Das Auto ruckelt, quietscht oder ver­zieht beim Brem­sen? Dann ist es höchs­te Zeit, die Brems­an­la­ge mal zu begut­ach­ten bevor die Brem­sen defekt sind. Wie du abge­nutz­te Brems­be­lä­ge erkennst, von was die Lebens­dau­er bei Brems­be­lä­gen und Brems­schei­ben abhängt und wel­che Kos­ten beim Wech­sel auf dich zukom­men, erfährst du im nach­fol­gen­den Beitrag.

Defekte Bremsen die Repariert werden | autoreparaturen.de
  

Welche Arten von Bremsanlagen gibt es? 

Trommelbremse | autoreparaturen.de

Fast alle moder­nen Autos besit­zen heu­te Schei­ben­brem­sen. Die­se haben die davor gän­gi­gen Trom­mel­brems­an­la­gen abge­löst. Schei­ben­brem­sen wer­den prak­tisch immer an der vor­de­ren Ach­se ver­baut, da sich das Gewicht dyna­misch auf die Vor­der­ach­se ver­la­gert und die Brems­wir­kung dort effek­ti­ver ist. Außer bei ein­zel­nen Klein­wa­gen und Fahr­zeu­gen mit gerin­ger Leis­tung, wo sie an der Hin­ter­ach­se ange­bracht sind.

Schei­ben­brems­an­la­gen funk­tio­nie­ren über eine Schei­be auf der Rad­na­be. Bei Betä­ti­gung der Brem­se wird der auf einem Brems­klotz sit­zen­de Brems­be­lag gegen die Schei­be gedrückt und das Rad verlangsamt.

Trom­mel­brem­sen funk­tio­nie­ren (wie der Name schon sagt) mit­tels einer umlau­fen­den Trom­mel. Ähn­lich wie bei der Schei­ben­brem­se wer­den Brems­be­lä­ge hier gegen die Trom­mel gedrückt.

 

Wie lange halten Bremsbeläge und Scheiben?

Wechsel von Bremsscheibe | autoreparaturen.de

Pau­schal zu sagen, wie lan­ge Brems­be­lä­ge und Schei­ben hal­ten ist schwie­rig, da dabei eini­ge Fak­to­ren zu beach­ten sind bevor die Brem­se defekt ist. Zum einen kommt es dar­auf an, um wel­che Brems­an­la­ge es sich han­delt (Kera­mik-, Schei­ben- oder Trom­mel­brem­se), zum ande­ren wie das Stre­cken­pro­fil eines Fahr­zeu­ges aus­sieht. Wird es oft im ber­gi­gen Gelän­de oder dich­ten Stadt­ver­kehr bewegt, wo oft gebremst wer­den muss, ist der Ver­schleiß deut­lich höher als bei einem Fahr­zeug, das sich oft auf ebe­ner Stre­cke bewegt ohne vie­le Brems­vor­gän­ge. Des­halb soll­te die­se bei jedem Werk­statt­be­such inspi­ziert wer­den. Brems­klöt­ze soll­ten unter­halb von zwei Mil­li­me­tern Rest­be­lag erneu­ert wer­den, Trom­mel­brems­ba­cken spä­tes­tens bei einem Mil­li­me­ter. An Schei­ben­brems­be­lä­gen fin­den sich heu­te in fast allen Autos auch Ver­schleiß­an­zei­gen. Die­se kön­nen elek­trisch arbei­ten und ein Licht im Arma­tu­ren­brett auf­leuch­ten las­sen oder auch mecha­nisch, wobei ein Metall­stift bei Errei­chen der Ver­schleiß­gren­ze an der Schei­be kratzt. Dadurch ertönt ein stark quiet­schen­des Geräusch. Danach soll­ten die Belä­ge wirk­lich zeit­nah gewech­selt wer­den. Bei nor­ma­ler Fahr­wei­se ohne nen­nens­wer­te Belas­tung soll­ten zwi­schen 100.000 und 120.000 Kilo­me­ter mög­lich sein, bevor die Brems­be­lä­ge erneu­ert wer­den müs­sen. Bei sport­li­cher Fahr­wei­se, häu­fi­gem sowie star­kem Abbrem­sen oder auch bei qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­gen Brems­be­lä­gen, kön­nen die­se bereits aber auch nach 30.000 Kilo­me­tern abge­nutzt sein. Schei­ben hal­ten sogar noch ein wenig län­ger, sofern kei­nen Beschä­di­gung im Lau­fe der Zeit auf­tritt. Kera­mik-Schei­ben­brem­sen haben in der Theo­rie kei­ne Ver­schleiß­erschei­nung, sind aber anfäl­lig für Beschä­di­gung, was direkt mit Kos­ten bis zu 10.000 Euro ver­bun­den sein kann. Die­se Brems­an­la­gen kom­men aber meist nur auf Super­sport­wa­gen zum Ein­satz und sind eher für die Renn­stre­cke geeignet. 

 
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Wie erkenne ich abgenutzte Bremsbeläge?

Ein anhal­ten­des rei­ben­des oder mah­len­des Geräusch kann auf ein ver­schlis­se­nes Bau­teil hin­wei­sen oder dar­auf das die Brem­se defekt ist. Zieht das Fahr­zeug leicht zur Sei­te oder tritt leich­tes Rüt­teln am Lenk­rad oder am Brems­pe­dal auf, sind auch das Vor­bo­ten von Ver­schleiß. Wei­te­re Indi­zi­en für abge­nutz­te oder defek­te Bau­tei­le sind ein flat­tern­des Brems­pe­dal, ein nied­ri­ger Stand der Brems­flüs­sig­keit oder ein län­ger wer­den­der Brems­weg. Im Zwei­fels­fall lie­ber in der Werk­statt über­prü­fen lassen.

 

Was tun, wenn neue Bremsen quietschen?

Bremsbeläge | autoreparaturen.de

Das Fahr­zeug ist frisch repa­riert und die Brem­sen quiet­schen? In die­sem Fall kann ein Ein­bau­feh­ler vor­lie­gen, der in einer Fach­werk­statt abge­klärt wer­den muss. Die Brem­sen quiet­schen, wenn Brems­klöt­ze und Brems­schei­be nicht opti­mal mit­ein­an­der har­mo­nie­ren. Hast du die Belä­ge aus­tau­schen lassen,ohne dass die Brems­schei­be ersetzt wor­den ist, dann müs­sen die Mecha­ni­ker die Klötz­chen anschlei­fen. Die Schei­ben wei­sen bereits Ver­schleiß auf, wes­we­gen die neu­en Klötz­chen ein Quiet­schen erzeu­gen kön­nen. Die Gleit­fä­hig­keit kann zudem durch Zink­pas­te ver­bes­sert wer­den. Ver­ges­sen die Mecha­ni­ker beim Wech­sel Zink­pas­te auf­zu­tra­gen, macht sich dies spä­ter durch Quiet­schen bemerkbar.

 

Bremse defekt - Weitere Ursachen für quietschende Bremsen

Nicht immer muss die Brem­se defekt sein, wenn die neu­en Brem­sen quiet­schen. Auf den ers­ten Kilo­me­tern nach dem Wech­sel der Brem­sen ist das rich­ti­ge Fahr­ver­hal­ten beson­ders wich­tig. Die Auto­fah­rer müs­sen die neu­en Brem­sen ein­fah­ren; die sofor­ti­ge Voll­brem­sung ist nach Mög­lich­keit zu ver­mei­den. Sach­tes Brem­sen sorgt dafür, dass sich die Brems­schei­be und die Belä­ge anpas­sen und opti­mal grei­fen. Star­test du mit einer star­ken Voll­brem­sung, kön­nen sich die Brems­schei­ben ver­zie­hen, die Reib­flä­chen ver­än­dern sich und die Brem­sen kön­nen quietschen.

Tipp: Eini­ge Fahr­zeug­ty­pen nei­gen auch zu extrem ros­ten­den Brems­schei­ben an der Hin­ter­ach­se. Die Ursa­che dafür ist eine zu vor­sich­ti­ge Fahr­wei­se. Denn bei aus­schließ­lich sanf­ten Brem­sen wer­den die Klöt­ze kaum an die Schei­ben gedrückt, kön­nen Rost und Schmutz nicht weg­ra­die­ren. Des­halb: Wenn es die Ver­kehrs­la­ge erlaubt, zwi­schen­durch ruhig mal kräf­ti­ger aufs Pedal steigen.

 
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Der Einbau von unpassenden Teilen führt zum Quietschen

Die aus­ge­wähl­ten Belä­ge müs­sen mit dem Brems­sys­tem des Fahr­zeugs kom­pa­ti­bel sein. Ist dies nicht der Fall, dann tre­ten Stö­run­gen auf, die sich unter ande­rem in Form eines Quiet­schens äußern kön­nen. Pro­ble­me ent­ste­hen zum einen, wenn unpas­sen­de Bau­tei­le aus­ge­wählt wer­den, aber auch wenn die Qua­li­tät der Belä­ge nicht aus­rei­chend ist. Wir emp­feh­len gene­rell, Ori­gi­nal­tei­le für den Wech­sel zu ver­wen­den. Eine Fach­werk­statt berät dich zur Aus­wahl der Belä­ge und der Brems­schei­ben, die vom Fahr­zeug­mo­dell abhängt.

 

Bremsen defekt - Langes Stehen schadet dem Bremssystem

Rostige Bremsscheibe | autoreparaturen.de

Nutzt du das Auto über einen län­ge­ren Zeit­raum nicht und steht es bei­spiels­wei­se in der Gara­ge, sam­meln sich auf den Belä­gen Staub und Schmutz an. Ein typi­sches Bei­spiel sind Som­mer­au­tos, die von ihren Besit­zern nur in der war­men Jah­res­zeit gefah­ren wer­den. Nach dem Win­ter haben sich auf den Brems­be­lä­gen Abla­ge­run­gen ange­sam­melt, die zum Quiet­schen füh­ren. Eine wei­te­re Gefahr ist die Rost­bil­dung. Han­delt es sich um klei­ne Rost­fle­cken, dann kann das Ein­fah­ren der Brem­sen das Pro­blem behe­ben. Die Auto­fah­rer müs­sen die Brem­sen behut­sam ein­fah­ren und am Anfang dür­fen sie nur leicht abbrem­sen. Die Rost­par­ti­kel soll­ten in die­ser Wei­se lang­sam abge­tra­gen werden.

 

Das Verglasen als Ursache für das Quietschen der Bremsen

Über­hit­zen die Brem­sen stark, steigt die Gefahr für Beschä­di­gun­gen. Bei einer extre­men Voll­brem­sung kön­nen die Belä­ge bezie­hungs­wei­se die Brems­ba­cken und die Schei­ben ver­gla­sen. Die Brems­schei­be kann sich so ver­zie­hen. Die Kon­se­quenz ist, dass der Brems­be­lag nicht mehr kor­rekt auf der Brems­schei­be auf­liegt. Die Repa­ra­tur ist nur in Form des Aus­tauschs der Bau­tei­le möglich.

 

Welche Kosten fallen beim Wechsel der Bremsbeläge und Scheiben an, wenn die Bremsen defekt sind?

Die ent­ste­hen­den Kos­ten rich­ten sich in ers­ter Linie nach den Ver­schleiß­tei­len, die zu erset­zen sind. Betref­fen die Repa­ra­tu­ren ledig­lich die Brems­be­lä­ge, sind die Kos­ten rela­tiv gering und belau­fen sich für Klein- und Mit­tel­wa­gen auf ca. 150 bis 300 Euro. 

Müs­sen aller­dings auch die Brems­schei­ben mit gewech­selt wer­den, kön­nen sich die Kos­ten schnell ver­dop­peln, je nach Fahr­zeug­mo­dell sogar ver­drei­fa­chen. Gele­gent­lich kommt es vor, dass Tei­le der Brem­se fest­sit­zen und sich schlecht lösen las­sen, was die Arbeits­zeit deut­lich ver­län­gern kann und damit stei­gen auch die Kos­ten. Auch die Kol­ben in den Brems­sät­teln oder die Rad­brems­zy­lin­der der Trom­mel­brem­se kön­nen ver­schlei­ßen. Die Kos­ten sind hier, auch auf­grund der län­ge­ren Arbeits­zeit, deut­lich höher. Aller­dings fal­len die­se Repa­ra­tu­ren eher sel­ten an.

Auf Brems­schei­ben und -trom­meln fin­den sich ein­ge­präg­te Anga­ben zur zuläs­si­gen Min­dest­di­cke bzw. zum Höchst­durch­mes­ser. In aller Regel sind zwei bis drei Mil­li­me­ter Ver­schleiß zuläs­sig, ehe die­se Tei­le erneu­ert wer­den müssen. 

Mit zuneh­men­der Abnut­zung der Brem­se sinkt auch der Stand der Brems­flüs­sig­keit im Behäl­ter. Trotz­dem soll­te man die­se nicht auf­fül­len, solan­ge sie nicht das Mini­mum erreicht hat. Denn sonst läuft der Behäl­ter über, wenn die Werk­statt neue Belä­ge mon­tiert und alle Brems­kol­ben auf Anfang stellt. 

Wie sich zeigt, kann der Wech­sel der Brem­sen schnell teu­er wer­den. Willst du den­noch den bes­ten Preis für die Brem­sen­re­pa­ra­tur ergat­tern, emp­feh­le ich dir einen Blick auf unse­re Platt­form für Werk­statt-Preis­ver­glei­che zu wer­fen. So fin­dest auch du den güns­tigs­ten Preis in dei­ner Nähe. 

 
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