Als Teil des Fahr­wer­kes eines Fahr­zeu­ges die­nen Fahr­werks­fe­dern dazu, Schlag­lö­cher, Fahr­bahn­schwel­len und wei­te­re Uneben­hei­ten wäh­rend der Fahrt aus­zu­glei­chen. Dies stellt eine ste­ti­ge Belas­tung der Bau­tei­le dar, wodurch der Ver­schleiß auch mit einer umsich­ti­gen Fahr­wei­se nicht umgan­gen wer­den kann. Durch Mate­ri­al­er­mü­dung kommt es dann frü­her oder spä­ter zum Bruch der Fahr­werks­fe­der. Eine Repa­ra­tur in einer Werk­statt ist dann unum­gäng­lich.

   

Symptome einer defekten Fahrwerksfeder

Sind die Fahr­werks­fe­dern defekt, macht sich dies durch eini­ge Anzei­chen bemerk­bar:

  • Durch Sicht­prü­fung ent­deck­ter Riss in der Fahr­werks­fe­der.
  • Das Fahr­zeug steht in Schief­la­ge auf gera­der Ober­flä­che.
  • Schlag­lö­cher und Fahr­bahn­un­eben­hei­ten wer­den unzu­rei­chend abge­fe­dert.

Soll­ten dir sol­che Sym­pto­me auf­fal­len, ist es rat­sam, die­se von einer Werk­statt über­prü­fen zu las­sen.

 

Reparatur oder Wechsel der defekten Feder

Zunächst stellt sich die Fra­ge, ob eine Repa­ra­tur / Instand­set­zung mög­lich ist oder ob die betrof­fe­ne Feder kom­plett aus­ge­tauscht wer­den muss.

Ist die Schraub­fe­der gebro­chen, ist ein Aus­tausch unum­gäng­lich. Auch soll­te nicht auf gebrauch­te Federn zurück­ge­grif­fen wer­den, sofern die­se nicht nach­weis­lich kei­nen gro­ßen Ver­schleiß erlit­ten haben. 

Zudem soll­ten Federn immer pro Ach­se gewech­selt wer­den, da die Belas­tung sich auf die Ach­se in der Regel immer gleich­mä­ßig ver­teilt. So wer­den auch die ursprüng­li­chen Fahr­ei­gen­schaf­ten des Fahr­zeu­ges bei­be­hal­ten.

Der Auf­wand des Wech­sels ist fahr­zeugspe­zi­fisch. Den­noch ist oft­mals die Arbeit an der Vor­der­ach­se auf­wen­di­ger als an der Hin­ter­ach­se.

 

Vorgehen beim Wechsel der Fahrwerksfeder

Zunächst muss das Rad demon­tiert wer­den. Anschlie­ßend wird die Kop­pel­stan­ge, der Brems­schlauch und die Lei­tung des Rad­dreh­zahl­sen­sors gelöst.

Danach kön­nen Achs­schen­kel und Feder­bein getrennt wer­den. Nach­dem das Feder­bein ent­nom­men wur­de, wird die Feder mit einem Feder­span­ner gespannt. Im nächs­ten Schritt kann das Dom­la­ger / Feder­bein­stütz­la­ger demon­tiert wer­den. Anschlie­ßend kann die defek­te Feder aus­ge­tauscht wer­den. Zusätz­li­cher Auf­wand ent­steht, sobald sich kor­ro­si­ons­be­dingt die Schrau­ben am Feder­bein fest­ge­setzt haben. 

Bei eini­gen Fahr­zeug­mo­del­len lie­gen Feder und Stoß­dämp­fer neben­ein­an­der und sind nicht mit­ein­an­der ver­baut. Dann ist der Wech­sel deut­lich ein­fa­cher, da es oft reicht, nur den Stoß­dämp­fer zu lösen, um so die gebro­che­ne Feder zu ent­span­nen und zu wech­seln.

Im Zuge des Aus­tauschs soll­ten auch immer die Staub­schutz­man­schet­te des Stoß­dämp­fers und das Dom­la­ger erneu­ert wer­den, da die­se Tei­le ohne­hin mit demon­tiert bezie­hungs­wei­se frei­ge­legt wer­den.

Zudem soll­te nach Abschluss der Arbei­ten immer eine Achs­ver­mes­sung statt­fin­den damit die Spur opti­mal ein­ge­stellt ist, um ein­sei­tig abge­fah­re­ne Rei­fen zu ver­mei­den. 

 

Kosten für den Wechsel einer Schraubenfeder

Die rei­nen Mate­ri­al­kos­ten vari­ie­ren je nach Fahr­zeug­mo­dell und Her­stel­ler, lie­gen aber meis­tens zwi­schen 50 und 100 Euro pro Stück. Bekann­te Her­stel­ler von Fahr­werks­kom­po­nen­ten sind bei­spiels­wei­se die Fir­men Bil­stein, Eibach, K&W und H&R.

Für den Wech­sel einer Fahr­werks­fe­der wer­den meist zwi­schen 30 Minu­ten und zwei Stun­den benö­tigt. Der genaue Zeit­auf­wand ist vor allem davon abhän­gig, wie vie­le ande­re Bau­tei­le zum Wech­sel demon­tiert wer­den müs­sen.

Inklu­si­ve Arbeits- und Mate­ri­al­kos­ten sind daher mit 500 bis 800 Euro zu rech­nen.

 

Arten von Fahrwerksfedern

 

Blattfeder

Die Blatt­fe­der zählt zu den ältes­ten Fahr­werks­fe­dern und kam vor allem in Kut­schen, aber auch in Pkws zum Ein­satz.

Ihr Auf­bau ist ein­fach und ihre Her­stel­lung kos­ten­güns­tig. Eine Blatt­fe­der besteht meist aus meh­re­ren über­ein­an­der ange­ord­ne­ten Metall­bän­dern, zwi­schen denen sich zur Geräusch­min­de­rung beim Ein­fe­dern wei­te­re Schich­ten aus Gum­mi oder Zink befin­den.

Bei der Blatt­fe­der ist es wich­tig, dass der Druck­punkt exakt in der Mit­te der Feder liegt. Nur so federt sie opti­mal ein.

 

Luftfeder

Luft­fe­dern nut­zen zur Fede­rung von Fahr­zeu­gen Luft. Ihre Funk­ti­ons­wei­se ähnelt dem Grund­prin­zip ande­rer Federn. Aller­dings las­sen sich bei Luft­fe­dern Ein­stel­lun­gen vor­neh­men, die bei ande­ren Federn nicht mög­lich sind.

So ist es unter ande­rem mög­lich, durch Ändern des Luft­drucks die Höhe des Fahr­zeugs zur Fahr­bahn zu ver­än­dern, was bei­spiels­wei­se bei hoher Zula­dung von Vor­teil sein kann.

In Pkws kommt die­se Art der Fede­rung auf­grund ihrer auf­wen­di­gen und somit teu­ren Bau­wei­se sel­ten zum Ein­satz. Sie fin­den sich höchs­tens in Ober­klas­se-Fahr­zeu­gen, vor­ran­gig jedoch in Nutz­fahr­zeu­gen wie Bus­sen.

 

Drehstab- oder Torsionsfeder

Bei Dreh­stab- oder Tor­si­ons­fe­dern han­delt es sich um einen mehr­tei­li­gen Dreh­stab aus einem spe­zi­el­len Feder­stahl, der fest in das Achs­rohr ein­ge­spannt ist. Bei Belas­tung ver­win­det sich der Dreh­stab gegen das Achs­rohr, was vor allem bei schwe­ren Fahr­zeu­gen und einer dau­er­haft hohen Belas­tung vor­teil­haft ist.

Die­se Art der Federn erlaubt außer­dem durch Nach­jus­tie­ren das Ver­stel­len der Boden­frei­heit. Anwen­dung fin­det sie daher vor­wie­gend bei Wohn­wa­gen und Anhän­gern.

In Pkws kom­men Dreh­stab­fe­dern bzw. Tor­si­ons­fe­dern hin­ge­gen nur noch sel­ten zum Ein­satz. Das war frü­her anders: Bekann­te Model­le mit einer Dreh­stab­fe­de­rung waren bei­spiels­wei­se der VW Käfer, die VW-Bus­se T1, T2 und T4 sowie frü­he Model­le des Por­sche 911.

Auch die fran­zö­si­schen Fahr­zeug­her­stel­ler Peu­geot und Renault haben in frü­he­ren Model­len Dreh­stab­fe­dern ver­baut.

 

Schraubenfeder

Beim Pkw hat die Schrau­ben­fe­der heu­te so gut wie alle ande­ren Feder­ar­ten ver­drängt. Sie besteht aus einem schrau­ben­för­mig gewun­de­nen Feder­draht und ist bei gerin­gem Mate­ri­al­ein­satz güns­tig her­zu­stel­len.

Im Auto bil­det die Schrau­ben­fe­der zusam­men mit dem Stoß­dämp­fer häu­fig eine Ein­heit (Feder­bein), die opti­mal auf­ein­an­der abge­stimmt sein muss.

Je nach Grö­ße und Span­nung der Feder ändert sich der Fahr­kom­fort. Bei klei­nen, straf­fen Federn fühlt sich das Auto eher hart an, bei lan­gen und weni­ger straff gespann­ten Federn ist die Fede­rung eher weich und schwam­mig.

 

Fazit

Da die Prei­se für den Aus­tausch von Fahr­werks­fe­dern stark vari­ie­ren kön­nen, lohnt es sich vor allem, einen Preis­ver­gleich zu machen. Die­sen kannst du kos­ten­los auf unse­rer Platt­form täti­gen und dir somit den bes­ten Preis in dei­ner Umge­bung sichern.