Das Fahrgestell am Pkw oder Lkw sollte immer ausgeglichen und gut eingestellt sein, denn nur dann kann das Fahrzeug einwandfrei funktionieren und im Straßenverkehr zuverlässige Dienste leisten. Es kann unterwegs schnell passieren, dass sich die Achseinstellung verstellt: Dann kommt es meist zu eindeutigen Warnzeichen, die Sie nicht ignorieren sollten – sonst drohen schwerwiegendere Reparaturen und hohe Kosten.

Eine verstellte Spur kann teure Folgen haben. Regelmäßige Achsvermessungen beugen Folgeschäden vor. (Quelle: Karin & Uwe Annas/stock.adobe.com)

Wie kommt es zu einer verstellten Spur?

Nicht jede Fahrbahn ist ebenmäßig. Insbesondere auf älteren Straßen finden sich vermehrt Schlaglöcher. Diese können bereits ausreichen, um die Achseinstellung am Fahrzeug zu verändern – dies gilt auch für Borsteinkanten, die etwa beim Einparken überfahren werden. Auch bei vorsichtigem Fahren kann das unerwünschte Verstellen der Spur diverse Fahrwerksparamenter beeinflussen. Im Gegensatz zu anderen Defekten, die sich nicht oder erst zu spät äußern, fällt eine falsch eingestellte Spur durch eindeutige Warnzeichen auf.

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Spur einstellen: So erkennen Sie eine falsch eingestellte Spur

Wenn Ihr Fahrzeug beim Fahren – beispielsweise, wenn Sie eine Kurve nehmen – laut quietscht, das Fahrwerk während der Fahrt polternde Geräusche von sich gibt oder das Lenkrad nicht mehr so reagiert, wie Sie es gewohnt sind, dann haben Sie es wahrscheinlich mit einer inkorrekten Achseinstellung zu tun. Beim Blick auf die Reifen bemerken Sie diese Sachlage außerdem anhand eines ungleichmäßigen Reifenverschleißes. Auch eine verringernde Bremsleistung ist ein häufiges Symptom einer verstellten Spur.

Mögliche Schäden bei verstellter Spur

Stellen Sie eine oder eine Kombination der genannten Symptome fest, ist es ratsam, zeitnah eine Fachwerkstatt aufzusuchen und eine Achsvermessung durchführen zu lassen. Wird eine falsch eingestellte Spur nicht rechtzeitig wieder korrekt eingestellt, macht sich dies durch einen erhöhten Kraftstoffverbrauch bemerkbar. Mit der Zeit entstehen zudem Schäden an Radaufhängung, Federn und Stoßdämpfern. Schlimmstenfalls müssen diese komplett ersetzt werden. Diese kostspieligen Reparaturen lassen sich jedoch vermeiden.

Wann und wie oft ist eine Achsvermessung notwendig?

Eine Achsvermessung gehört nicht zu den regulären Wartungsarbeiten, die von Werkstätten vorgenommen werden. Als Autofahrer müssen Sie also aktiv werden und gezielt nach einer Vermessung der Achse fragen, wenn Sie Probleme mit der Spur Ihres Fahrzeugs vermuten. Die Achsvermessung findet mithilfe von Lasern und Sensoren statt, die die Daten an einen Achsmesscomputer übermitteln. Die Daten werden sodann mit den Sollwerten des Modells abgeglichen. Anschließend kann die Spur wieder so eingestellt werden, wie es für Ihr Auto optimal ist. Empfindliche Bauteile wie Stoßdämpfer und Radaufhängung werden in dieser Weise deutlich entlastet und ein falscher Reifenverschleiß wird vermieden.

Achsvermessung und Spur einstellen: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten für eine Achsvermessung und das darauffolgende Einstellen der Spur können abhängig vom Fahrzeugtyp unterschiedlich ausfallen. Für einen eher kompakten PKW werden Preise von etwa 40 Euro bis 80 Euro fällig; Mittelklasse-Modelle schlagen mit 60 Euro bis 100 Euro zu Buche. Bei Fahrzeugen mit Allrad- oder Multi-Lenkantrieb sowie bei tiefergelegten Modellen müssen Sie mit etwa 80 Euro bis 140 Euro rechnen. Mit dieser vergleichsweise günstigen Wartung können Sie deutlich höhere Folgekosten einsparen.

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