mal 19,3 kW abge­ben­den Nickel-Metall­hy­drid-Bat­te­rie ergibt sich eine Sys­tem­leis­tung von 73,55 kW, die über ein Pla­ne­ten­ge­trie­be auf die Stra­ße gebracht wird. Dadurch ist das Auto exakt so stark wie die Ver­si­on mit 1,33-Liter-Benziner. 73,55 kW für einen Klein­wa­gen klin­gen nicht schlecht, doch Tem­pe­ra­ment haben bei­de Fahr­zeu­ge kaum. Die glei­chen Leis­tungs­wer­te mün­den in nahe­zu iden­ti­schen Beschleu­ni­gungs­wer­ten von 11,7 bezie­hungs­wei­se 11,8 Sekun­den. Sub­jek­tiv fährt sich der Hybrid ein wenig schwung­vol­ler als der 1,33-Liter-Benziner, aber groß ist der Unter­schied nicht.

Rein elek­trisch lässt sich der Yaris kaum fah­ren, auch wenn man die EV-Tas­te zwi­schen den Sit­zen drückt. Bereits bei einer mini­ma­len Bewe­gung mit dem Gas­fuß piepst es, und der Ben­zi­ner geht an – der EV-Modus ist eher als Segel­mo­dus zu inter­pre­tie­ren. Prio­ri­tät hat bei Toyo­ta eben der Sprit­ver­brauch, so der Her­stel­ler. Das ist ein­leuch­tend, doch ob es die Kund­schaft beglückt? Even­tu­ell möch­te der Besit­zer auch ger­ne mal dem Nach­barn prä­sen­tie­ren, wie sein neu­es Auto völ­lig abgas­frei fährt.

Ins­ge­samt ist der Yaris Hybrid eher etwas für Men­schen, die ger­ne „smooth“ fah­ren, so wie die meis­ten Japa­ner. Sie lie­ben angeb­lich das sanf­te Dahin­glei­ten ohne dabei viel Gas zu geben und zu Brem­sen mehr als das dyna­mi­sche Beschleu­ni­gen. Dass Letz­te­res mit dem Yaris Hybrid so wenig Freu­de berei­tet, liegt neben der man­geln­den Power auch an der Akus­tik: Der Wagen stöhnt beim Gas­ge­ben auf und bleibt lär­mend, bis man das gewünsch­te Tem­po erreicht hat – eine Beson­der­heit des Pla­ne­ten­ge­trie­bes. Dem ist wohl auch das Geräusch zuzu­ord­nen, das der Hybrid beim Brem­sen macht: Es klingt exakt so, wie wenn eine Stra­ßen­bahn zum Ste­hen kommt.

Auf der 45 Minu­ten lan­gen Stadt­run­de benö­tig­te der Toyo­ta 5,2 Liter je 100 Kilo­me­ter. Im Daten­blatt ste­hen hin­ge­gen 3,3 Liter, für die Stadt gibt der Her­stel­ler sogar 3,1 Liter an. Zumin­dest für Stadt­be­woh­ner stellt die Hybrid­va­ri­an­te die Ver­si­on mit den nied­rigs­ten Sprit­kos­ten dar. Die ande­ren Ben­zin­va­ri­an­ten – es gibt noch einen 1,0-Liter-Dreizylinder und den bereits genann­ten 1,33-Liter mit 100 PS – haben 4,8 bezie­hungs­wei­se 6,0 Liter Ver­brauch. Die 4,6 Liter, die das Die­sel­mo­dell bean­spru­chen soll, füh­ren eben­so zu höhe­ren Kos­ten. Anders könn­te es bei Auto­bahn­fahr­ten aus­se­hen, aber dazu wer­den Klein­wa­gen ja eher sel­ten ver­wen­det.

Den Hybrid erhält man ab 17 300 Euro. Wenn man bedenkt, dass der gleich­sam star­ke Hon­da Jazz Hybrid erst ab 19 490 Euro heim­ge­fah­ren wer­den darf, klingt das inter­es­sant. Für den Basis­preis bekommt man die fünf­tü­ri­ge Ver­si­on – als Drei­tü­rer wird der Hybrid nicht offe­riert. Die feh­len­de Fern­be­die­nung für die Zen­tral­ver­rie­ge­lung sowie ein CD-Radio kön­nen im Paket für 450 Euro geor­dert wer­den. Oder man wählt gleich die Ver­si­on Com­fort für 18 400 Euro, die das Mul­ti­me­dia-Sys­tem Toyo­ta Touch 2 inklu­si­ve Rück­fahr­ka­me­ra mit an Bord hat. Die Hybrid­ver­si­on liegt dann auf dem­sel­ben Niveau wie der Die­sel-Yaris, wäh­rend man mit dem 1,33-Liter-Benziner knapp 1 000 Euro güns­ti­ger weg­kommt. Lohnt sich der Hybrid gegen­über dem preis­wer­te­ren 1,33-Liter-Benziner? Da 100 Kilo­me­ter beim Yaris 1.33 gegen­wär­tig etwa 7,44 Euro kos­ten, beim Yaris Hybrid aber nur 5,12 Euro, amor­ti­siert sich der Mehr­preis bereits nach rund 43 000 Kilo­me­tern. Noch schnel­ler geht es, wenn man vor­zugs­wei­se in der Stadt unter­wegs ist. Doch auch ana­lo­ge Die­sel-Klein­wa­gen sind wirt­schaft­lich und kos­ten teils weni­ger. So gibt es einen Ford Fies­ta 1.6 TDCi mit 95 PS und 3,6 Liter Ver­brauch bereits ab 15 795 Euro.

Das Platz­an­ge­bot im Fond des Yaris ist gut, auch Erwach­se­ne blei­ben noch ein paar Zen­ti­me­ter Bein­frei­heit und sie sto­ßen mit dem Kopf nicht an die Decke. Zu viert reist es sich aus die­sem Grun­de im Yaris also ange­nehm. Der Kof­fer­raum gewähr­leis­tet nach wie vor 286 bis 786 Liter Volu­men, wobei sich die grö­ße­re Zahl aus­schließ­lich auf fens­ter­ho­he Bela­dung bezieht – den her­kömm­li­chen Wert für dach­ho­he Bela­dung hat Toyo­ta weder beim alten noch beim neu­en Modell ange­ge­ben.

Motor und AntriebToyo­ta Yaris Hybrid 
Motor­artben­zinelek­tri­scher, leis­tungs­ver­zweig­ter Voll­hy­brid
Zylin­der4
Ven­ti­le4
Hub­raum in ccm1.497
Dreh­mo­ment in Nm111
bei U/min3.800 - 4.400
AntriebFront­an­trieb
Getrie­bePla­ne­ten­ge­trie­be
Maße und Gewich­te 
Län­ge in mm3.950
Brei­te in mm1.695
Höhe in mm1.510
Rad­stand in mm2.510
Leer­ge­wicht in kg1.160
Zula­dung in kg405
Kof­fer­raum­vo­lu­men in Liter268
Fahr­leis­tun­gen / Ver­brauch 
Höchst­ge­schwin­dig­keit in km/h165
Beschleu­ni­gung 0-100 km/h in Sekun­den11,8
EG-Gesamt­ver­brauch in Liter/100 km3,3
EG-Ver­brauch inner­orts in Liter/100 km3,1
EG-Ver­brauch außer­orts in Liter/100 km3,3
CO2-Emis­si­on in g/km75
Schad­stoff­klas­seEuro 6
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen 
Sys­tem­leis­tung100 PS (74 kW)
Bat­te­rieNickel-Metall­hy­drid, 144 V, 6,5 Ah, 19,3 kW