Defek­te am Haupt­brems­zy­lin­der stö­ren die Umwand­lung der mecha­ni­schen Pedal­kraft in die hydrau­li­sche Brems­kraft, durch die der benö­tig­te Brems­druck auf­ge­baut wird, um ein Fahr­zeug abzu­brem­sen. Wie der Auf­bau des Haupt­brems­zy­lin­ders sich zusam­men­setzt, wel­che Sym­pto­me bei einem defekt auf­tre­ten und mit wel­chen Kos­ten bei einer Repa­ra­tur des Haupt­brems­zy­lin­ders zu rech­nen ist, erfährst du im fol­gen­den Beitrag.

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Hauptbremszylinder - Funktion und Aufbau

Optisch ähnelt der Haupt­brems­zy­lin­der einer klei­nen Röh­re, wel­cher aber eine gro­ße Wir­kung hat. Im Inne­ren der Röh­re arbei­tet ein federnd gela­ger­ter Kol­ben. Gehal­ten wird das Gan­ze von der Pri­mär- und der Sekun­där­man­schet­te. Durch Drü­cken des Brems­pe­dals wird der Kol­ben gegen die Feder gedrückt, mit der Fol­ge das sich im inne­ren des Haupt­brems­zy­lin­ders der benö­tig­te Druck für den Brems­vor­gang auf­baut. Die­ser gelangt über die Brems­lei­tun­gen direkt zu der Brems­an­la­ge. Bei nahe­zu allen moder­nen Fahr­zeu­gen ist der Haupt­brems­zy­lin­der der Län­ge nach in zwei Berei­che glei­cher Grö­ße mit zwei Kol­ben geteilt. Dadurch kön­nen zwei unab­hän­gi­ge Brems­krei­se mit Druck ver­sorgt wer­den. Soll­te einer der Brems­krei­se aus­fal­len, lässt sich so die Brems­funk­ti­on des Autos wei­ter auf­recht­erhal­ten. Ver­baut ist der Haupt­brems­zy­lin­der unter­halb des Aus­gleichs­be­häl­ters und in unmit­tel­ba­rer Nähe des Bremskraftverstärkers. 

 

Hauptbremszylinder defekt - Symptome

Ein kla­res Anzei­chen für einen defek­ten Haupt­brems­zy­lin­der gehen meist mit einem deut­lich ver­än­der­ten Brems­ver­hal­ten ein­her. So ist der Pedal­weg des Brems­pe­dals meist deut­lich län­ger als üblich. 

Des Wei­te­ren kann es vor­kom­men, dass bei län­ge­rem Pedal­druck der Brems­druck immer wei­ter abfällt und sich das Brems­pe­dal gefühlt bis zum Boden­blech durch­drü­cken lässt. Sind kei­ne ande­ren Defek­te am Brems­kreis­lauf zu erken­nen wie undich­te Anschlüs­se oder Man­schet­ten der Rad­brems­zy­lin­der oder zu wenig Brems­flüs­sig­keit im Aus­gleichs­be­häl­ter, ist das Pro­blem sehr wahr­schein­lich auf den Haupt­brems­zy­lin­der zurückzuführen. 

 

Hauptbremszylinder defekt - Kosten und Reparatur

Eine Repa­ra­tur des alten Haupt­brems­zy­lin­ders macht bei die­sem Bau­teil kei­nen Sinn. Daher wird es gegen ein Neu­teil aus­ge­tauscht. Der Haupt­kos­ten­fak­tor beim Wech­sel des Haupt­brems­zy­lin­ders ist vor allem der Mon­ta­ge­auf­wand, da beim Wech­sel auch die Brem­sen wie­der mon­tiert wer­den müs­sen, die Brems­an­la­ge mit fri­scher Brems­flüs­sig­keit befüllt und das kom­plet­te Brems­sys­tem ent­lüf­tet wird. Um dir ein bes­se­res Preis­ge­fühl zu ver­mit­teln, haben wir anbei noch ein paar Kos­ten­bei­spie­le für den Wech­sel eines defek­ten Haupt­brems­zy­lin­ders aufgeführt.

 
Fahr­zeug­mo­dellKos­ten
Audi A4 Lim. (8E), 2.0ab 460 EUR
BMW 5er Lim. (E39), 520iab 550 EUR
Nis­san Mic­ra (K11), Basisab 300 EUR
Ford Mon­deo Tur­nier (GE), Ghiaab 400 EUR
Kia Pican­to (SA), 1.1 EXab 320 EUR
Mer­ce­des-Benz E-Klas­se T-Modell (BM 210), E 320 Tab 360 EUR
Opel Zafi­ra A, Eleganceab 430 EUR
VW Golf VII Lim. (5G1/BE1), High­li­ne BMTab 330 EUR
Alle Prei­se kön­nen regi­ons­be­dingt stark unter­schied­lich aus­fal­len und rich­ten sich nach dem jewei­li­gen Kos­ten­satz der Werk­statt. Für ein genau­es Ergeb­nis kannst du auf autoreparaturen.de einen kos­ten­lo­sen Preis­ver­gleich machen.

 
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