Den meis­ten Auto­fah­rern wird der Begriff „Zwei­mas­sen­schwung­rad“ nichts sagen genau­so wenig wie die Funk­ti­on, die es im Auto hat. Aber den Kom­fort, den es bringt, bemerkt jeder wäh­rend der Fahrt unun­ter­bro­chen bis es zu einem Defekt kommt. Nor­ma­ler­wei­se wird kein Autor­fah­rer mit die­sem kom­ple­xen Bau­teil in Berüh­rung kom­men, dabei über­nimmt es doch eine sehr wich­ti­ge Auf­ga­be. Dank des Zwei­mas­sen­schwung­ra­des wer­den die beim Ein- und Aus­kop­peln auf­tre­ten­den Schwin­gun­gen, und die damit auf­tre­ten­den Geräu­sche, merk­lich absor­biert. Es befin­det sich zwi­schen Motor und Getrie­be und ist die Wei­ter­ent­wick­lung des klas­si­schen Schwungrades.

das Zweimassenschrungrad eines Autos von vorne und hinten

Das ZMS ent­kop­pelt die aus­ge­hen­de sekun­dä­re Schwung­mas­se vom Getrie­be über ein Feder-Dämp­fungs­sys­tem. Durch die­sen Vor­gang wer­den Dreh­schwin­gun­gen und die dar­aus resul­tie­ren­den Geräu­sche fast voll­stän­dig vom Antriebs­strang geschluckt. Zu dem hohen Fahr- und Geräusch­kom­fort durch das Zwei­mas­sen­schwung­rad zählt auch das Fah­ren in ver­brauchs­güns­ti­gen Betriebs­be­rei­chen. Damit leis­tet es einen nicht uner­heb­li­chen Bei­trag zur Redu­zie­rung der CO2-Emissionen.

  

Symptome richtig deuten und einen Defekt erkennen

Die Sym­pto­me für einen Defekt zu erken­nen, der sich beim Zwei­mas­sen­schwung­rad ankün­digt, ist häu­fig ganz ein­fach. Ein Defekt macht sich oft durch Vibra­tio­nen oder Ruck­lern bei lau­fen­dem Motor bemerk­bar. Eine unru­hi­ge Geräusch­ku­lis­se bei nied­ri­gen Dreh­zah­len oder im Leer­lauf, die sich im Inne­ren des Fahr­zeugs aus­brei­tet, ist eben­falls ein deut­li­cher Indi­ka­tor. Vor­sicht bei hohen Dreh­zah­len, denn oft ver­schwin­den die Geräu­sche bei einem defek­ten ZMS dann ganz oder wer­den nicht mehr wahr­ge­nom­men. Soll­test du sol­che Sym­pto­me wahr­neh­men, aber nicht sicher sein, ist es immer rat­sam, eine Werk­statt aufzusuchen.

 

Weiterfahren mit kaputtem Zweimassenschwungrad?

Nicht immer bemerkt man einen Defekt sofort. Gera­de bei einem Bau­teil wie dem Zwei­mas­sen­schwung­rad ist es nicht immer gleich klar. Wenn es zum Bei­spiel küh­ler drau­ßen ist und der Motor noch nicht warm gefah­ren sein soll­te, wun­dert man sich sel­ten über etwas Ruckeln oder eine lau­te­re Geräusch­ku­lis­se vom Motor. In höhe­ren Dreh­zah­len kön­nen die Sym­pto­me dann wie vor­her beschrie­ben schnell unter­ge­hen. Man kann mit einem defek­ten ZMS durch­aus noch fah­ren und bleibt auch nicht mit dem Auto ste­hen. Aber ein Defekt kann durch­aus nicht uner­heb­li­che und kost­spie­li­ge Fol­ge­schä­den nach sich zie­hen. Wenn man nicht mit einer Fahrt in die Werk­statt auf einen Defekt reagiert, kön­nen in der Fol­ge die Kupp­lung, Antriebs­wel­le oder sogar das gan­ze Getrie­be in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wer­den. Des­halb soll­te man ein defek­tes ZMS durch­aus ernst nehmen.

 

Wie kommt es zum Defekt des ZMS?

Das Zwei­mas­sen­schwung­rad ist ein ganz nor­ma­les Ver­schleiß­teil mit einer begrenz­ten Lebens­dau­er. Die Her­stel­ler geben die­se mit einer Lauf­leis­tung zwi­schen 150.000 und 200.000 km an bis es getauscht wer­den muss. Die Fach­werk­statt tauscht es im Rah­men einer Inspek­ti­on beim Errei­chen die­ser Lauf­leis­tung dann ohne­hin aus. Bei einem vor­zei­ti­gen Defekt des Zwei­mas­sen­schwung­rads sind es oft die angren­zen­den Bau­tei­le, die den Belas­tun­gen nicht so lan­ge stand­hal­ten wie das ZMS selbst. Um der Ursa­che auf den Grund gehen zu kön­nen, muss in aller Regel das Getrie­be aus­ge­baut wer­den, bevor man an das ZMS her­an­kommt. Und weil sich die­ser Auf­wand nicht loh­nen wür­de nur um ein­zel­ne Schrau­ben oder Federn zu wech­seln, wird das ZMS gleich völ­lig aus­ge­tauscht. Oft raten die Fach­werk­stät­ten, die Kupp­lung gleich mit zu tau­schen, weil es sich hier­bei auch um ein Ver­schleiß­teil han­delt, und wenn das Getrie­be schon mal drau­ßen ist, kommt es einen güns­ti­ger, es gleich mit zu tauschen.

 

Die Kosten und Reparatur eines Zweimassenschwungrads

Um Zugang zum Zwei­mas­sen­schwung­rad zu erlan­gen, sind umfang­rei­che Demon­ta­ge­ar­bei­ten nötig, wie das Aus­bau­en des Getrie­bes. Ins­ge­samt kom­men so fünf bis acht rei­ne Arbeits­stun­den für den Aus­bau und Wech­sel zustan­de. Bei einem durch­schnitt­li­chen Stun­den­satz von 70 EUR kom­men so schon 350 bis 560 EUR zusam­men. Wenn die Werk­statt schon die­sen Auf­wand betreibt, wird sie wahr­schein­lich auch nahe­le­gen, gleich die Kupp­lung zu wech­seln, soll­te die Repa­ra­tur im nor­ma­len zeit­li­chen Tur­nus (der ange­ge­be­nen Lauf­leis­tung des Bau­teils) lie­gen. Dazu kom­men noch die Mate­ri­al­kos­ten zwi­schen 200 und 700 EUR, die wie immer abhän­gig vom Fahr­zeug­mo­dell sehr unter­schied­lich aus­fal­len. Denn hier kommt es auch dar­auf an, wie viel Leis­tung und Dreh­mo­ment das Zwei­mas­sen­schwung­rad über­tra­gen muss, wonach sich dann der Tei­le­preis schluss­end­lich richtet. 

Ins­ge­samt kön­nen so Kos­ten von schät­zungs­wei­se 550 bis 1260 EUR ent­ste­hen. Fin­de jetzt auf autoreparaturen.de Werk­stät­ten, die dir güns­ti­ge Ange­bo­te für einen Wech­sel des Zwei­mas­sen­schwung­rads machen.

 
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