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Unnö­ti­ge oder fal­sche Repa­ra­tu­ren am Auto, fal­sche Tei­le oder sogar Pfusch? Auch wenn der über­wie­gen­de Teil der Kfz-Mecha­ni­ker ver­ant­wor­tungs­vol­le Pro­fis sind – ein Werk­statt­be­such bringt nicht immer nur die rei­ne Freu­de über das wie­der instand gesetz­te Fahr­zeug. Es ist ärger­lich für bei­de Sei­ten, wenn die Repa­ra­tur den Kun­den nicht zufrie­den stellt. Wie­so soll­ten Sie als Kun­de schließ­lich zah­len für eine man­gel­haf­te Repa­ra­tur oder eine, die Sie nicht in Auf­trag gege­ben haben? Wir zei­gen auf, was pas­sie­ren kann, wie es even­tu­ell zu ver­hin­dern ist und wie weit die Rech­te der Betei­lig­ten gehen.

 

 

Tipps für den Werkstattbesuch – um Ärger vorzubeugen

  • Bei der Auf­trags­an­nah­me genü­gend Zeit mit­brin­gen
  • Repa­ra­tur­auf­wand schrift­lich fest­hal­ten
  • Kos­ten­vor­anschlag anfer­ti­gen las­sen
  • Maxi­mal­be­trag für Feh­ler­su­che ver­ein­ba­ren (Kos­ten Dia­gno­se)
  • Pau­schal­auf­trä­ge ver­mei­den – geben der Werk­statt freie Hand
  • Vor­schä­den per Über­ga­be­pro­to­koll doku­men­tie­ren – Beu­len, Krat­zer
  • Lack und Bezü­ge: Nach­prü­fen, ob mit Abdeck­fo­lie gear­bei­tet wur­de
  • Alte Tei­le ins Auto legen las­sen (zur spä­te­ren Beweis­füh­rung)
  • Abnah­me der Repa­ra­tu­ren vor Bezah­lung

Auto­re­pa­ra­tur in der Werk­statt: Nicht immer ist der Kun­de zufrie­den. Was ist, wenn die Werk­statt nicht rich­tig arbei­tet?

 

Auch die erfolglose Fehlersuche verursacht Kosten

Nobo­dy is per­fect – das gilt auch im Werk­statt­ge­schäft und die Unvoll­kom­men­heit kann vie­le For­men haben. Da macht ein Auto nach Aus­kunft des Kunden„merkwürdige Geräu­sche“. Aber nach der Feh­ler­su­che ist das Geräusch immer noch da, obwohl kei­ne Funk­ti­on ein­ge­schränkt ist. Bei einer der­art vagen Beschrei­bung kann es sehr schwie­rig sein, den Feh­ler  oder Defekt am Auto über­haupt zu fin­den. Aber auch eine erfolg­lo­se Feh­ler­su­che bedeu­tet für die Werk­statt einen oft nicht unbe­trächt­li­chen Auf­wand, der natür­lich als Arbeits­stun­den ent­lohnt wer­den muss.

 

Fehlersuche muss wirtschaftlich sein, bedeutet…

Zwar steht die Auto­werk­statt in der Pflicht nach den aner­kann­ten Regeln der Kraft­fahr­zeug­tech­nik sowie wirt­schaft­lich zu arbei­ten, um den ver­meint­li­chen Feh­ler zu fin­den. Dass der Mecha­ni­ker bei ver­geb­li­cher Feh­ler­su­che aber unwirt­schaft­lich gear­bei­tet hat, liegt anschlie­ßend in der Beweis­pflicht des Kun­den. Ärger­lich. Hier wird es sich aber wohl nur in den wenigs­ten Fäl­len um eine Abzo­cke han­deln. Schließ­lich will auch die KFZ-Werk­statt von einer erfolg­rei­chen Repa­ra­tur pro­fi­tie­ren. Feh­ler nicht behe­ben zu kön­nen, oder noch schlim­mer ein Defekt nicht fin­den zu kön­nen, ist Gift für die Repu­ta­ti­on.

Ein wirt­schaft­li­ches Vor­ge­hen (im Sin­ne des Kun­den) bedeu­tet, dass inner­halb der Feh­ler­su­che zuerst die güns­tig zu behe­ben­den Feh­ler­ur­sa­chen beho­ben wer­den. Soll­te sich also bspw. nach Aus­tausch des Steu­er­ge­räts (1000 Euro) her­aus­stel­len, dass der Feh­ler im alten Luft­fil­ter (50 Euro) lag, wäre tech­nisch gese­hen nur die­ser zu berech­nen.

 

Fehlersuche: Fass ohne Boden?

Oft sind die Ursa­chen für einen Auto­scha­den nicht gleich aus­zu­ma­chen. Beson­ders ärger­lich wird es, wenn der Mecha­ni­ker sich tage­lang auf die Suche macht und der Scha­den schließ­lich in wackeln­den Kon­tak­ten besteht – also kei­ne wirk­li­che Repa­ra­tur statt­fand. Eine unty­pi­sche Ursa­che für einen Män­gel ist auch für Pro­fis oft nicht offen­sicht­lich. Um bei sol­chen Feh­ler­su­chen nicht in ein Fass ohne Boden zu stür­zen und am Ende 500 Euro und mehr für Arbeits­stun­den zu bezah­len, soll­te für die Dia­gno­se ein Preis fest­ge­setzt wer­den.

 

Recht auf Nachbesserung bei einer Reparatur

Stellt sich nach erfolg­rei­cher Repa­ra­tur der glei­che Feh­ler erneut ein, so hat der Kun­de ein Recht auf Nach­bes­se­rung. Die Werk­statt ist hier in der Pflicht – bei einer Bean­stan­dung – sich dem Man­gel noch ein­mal anzu­neh­men. Erst nach zwei erfolg­lo­sen Nach­bes­se­rungs­ver­su­chen kann der Kun­de vom Ver­trag zurück­tre­ten. Dies ist aller­dings auch dann mög­lich, wenn die Nach­bes­se­rung ver­wei­gert wird.

 

Fristen bei Nachbesserung der Reparatur

Wur­de eine Repa­ra­tur nicht aus­rei­chend aus­ge­führt, dür­fen Sie der Werk­statt als Kun­de eine Frist set­zen, bis zu der der ent­spre­chen­de Feh­ler beho­ben wer­den soll. Je nach Aus­maß des Man­gels sind Fris­ten von einem Tag bis zu einer Woche üblich.

 

Minderung der Rechnung

Oft ist aber der Rück­tritt von einem soge­nann­ten „Werk­ver­trag“ eine zu har­te, und des­halb unan­ge­mes­se­ne Kon­se­quenz. Vor allem dann, wenn es sich um einen uner­heb­li­chen Man­gel han­delt. Der Kun­de ist hier bes­ser bera­ten, vom Mit­tel der Min­de­rung Gebrauch zu machen. So wird die Rech­nung gemin­dert, und zwar um den Preis, den der Man­gel aus­macht. Dazu müss­te sich der Kun­de aller­dings mit der Werk­statt eini­gen und zur Not einen Sach­ver­stän­di­gen hin­zu­zie­hen.

 

Nicht notwendige Reparatur

Alles schon erlebt: Der Wagen eines Kun­den ließ sich nicht mehr star­ten. Die Werk­statt dia­gnos­ti­ziert neben einer durch­ge­brann­ten Siche­rung ein Pro­blem in der Ölpum­pe und tauscht die­se aus. Doch damit war der Feh­ler aller­dings nicht beho­ben. Eine erneu­te Dia­gno­se ergab nun, dass ein loses Kabel durch Kon­takt mit der Karos­se­rie einen Kurz­schluss ver­ur­sacht hat. Inso­fern war also der Aus­bau und Ersatz der Ölpum­pe über­flüs­sig. Die­se Repa­ra­tur muss dem­nach auch nicht bezahlt wer­den.

Der Kun­de muss die Werk­statt nur für not­wen­di­ge Repa­ra­tu­ren bezah­len. Das gilt auch für nicht emp­feh­lens­wer­te Pau­schal­auf­trä­ge („Für den Tüv fer­tig­ma­chen“). Im Grun­de kann der Mecha­ni­ker hier schal­ten und wal­ten, wie er will. Wer­den aber kost­spie­lig Tei­le aus­ge­tauscht, las­sen Sie sich die­se anschlie­ßend zei­gen. Sind die­se nicht beschä­digt, war die Repa­ra­tur unnö­tig und ist damit zu erstat­ten.

 

Falsche Teile bei Reparatur ausgetauscht

Nicht bestell­te Arbei­ten bei einer Repa­ra­tur müs­sen nicht bezahlt wer­den. Bei­spiel: Ver­liert ein Stoß­dämp­fer vorn Öl, so führt das bei der Vor­füh­rung beim TÜV zur Ver­wei­ge­rung der Pla­ket­te. Ein Werk­statt­be­such ist also not­wen­dig. Nach den Regeln der Kraft­fahr­zeug­tech­nik soll­ten nun die Stoß­dämp­fer achs­wei­se aus­ge­tauscht wer­den. Nicht not­wen­dig ist es aber, die Stoß­dämp­fer rund­um kom­plett aus­zu­tau­schen. Macht die Werk­statt das den­noch, kann der Kun­de rekla­mie­ren, wenn er dar­über nicht infor­miert wor­den ist und sei­ne Zustim­mung nicht gege­ben hat. Ähn­lich liegt die Sache beim Aus­tausch der Brem­sen. Wer­den die Brem­sen vor­ne ersetzt, müs­sen des­we­gen nicht gleich­zei­tig auch die hin­te­ren Brem­sen ersetzt wer­den. Auch in die­sem Fall kann der Kun­de rekla­mie­ren, wenn die Werk­statt hier all­zu eif­rig war.

 

Kostenvoranschlag anfordern

Grund­sätz­lich muss sich die KFZ-Werk­statt dar­an hal­ten, was der Kun­de in Auf­trag gege­ben hat. Fin­det die Werk­statt wei­te­re Män­gel, die repa­riert wer­den soll­ten, so muss die Werk­statt Rück­spra­che mit dem Kun­den hal­ten. Des­halb ist es sinn­voll, wenn der Kun­de bei der Auf­trags­an­nah­me mög­lichst genau fest­hält, was repa­riert wer­den soll. Auch ein Kos­ten­vor­anschlag ist nütz­lich. Dabei kommt es auch dar­auf an, ob ein End­preis garan­tiert wur­de. Der darf dann nicht über­schrit­ten wer­den, obwohl klei­ne­re Abwei­chun­gen vom Kun­den akzep­tiert wer­den müs­sen. Dabei gel­ten rund 15 Pro­zent Mehr­kos­ten als Ober­gren­ze. Im Fal­le eines Rechts­strei­tes ent­schei­det ein Rich­ter aber immer im jewei­li­gen Ein­zel­fall.

 

Pfusch in der Werkstatt: Reparatur berechnet aber nicht ausgeführt?

Soll­ten die Kos­ten für eine Repa­ra­tur in Rech­nung gestellt wer­den, die nach­weis­lich nicht durch­ge­führt wur­den, kön­nen Sie als Kun­de selbst­ver­ständ­lich die Kor­rek­tur der Rech­nung oder die Aus­füh­rung der Repa­ra­tur ein­for­dern. Doch Ach­tung: Bean­stan­den Sie die Feh­ler mög­lichst sofort. Spä­ter wird es nur schwer mög­lich sein, die nicht aus­ge­führ­ten Tätig­kei­ten am Auto zu bewei­sen. Auch ist eine ver­ges­se­ne Repa­ra­tur nicht zwangs­läu­fig ein Betrugs­ver­such. Feh­ler kön­nen unter­lau­fen, auf deren Kor­rek­tur haben Sie als Kun­de der Werk­statt aber natür­lich ein Anrecht.
 

Nicht beauftragte Reparatur

Soll­te die Werk­statt wäh­rend der Arbeit am Auto wei­te­re Män­gel fest­stel­len, darf sie die­se nicht ohne Zustim­mung des Kun­den behe­ben und in Rech­nung stel­len – selbst wenn es sich um sicher­heits­re­le­van­te Repa­ra­tu­ren han­delt.
 

Einigung ist möglich

In man­chen Fäl­len kann der Kun­de aber auch von einem fal­schen Ein­bau pro­fi­tie­ren. Im Fall der Ölpum­pe etwa müss­te die neue Pum­pe aus­ge­baut und durch die alte wie­der ersetzt wer­den. Das ist natür­lich nicht immer mög­lich. Eine Eini­gung mit der Werk­statt kann fol­gen­der­ma­ßen aus­se­hen: Der Kun­de zahlt für die Ölpum­pe ledig­lich den Ein­stands­preis. Für den Ein­bau zahlt er nichts.
 

Garantie und Gewährleistung auf Werkstattleistungen

Die gesetz­lich fest­ge­leg­te Gewähr­leis­tung – die soge­nann­te Sach­män­gel­haf­tung – beträgt zwei Jah­re. Ver­trag­lich kann die Werk­statt die­se Frist aber auf ein Jahr ver­kür­zen. Soll­ten im Rah­men die­ses Zeit­raums Män­gel an den Arbei­ten auf­tau­chen, muss die Werk­statt die­se kos­ten­los behe­ben. Gibt die Werk­statt zusätz­lich eine Garan­tie, gilt die­se zusätz­lich nach den indi­vi­du­el­len ver­trag­li­chen Bestim­mun­gen.

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Ihr Wagen wurde in der Werkstatt beschädigt?

Für in der Werk­statt und bei Repa­ra­tu­ren ent­stan­de­ne Schä­den an Ihrem Auto muss die­se auf­kom­men. Das Lack­schä­den oder ande­re Beschä­di­gun­gen wäh­rend des Werk­statt­be­trie­bes auf­kom­men, ist unschön, kann in all der Geschäf­tig­keit aber pas­sie­ren. Für sol­che Fäl­le besitzt die Werk­statt eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Um Strei­te­rei­en zu ver­mei­den, doku­men­tie­ren Sie den Zustand Ihres Fahr­zeugs vor Werk­statt­be­such mit Fotos.
 

An wen richte ich mich beim Streit mit der Werkstatt?

Vor dem Gang zum Rich­ter, der zäh und lang­wie­rig sein kann, kön­nen Sie sich als Kun­de an eine Kfz-Schied­stel­le wen­den. Hier kön­nen Werk­statt­kun­den Rech­te gegen­über eines Kfz-Betriebs prü­fen und gege­be­nen­falls durch­set­zen las­sen. Das Urteil der Schied­stel­len ist für die Kfz-Betrie­be bin­dend – soll­ten die­se Mit­glie­der einer Kfz-Innung sein (erkenn­bar an dem blau­en Logo „Mit­glieds­be­trieb der Kfz-Innung“ oder „Meis­ter­be­trieb der Kfz-Innung“). Als Kun­de steht Ihnen nach Schieds­spruch immer noch der Rechts­weg offen.

 
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